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DVD-Besprechung - Traffic - Macht des Kartells (Steel-Edition)
Story:
Der mexikanische Cop Javier Rodriguez (Benicio Del Toro) arbeitet als Drogenfahnder in Tijuana an der Grenze zu den USA. Frustriert über die Aussichtslosigkeit seiner Aufgabe, lässt Javier sich mit dem ebenso skrupellosen wie undurchsichtigen General Salazar (Tomas Milian) auf ein brenzliges Spiel mit dem Feuer ein...
Meinung zum Film:
Eigentlich handelt es sich bei "Traffic" nicht um eine einzelne Geschichte. Vielmehr gibt es vier kleinere Storys, die das Drogengeschäft von allen Seiten beleuchten. Die erste Ebene handelt von Richter Wakefield (Michael Douglas, "Falling Down"), dessen neue Stellung als oberster Drogenbeauftragter der Regierung kompliziert wird, als er herausfindet, dass seine Teenager-Tochter Caroline (Erika Christensen, "Flightplan") von Heroin abhängig ist und plötzlich im städtischen Drogensumpf untertaucht. Die zweite Storyline dreht sich um die Agents Gordon (Don Cheadle, "L.A. Crash") und Castro (Luis Guzman, "Das Urteil"), die hinter der Frau (Catherine Zeta-Jones, "Verlockende Falle") eines inhaftierten Drogenbarons her sind. Diese versucht, die Schulden ihres Mannes zu begleichen, nachdem ihr Sohn bedroht wurde.
Der dritte Plot knüpft an den zweiten an. In ihm geht es um die beiden Agents, die den Hauptzeugen des Prozesses gegen besagten Drogenbaron (Steven Bauer, "Scarface") beschützen sollen. Als letztes begleitet der Zuschauer dann Javier Rodriguez (Benicio Del Toro, "Sin City"), einen korrupten Polizeibeamten, der sich entscheiden muss, auf welcher Seite des Gesetzes er steht, als sein neuer Vorgesetzter den Anschein macht, Dreck am Stecken zu haben. Während alle Einzelstorys zusammen eine große Geschichte ergeben, hat jede für sich doch ihren ganz eigenen Stil, wodurch es sehr viel einfacher wird, der Handlung zu folgen und man nicht Gefahr läuft, die Ebenen miteinander zu verwechseln.
Das Problem der Kurzgeschichten ist jedoch, dass sie den Figuren nicht genug Zeit einräumen, sich zu entwickeln, und die Story nie in ungeahnte Gefilde vorrückt. Keiner der Einzelteile präsentiert etwas noch nie Dagewesenes. Lediglich die intelligente Art, in der sie miteinander verknüpft sind, verleiht dem Ganzen etwas Tiefe und zeugt von künstlerischem Geschick. Rein vom handwerklichen Aspekt her ist der Film natürlich über jeden Zweifel erhaben. Die Schauspieler zeigen sich von ihrer besten Seite und den gewonnenen Oscar für die beste Nebenrolle hat sich Benicio Del Toro mehr als verdient.
Digitale Aufarbeitung:
Auch diese "Steel-Edition" ist lediglich eine umverpackte Neupressung der bereits erhältlichen Special Edition aus dem Jahr 2002. Das Bild macht insgesamt zwar einen ordentlichen Eindruck, präsentiert sich aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Dem Film mangelt es durchgängig an Detailschärfe, zudem führt die recht niedrige Datenrate öfters zu Blockrauschen. Die vielen Eigenheiten, die das Bild ansonsten hat, sind allerdings so gewollt. Farbkorrektur und überhöhte Körnung gehören zu den Stilmitteln von Regisseur Sonderbergh und verleihen jeder der Einzelstorys ihre ganz eigene Optik. Da es sich bei "Traffic" um einen sehr dialoglastigen Film handelt, ist die vorhandene dts-Spur im Grunde mal wieder überflüssig und wohl nur zu Marketing-Zwecken enthalten. Vom Klang her bietet sie keinerlei Vorteil gegenüber der Dolby-Spur. Den Platz auf der DVD hätte man lieber einsparen und dem Bild zukommen lassen sollen. Da der Film kaum Action enthält, haben auch die hinteren Lautsprecher nur wenig zu tun. Die Dialoge im Front-Bereich präsentieren sich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch sauber und klar verständlich.
In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine "Special Edition" handelt, ist das vorhandene Bonusmaterial etwas mau. Zumindest ein Audiokommentar und ein Making Of hätten es schon auf die Scheibe schaffen dürfen. Stattdessen gibt es ein liebloses B-Roll, das etwa 13 Minuten lang zusammengeschnittene Aufnahmen aus dem Produktionshintergrund zeigt, ohne jegliche Kommentierung. Interessant sind allerdings die 25 vorhandenen Deleted Scenes, die erfreulicherweise sogar anamorph vorliegen und einen echten Mehrwert bieten. Zudem gibt es Interviews, Trailer und Filmografien.
Ärgerlich ist wieder einmal die Verarbeitung des "Metalpaks", das erstens sehr schnell verbeult und dessen Inlay-"Samt" die DVDs unangenehm vollkrümelt, sodass diese vor jeder Benutzung erst einmal gereinigt werden müssen.
Fazit:
"Traffic - Macht des Kartells" ist ein Film, der das Drogenmileu aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und vor allem durch die Art glänzt, wie die diversen Storylines miteinander verwoben sind. Wenngleich die inhaltliche Ebene kaum etwas Neues bietet, agieren die Schauspieler auf höchstem Niveau und legen eine Glanzleistung ab. Technisch geht die DVD in Ordnung, präsentiert sich aber nicht mehr auf der Höhe der Zeit, da sie mit der Veröffentlichung von vor fünf Jahren identisch ist. Für eine Special Edition fällt zudem das Bonusmaterial recht mager aus und der unangenehm krümelnde Metalpak-Einleger schmälert die Freude an der Scheibe auch erheblich.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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141:03 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- B-Roll
- Deleted Scenes
- Interviews
- Trailer
- Filmografien
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Traffic - Macht des Kartells
Traffic
Eine Betrachtung des Drogensumpfs aus allen Blickwinkeln
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, USA, 2000 Regie: Steven Soderbergh Drehbuch: Stephen Gaghan Darsteller: Benicio Del Toro, Michael Douglas, Catherine Zeta-Jones, Erika Christensen, Topher Grace, Tomas Milian
Label :
Splendid Entertainment
Verleihstart : 26.10.2007 Verkaufsstart : 26.10.2007
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verleihstart : 26.10.2007 Verkaufsstart : 26.10.2007
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