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DVD-Besprechung - Next
Story:
Chris Johnson (Nicolas Cage) arbeitet als Magier in Las Vegas und hat dort seine eigene kleine Show in einem Casino. Doch die Magie ist nicht seine einzige Einnahmequelle, denn er besitzt eine Gabe, mit der er mehr Geld verdienen kann. Er kann exakt zwei Minuten in die Zukunft sehen und genau dieses Wissen setzt er an den Glückspieltischen in den anderen Casinos ein. Seine Gabe ist aber auch im Visier der FBI-Agentin Callie Ferris (Julianne Moore), denn sie möchte sein Können nutzen, um eine Atombombe aufzuspüren, die Millionen von Menschen das Leben kosten kann. Zu dumm, dass Chris aber nicht mit dem FBI arbeiten möchte und so machen die Behörden Jagd auf ihn.
Meinung zum Film:
Übersinnliche Fähigkeiten haben dem Kino schon so manche filmische Überraschung bereitet, wobei viele von ihnen wie z.B. im Fall von „The Sixth Sense“ erst zum Schluss aufgeklärt wurden und den Zuschauer mit einem kräftigen AHA!-Effekt aus dem Kinosessel entließen. Im Fall von „Next“ wird der Zuschauer von Beginn an aufgeklärt, was der Magier und Hellseher Chris Johnson kann, was auch Sinn ergibt. Immerhin soll er dem FBI helfen, eine waschechte Atombombe in den USA zu finden, die mal nicht dem Militär, sondern skrupellosen Terroristen gehört. Die dramatischen Ereignisse um den elften September haben in Hollywood so tiefe Spuren hinterlassen, dass nun das Terrorszenario immer häufiger als Basis für Thriller genommen wird. So hinterlassen die Produktionen einer Zeit immer wieder einen geschichtlichen Fingerabdruck, der die gesellschaftlichen und politischen Geschehen widerspiegelt.
Man hat schon bessere Filme mit Nicolas Cage („Nur noch 60 Sekunden“) gesehen, der erst seit kurzem als „Ghost Rider“ sein feuriges Bike auf DVD über die Bildschirme brettert. Schlecht ist „Next“ deshalb nicht und für eine einigermaßen spannende Abendunterhaltung reicht es noch aus, was dem Film fehlt, ist ganz einfach der gewisse Kick und eine gehörige Portion Logik. Wenn jemand solch eine Gabe wie die Hauptfigur Chris Johnson hat und damit Millionen von Menschen retten kann, dann entzieht sich kein normal denkender Mensch dieser Gelegenheit. Er gibt zwar einige Begründungen für seine Verweigerung ab, doch diese sind nicht im Ansatz plausibel. Nervig ist zudem die Liebesgeschichte mit Jessica Biel („Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre“), die Johnsons große Liebe Liz Cooper spielt. Dieser Nebenstrang ist vollkommen überflüssig und auch das Team der Drehbuchautoren war augenscheinlich nicht so von dem Ganzen überzeugt. Biels Rolle begrenzt sich auf Stichworte und ein hübsches und ansprechendes Äußeres, was den männlichen Kinofreund sicherlich verzücken wird.
Der Spannungsbogen der Geschichte ist nahezu klassisch aufgebaut und der Film lebt zusätzlich von den kleinen Zeitsprüngen, die das Grundthema des Films ermöglicht. Nicht alles, was zu sehen ist, wird konsequent Bestandteil der Filmrealität, sondern ist teilweise auch einfach nur Cages Gabe, um zu sehen, was die nähere Zukunft bringt. Zwischendurch wird es dann auch mal flott, wenn der Plot auf Action umschaltet und es dann auch ein wenig lauter wird. Ein Rätsel birgt der Film leider auch noch, denn die bösen Terroristen, die von Thomas Kretschmann („Prinz Eisenherz“) angeführt werden, wollen einfach nicht erklären, warum sie die Bombe zünden wollen. Ein hinterhältiges Vorhaben ist ja für das Publikum, vor allem in Richtung Spannung, hochinteressant, die Frage nach dem Warum ist es aber auf jeden Fall auch.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut und bietet den vollen Leistungsumfang, den man heute von einer DVD erwarten darf. Satte, warme Farben, einen ordentlichen Kontrast und kein erkennbares Rauschen. Der Ton steht dem in Nichts nach und wenn die Baumstämme den Hang hinunterrauschen, dann wackelt, bei Einsatz eines Subwoofers, der Boden.
Die Extras beginnen mit einem rund 17 Minuten langem Making Of. Hier kann der Interessierte einiges zum Film erfahren u.a. dass das Buch „Golden Man“ des Sci-Fi-Autoren Phillip K. Dick der Ausgangspunkt für „Next“ war. Weitere sieben Minuten widmen sich den Spezialeffekten des Films. Die Macher der Visual Effects standen vor einigen wichtigen Entscheidungen wie z.B. der Verwendung von Miniaturen oder doch des Einsatzes von computergenerierten Bildern. Im nächsten Extra erklären die Filmschaffenden, warum sie die Liebesgeschichte so weit ausgebaut haben, wie sie nun im Film zu sehen ist. Im Prinzip ist dies die Dokumentation eines gravierenden Fehlers, der überflüssigerweise in den Film gezielt eingebaut wurde. Das Schlusswort gebührt dann Jessica Biel, die knapp über zwei Minuten darüber sinnieren darf, wie sie einen möglichen Blick in die Zukunft einschätzt.
Fazit:
„Next“ hat seine Fehler und ist sicherlich kein Meisterwerk, doch für einen seichten Kinoabend taugt der Film allemal. Den Flop an den Kinokassen hat der Film jedenfalls nicht verdient. Die technische Umsetzung ist hervorragend gelungen und es wird eine wirkliche gute Qualität in Bild und Ton geliefert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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92:15 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Visualisierung
- Next: Eine großartige Idee
- Zwei Minuten in die Zukunft mit Jessica Biel
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Nicolas Cage rettet die Welt und den Film
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Lee Tamahori Drehbuch: Gary Goldman, Jonathan Hensleigh, Paul Bernbaum Darsteller: Nicolas Cage, Jessica Biel, Peter Falk, Julianne Moore, Thomas Kretschmann
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 06.12.2007
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