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DVD-Besprechung - Hatchet
Story:
Ben (Joel Moore) hat keine Lust mehr darauf, sich dem Treiben beim Mardi Gras hinzugeben. So überredet er seinen Kumpel Marcus (Deon Richmond) zu einer Gruseltour durch die Sümpfe New Orleans. Doch schon recht bald setzt Tourführer Shawn (Parry Shen) das Boot auf Grund, wodurch die illustre Gemeinschaft gezwungen ist, ihren Weg zu Fuß fortzusetzen. Doch der einzige Weg zurück in die Zivilisation führt vorbei am sagenumwobenen Haus des verbrannten Victor Crowley, der angeblich noch immer durch die Gegend zieht und wehrlose Menschen tötet.
Meinung zum Film:
Regisseur und Drehbuchautor Adam Green („Spiral“) hat mit „Hatchet“ einen Film geschaffen, der in vielerlei Hinsicht an die Splatterfilme der 80er-Jahre erinnert und diese auch häufig zitiert. Mit Robert Englund, Darsteller des Freddy Krüger aus den „Nightmare on Elm Street“-Filmen und Tony Todd, dem „Candyman“ aus der gleichnamigen Horror-Trilogie, haben zwei namhafte Bösewicht des Horror-Genres ihre Gastauftritte und Kane Hodder darf nach seinen drei Auftritten als Killermaschine Jason Vorhees in den „Freitag, der 13.“-Filmen nun auch für „Hatchet“ in die Rolle des Schlächters schlüpfen. Die Effekte wurden von John Carl Büchler umgesetzt, der vor allem in den 80ern dafür sorgte, dass Filme wie „Freitag, der 13. Teil 7 - Jason im Blutrausch“, „Halloween 4 - Michael Myers kehrt zurück“ oder „Bride of Re-Animator“ auch mit dem vom Publikum erwarteten Gore-Faktor aufwarten konnten. Eine Ansammlung von Künstlern also, die das Herz des Genrefreunds zumindest ein wenig höher schlagen lässt.
Die Effekte sind dann auch tatsächlich absolut sehenswert. Vollkommen überzogen, getränkt in literweise spritzendem Kunstblut fühlt man sich schnell zurück versetzt in alten Splatterzeiten. In Sachen Goreffekte fühlt sich der Film ein wenig wie Scott Spiegels „Intruder“ an, der ähnlich überzeugen und um den besonderen Mord bemüht daherkam. Doch während dieser in den 80ern nur arg verstümmelt in die deutschen Regale kam, hat es „Hatchet“ komplett durch die FSK-Kontrolle geschafft und erhielt überraschenderweise das „KJ“-FSK-Prüfsiegel. Wenn man bedenkt, welchen Titeln in letzter Zeit die Freigabe verweigert wurde, ist dieser Umstand höchst erstaunlich. Für die Fans der härteren Gangart aber ganz bestimmt höchst erfreulich. So bekommen diese die Möglichkeit, abgetrennte Gliedmaßen, zerrissene Körper und zahlreiche weitere höchst ansprechend in Szene gesetzt Effekte zu bestaunen.
Die Story ist dann aber nicht sonderlich düster gehalten, auch hier wird sich an dem heiteren Ton vieler Genre-Produktionen der 80er-Jahren wie „Re-Animator“ oder „Verdammt! Die Zombies kommen!“ orientiert. Wenn der entstellte Victor gerade mal nicht hinter der Gruppe herjagt, werden zahlreiche Klischees vom blonden Dummchen bis zum dummen, stets falsch reagierenden Opfer ausgekostet. Dies jedoch in einer netten Art und Weise, die durchaus für den Film funktioniert. Dadurch gehr allerdings auch ein großer Teil der düsteren Atmosphäre verloren und erst das recht ausführliche Finale sorgt für den richtigen Spannungsbogen. Das Ende des Finales ist dann allerdings ein wenig plötzlich und sehr kurz geraten. Es sollte wohl der große Schock zum Schluss sein, fühlt sich im Film allerdings eher wie fehlendes Budget am Ende des Drehs an. Das Monster selbst geht im Film ein wenig unter und schafft es nicht so recht einen Eindruck zu hinterlassen. Im Gegensatz zu Ikonen wie Jason Vorhees oder Michael Myers bleibt es zu austauschbar und profillos. Doch dem Splatter-Vergnügen tut dies keinerlei Abbruch und Gorefans erhalten nach langer Durststrecken wieder mal richtig gutes Futter für den Player. Freunde von 80er-Jahre-Produktionen dieser Ausrichtung kommen an „Hatchet“ sicherlich nicht vorbei.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen sehr guten Eindruck. Vor allem die Schärfe liegt über dem Durchschnitt und setzt das optische Highlight. Erkauft wurde dieses zwar über feines Rauschen, das stets zu erkennen ist, was man aber gerne in Kauf nimmt. Der deutsche Ton in dts und Dolby Digital 5.1 ist sehr gut gelungen und das räumliche Erlebnis trägt zur guten Atmosphäre bei.
Auf der ersten DVD gibt es als Extra einen recht interessanten Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Kameramann, der allerdings nur in englischer Sprache ohne Untertitel vorliegt. Das Bonusmaterial auf der seperaten Bonus-DVD ist komplett deutsch untertitelt. Das Making Of erzählt sehr ausführlich davon, wie der Film von einer Idee, über positive Reaktionen aus dem Internet, hin zum fertigen Film wurde. In einer Mischung aus witzigen Momenten und interessanten Fakten vergehen die knapp 40 Minuten des Beitrages wie im Flug. Es folgen noch ein Beitrag, der sich mit Victor Crowley beschäftigt und zeigt, wie die Schauspieler zu Höchstleistungen in Szenen mit dem Killer getrieben wurden. Weitere Featurettes beschäftigen sich mit der Erstellung der Splattereffekte („Guts & Gore“ und „Anatomy of a Kill”) und mit einer interessanten Geschichte aus dem Leben Regisseur Adam Green, wie er ins Filmbusiness kam und was Dee Snider von den „Twisted Sisters“ damit zu tun hat (“A twisted Tale“). Den Abschluss bietet das „Gag Reel“, das noch einmal den witzigen Eindruck vom Dreh aus den anderen Beiträgen unterstützt. Ausgeliefert wird die Special Edition in einem stilvoll gestaltetem Steelbook, das dem Film und der digitalen Umsetzung einen würdigen Rahmen verleiht.
Fazit:
„Hatchet“ ist wie eine Zeitreise zurück zum Funsplatter der 80er-Jahre. Mit äußerst harten und blutigen Effektaufnahmen, einer ganzen Reihe Genreveteranen vor und hinter der Kamera und der gewohnten Atmosphäre aus der damaligen Zeit ist der Film Pflichtprogramm für Anhänger dieser Filme. Die Qualität des Bildes ist außerordenlicht gelungen und auch die Extras wurden liebevoll zusammengestellt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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80:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Adam Green und Kameramann Will Barratt
- Making Of
- Guts & Gore
- Anatomy of a Kill
- A twisted Tale
- Gag Reel
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Hatchet
Hatchet
Blutige Horrorfilm mit reichlich Comedy, nach dem Vorbild 80er-Jahre Splatterfilme
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Adam Green Drehbuch: Adam Green Darsteller: Joel Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond, Kane Hodder, Parry Shen, Joleigh Fioreavanti, Mercedes McNab, Joel Murray, Richard Riehle, Patrika Darbo, Robert Englund, Tony Todd
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 09.11.2007
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