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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Unsichtbar

Story:
Annie (Margariat Levieva) führt in ihrer Schule ein kleines Terrorregime und ist ein stetiger Gast beim Direktor. Erpressung, Einbrüche und Drogen sind Bestandteil ihrs Lebens, das eigentlich ein recht bedauernswertes ist. Als sie sich eines Tages an dem falschen Mitschüler vergreifen will, stellt sich sein Freund Nick (Justin Chatwin) dazwischen und zeigt ihr die Grenzen auf. Kurz darauf wird ihr Schulspind inspiziert und die Früchte ihrer Beutezüge bringen sie zur Polizei. Es kann für sie nur einen Schuldigen für diesen Verrat geben und sie sorgt dafür, dass Nick seine Abreibung bekommt. Am nächsten Morgen findet dieser sich, zu seiner Verwunderung, unverletzt in der Schule ein, doch niemand will ihn wahrnehmen. Schnell wird ihm klar, dass lediglich sein Geist umherwandelt und nur eine Person kann ihn wahrnehmen: Annie.

Meinung zum Film:
Erst im August 2007 wurde hier der Film „Invisible“ vorgestellt, ein Mystery-Krimi aus dem Jahr 2002. Da dieser Film unterhaltsam war und eine schöne, ausgefallene Story beinhaltete die von guten Schauspielern transportiert wurde, hat sich offenbar auch Hollywood schnell für ein Remake erwärmen können. Beim Originaltitel hat man sich dann auch keine besonderen Mühen unterworfen, sondern den Film gleich in „The Invisible“ benannt. Die Story ist vom Ablauf her eins zu eins übernommen worden und die Drehungen und Wendungen halten den Zuschauer auch hier stets auf Spannung. Was den Film anders macht, das ist die Lokalisierung auf das amerikanische Aussehen. Hier hat lediglich die von Annie permanent getragene Wollmütze den Sprung über den großen Teich überlebt.

Im Gegensatz zum Original werden die verschiedenen Charaktere eher brachial vorgestellt und die Entwicklung der Figuren steht im Hintergrund. Recht schnell, fast schon ein wenig hektisch zeigen die Protagonisten zügig, wie es um sie bestellt ist, was sie bewegt oder in welchen familiären Verhältnissen sie sich befinden. Die langsame Entwicklung hatte einen Vorteil, denn die böse, böse Annie hat der Zuschauer zunächst abgelehnt und sich dann immer mehr in sie hinein versetzt. Nun ist alles halt ein wenig amerikanischer und direkter geworden. Ob das ein Vorteil ist oder nicht, das muss das Publikum für sich entscheiden, allerdings hat hier das Original in Sachen Einfühlsamkeit klare Vorteile. Die Grundkonflikte sind aber geblieben und so versucht sich Nick von den Lebensvorgaben seiner Mutter zu lösen und Annie verzweifelt an ihrer schweren Familiensituation, die sie in die Verrohung treibt.

Die Schauspieler bleiben in ihrem Spiel den schwedischen Kolleginnen und Kollegen doch merklich zurück, was zuletzt aber am Drehbuch liegt, welches mehr die Handlung unterstreicht. Durch den verstärkten Focus auf den Aspekt des Teenagerdramas tritt natürlich der mysteriöse Anteil an der Story ein wenig in den Hintergrund gelenkt und es ergeben sich einige Längen. Die Figuren selbst werden nie so intensiv und emotional berührend wie es der Vorläufer vermitteln konnte. Vielmehr wird die mentale Verbindung zwischen Annie und Nick aufgepeppt. Nick nimmt, im Gegensatz zur Vorlage, aktiv an dem Geschehen teil, greift ein. Das war seinem schwedischen Gegenüber nicht gegeben, denn er musste ohne jede echte Einflussmöglichkeit das Geschehen in der Rolle des reinen Beobachters erleben. Es erinnert an „Nachtwache“, das im dänischen Original ein waschechter Gänsehautproduzent war und dessen amerikanisches Remake spannungstechnisch nicht mithalten konnte.

Digitale Aufarbeitung:
Technisch ist auf der DVD alles in bester Ordnung und es besticht durch schöne Farben. Sie sind ausgewogen und harmonieren mit einem ordentlichen Kontrast. Der Score wird sehr schön auf die umliegenden Boxen übertragen, während Umgebungsgeräusche nicht ganz so detailreich wirken.

Der Audiokommentar von Regisseur David S. Goyer und Drehbuchautorin Christine Roum ist mit deutschen Untertiteln gut nachvollziehbar und obendrein sogar weitgehend interessant. Hinzu kommen noch vier zusätzliche Szenen die knapp über 4 Minuten Laufzeit haben. Bei Bedarf gibt es auch hier einen zuschaltbaren Audiokommentar von Goyer und Roum. Es folgen zwei Musik-Videos von 30 Seconds to Mars „The Kill“ und von Sparta „Taking back Controll“.

Fazit:
Das Remake des schwedischen Mysterykrimis ist zwar amerikanisiert worden, doch ein besseres Ergebnis als das Original konnte es nicht erreichen. Es gilt die alte Weisheit, dass man oft nicht am Original vorbei kommt. Technisch ist die DVD in einem einwandfreien Zustand.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
2,35:1
2,35:1
106:44 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Italienisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Spanisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Italienisch, Kroatisch, Norwegisch, Schwedisch, Slowenisch, Spanisch, Türkisch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar
  • Zusätzliche Szenen
  • Musikvideo 30 Seconds to Mars "The Kill"
  • Musikvideo Sparta "Taking Back Control"
Unsichtbar - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Unsichtbar
The Invisible

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Mystery-Krimi-Mix mit Teenagerdrama


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
David S. Goyer
Drehbuch:
Christine Roum
Darsteller:
Justin Chatwin, Margarita Levieva, Marcia Gay Harden, Chris Marquette, Callum Keith Rennie

Label Deutschland :
Hollywood Pictures
Verkaufsstart Deutschland :
25.10.2007