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DVD-Besprechung - Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung
Story:
Scott Calvin (Tim Allen) ist etabliert als Santa Claus. Väterchen Frost (Martin Short), der sich nur noch Jack Frost nennt, hätte auch liebend gerne seinen eigenen Feiertag, an dem ihm gehuldigt wird. Da ihm der Rat der Sagengestalten diesen jedoch versagt, entschließt Frost mit gezielten Sabotageakten, Santa zu stürzen und dessen Posten einzunehmen. Dabei hat dieser auch schon so mehr als genug Sorgen, da seine Frau Carol (Elizabeth Mitchell) kurz vor der Entbindung steht und sich auch noch seine Schwiegereltern Sylvia (Ann-Margret) und Ben Newman (Alan Arkin) zum Besuch am Nordpol befinden.
Meinung zum Film:
Mit „Santa Clause 3 – Ein frostige Bescherung“ kehrte Regisseur Michael Lembeck („Friends“) noch einmal auf den weihnachtlichen Regiestuhl zurück, um ein weiteres Abenteuer von Tim Allen („Hör mal wer da hämmert“) als Santa Clause in die Wohnzimmer zu bringen. Optisch vereint der Filme diesmal vor allem zwei Dinge, die vor allem bei den Amerikanern sehr beliebt sind – Weihnachten und Disneyland. Nicht nur die Stadt am Nordpol wirkt wie ein kitschiges, knallbuntes Dorf aus einem Vergnügungspark, auch die Kostüme der Elfen und das ganze Drumherum ist optisch bestens auf die Kulissen abgestimmt. Wer schon einmal ein Disneyland besucht hat, wird die Atmosphäre der dortigen Main Street oftmals wieder erkennen können. Die Bühnen- und Kostümbildner haben sich sichtlich Mühe gegeben, hier eine Welt entstehen zu lassen, in der sich Kinder einfach wohlfühlen müssen und in der das Kind im Erwachsenen die Möglichkeit erhält, zum Vorschein zu kommen.
Als Gegenspieler für Santa wurde diesmal der abgrundtief böse Jack Frost in die Story eingebaut, welcher durch Martin Short („Die Reise ins Ich“) verkörpert wird. Die Boshaftigkeit, die dieser dabei präsentiert, wird der Figur garantiert die pure Ablehnung des Zuschauers einbringen. An einigen Stellen schießt er mit seinen Aktionen allerdings ein wenig übers Ziel hinaus und es stellt sich die Frage, ob es nicht auch ein bisschen weniger böse Gemeinheiten hätten sein dürfen. Zurück ist wieder Spencer Breslin („The Shaggy Dog“) als erster Elf, der durch seine bürokratische Ader für manchen guten Gag sorgen kann. Auch Judge Reinhold („Beverly Hills Cop“) als Dr. Neil Miller kann durch seine eigenwillige Art der Konfliktlösung für Erheiterung sorgen, wenngleich er dabei aber im Grunde nur das wiederholt, was man schon im zweiten Teil von ihm gesehen hat. Mit Ann-Margret („Tommy“) und Alan Arkin („Little Miss Sunshine“) gibt es zwei neue Protagonisten, die für ein wenig frischen Wind sorgen können.
Von der Geschichten darf wie gewohnt nicht zu viel erwartet werden. Es ist im Grunde nur eine Variation des zweiten Films, bei dem lediglich ein anderer, neuer Charakter versucht, die Macht am Nordpol an sich zu reißen und Kinderträume zu zerstören. Dass es dabei in ähnlicher Weise flach zugeht wie im Vorgänger, ist schon nach wenigen Minuten zu erahnen. Ob nun die Elfenstadt in ein kanadisches Dorf verwandelt wird, weil Carols Eltern nicht wissen dürfen, dass sie sich in Wahrheit im Domizil Santa Clauses befinden oder ob Jack Frost seine großen Gemeinheiten offensichtlich ohne jeden Verdacht zu erwecken immer und immer wieder in die Tat umsetzen kann, ernsthaft oder authentisch geht es dabei nie zu. Doch im Grunde ist dies nicht weiter von Bedeutung, da „Santa Clause 3“ aus einzelnen Szenen seine gute Laune schöpft, die in erster Linie auf das junge Zielpublikum ihre Wirkung haben dürften. Aber auch ältere Semester werden nicht unbedingt gelangweilt werden, wenn die Messlatte für die Anforderung an Dramatik und Tiefe der Geschichte nicht zu hoch angesetzt werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen und lebt vor allem von seinen frischen Farben. Es gibt auch keine Mängel, die den guten Eindruck schmälern könnten. Der Ton ist bemüht einen raumfüllenden Klang zu vermitteln, was ihm auch immer wieder gelingt, vor allem durch die Musik.
Die Extras teilen sich in 3 Punkte auf. Hinter “Backstage Disney” befindet sich neben dem Audiokommentar mit Regisseur Michael Lembeck und Hintergrundberichten unter anderem noch ein Beitrag über die Comedians Tim Allen und Martin Short und ihre Standup-Nummern am Set, die quasi jeden Take zur Show werden ließen. Der Punkt “Pannen vom Dreh” zeigt dann auch noch einmal deutlich, wie schwer es ist, bei der Arbeit mit Tim Allen ernst zu bleiben, da dieser durch seine heitere Art immer wieder für Lachanfälle bei seinem Gegenüber sorgt. Unter den musikalischen Beiträgen findet sich eine Weihnachtskaraoke, bei der meist aber nur die englischen Texte genutzt werden können, da die deutschen Übersetzungen niemals harmonisch und im Takt zur Melodie gesungen werden können. Abschließend gibt es noch das Musikvideo „Greatest Time Of Year" von Aly & AJ.
Fazit:
„Santa Clause 3“ bietet zwar eine inhaltich recht flache Unterhaltung, ist aber als Filmprogramm für Adventsnachmittage im Kreise der Familie äußerst gelungen und empfehlenswert. Neben den guten Darstellern und einiger flotter Gags sind es vor allem die farbenfrohen Kulissen, die zu einem Besuch am Nordpol einladen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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88:10 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Spanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Pannen vom Dreh
- Backstage Disney
- Alternativer Anfang
- Jack Frost & Mrs. Clause: Ein ganz anderer Look
- Unterwegs mit Witzbolden: Am Set mit Tim & Marthy
- Special Effects: Die Magie in Santa Clause
- Audiokommentar mit Regisseur Michael Lembeck
- Musik & mehr
- Christmas Carol-oke
- Musikvideo „Greatest Time Of Year" von Aly & AJ
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Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung
The Santa Clause 3: The Escape Clause
Eine knallbunte Mischung aus Weihnachtsstimmung und Disneyland
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Michael Lembeck Drehbuch: Ed Decter, John J. Strauss (basierend auf Characteren von Leo Benvenuti und Steve Rudnick) Darsteller: Tim Allen, Martin Short, Elizabeth Mitchell, Judge Reinhold, Wendy Crewson, Spencer Breslin, Liliana Mumy, Ann-Margret, Alan Arkin
Label :
Disney DVD
Verkaufsstart : 01.11.2007
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