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DVD-Besprechung - Zombie Self Defence Force
Story:
So ein Tag im Wald kann unterschiedliche Beweggründe haben. Die einen wollen ein paar Fotoaufnahmen von einem Schlagersternchen machen, während andere in Uniform eine muntere Truppenübung abhalten. Auch ein Yakuza-Boss möchte in der wäldlichen Abgeschiedenheit ein Exempel statuieren und hat einen Kandidaten für ein vorzeitiges Ableben am Wickel, als urplötzlich ein UFO auftaucht und abstürzt. Dies hat fatale Folgen, denn durch den Absturz wird etwas freigesetzt, was Tote wieder auferstehen lässt. Das idyllische Treiben im Forst endet abrupt, als die Zombies mit ihrem blutigen Werk beginnen und in die Stadt wandern.
Meinung zum Film:
„Zombie Self Defense Force“ ist ein einfachst zusammengestricktes C-Movie, das es zu Unrecht bis nach Europa geschafft hat. Billig ist nicht immer gut, wie der Zuschauer erfahren muss, der sich diesen cineastischen Müll bis zum Ende antut. Erste üble Befürchtungen auf das, was da kommen wird, hat der Splatterfan schon in dem Moment, in der ein miserabel animiertes UFO über den Screen geistert. Als hätten die Aliens einen kräftigen Schluck des pangalaktischen Donnergurglers intus, fliegen sie aufgeregt wie eine Stubenfliege im Kuhstall hin und her, um dann unspektakulär abzustürzen. Der Aufprall sorgt für einen sporenartigen Staub, der Tote wieder auferstehen lässt. Die Auswahl eines Waldes als Anfangsdrehort kommt nicht von ungefähr, so möchte man meinen, denn die Trashfilmer orientieren sich deutlich an „Versus“, der bekanntlich in einem verfluchten Wald spielt.
Bei diesem Film fehlt es an allem. Die Story ist ausgeleiert und bietet noch nicht einmal gut nachgemachte Szenen aus anderen Filmen. Die Darsteller verdienen diese Bezeichnung nicht und die Synchronisation passt sich dem kompletten Dilemma übergangslos an. Als Splatterfan legt sich dann der letzte Hoffnungsfunke auf die Spezialeffekte, doch auch hier wird der herbe enttäuscht. Blut fließt zwar reichlich und es wird so manches Körperteil entfernt, doch die Umsetzung der Effekte ist derart billig geworden, dass sie sehr deutlich gekünstelt sind. Sicherlich wird es einige Hardcorefans geben, die selbst diesen einiges abgewinnen können, doch wer hier ein wenig mehr an Qualität orientiert ist, der sollte nicht zugreifen.
Dann ist da noch die unsägliche Komik, die vollends auf den typischen asiatischen Humor ausgelegt ist, mit dem viele Europäer nicht viel anfangen können. Es wird geblödelt auf Deibel komm raus und vernunftbegabtes Handeln lässt dann auch sehr zu wünschen übrig. Enorm ununterhaltsam werden die Opfer in die Hände der Untoten geleitet und dann natürlich prompt verhackstückt. Mal ehrlich, wenn eine Truppe von madenzerfressenen Typen auf einen zuwankt, dann schaltet doch der Überlebenstrieb spontan in den Fluchtgang und es wird Fersengeld gegeben. Aber hier ist das alles anders und beispielsweise ein eitler Fotograf versucht den Zombies klar zu machen, dass sie seine Fotosession stören. Dies, um nur ein Beispiel zu benennen, was den Zuschauer hier erwartet. Eigentlich schade, denn gerade aus Japan gab es in den letzten Jahren viele bemerkenswerte Bereicherungen der Filmlandschaft.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild präsentiert sich in ein einer typischen Low-Budget-Qualität, wie man sie von Amateurfilmen kennt. Mit dem Wechsel der Locations verschwindet dann auch zunächst ein weißer Schleier, der anfangs über dem Bild liegt. Die Farben selbst bleiben blass und es überwiegt das Heimvideo-Feeling.Dem Ton ergeht es ein wenig besser, ohne dass dieser als Glanzleistung bezeichnet werden kann.
Die Extras bestehen vorrangig aus dem 30 Minuten langen Making Of, welches mit deutschen Untertiteln versehen wurde. Wenn man ehrlich ist, dann ist es sogar unterhaltsamer als der komplette Hauptfilm an sich. Es folgt dann noch der Originaltrailer.
Fazit:
Trotz schickem Steelbook kann "Zombie Selfe Defense Force" nicht überzeugen und selbst auf der Plattform eines C-Movie reicht es einfach nicht. Das war nichts. Selbst Fans des Genres sollten hier zwei Mal überlegen, ob sie sich in dieses Wagnis stürzen sollten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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75:48 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Japanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Zombie Selfe Defense Force
Zonbi jieitai
Schlapper, unlustiger Rohrkrepierer auf dem Zombie-Sektor
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Japan, 2006 Regie: Naoyuki Tomomatsu Drehbuch: Chisato Oogawara, Naoyuki Tomomatsu Darsteller: Mihiro, Yû Machimura, Masayuki Hase, Norman England, Kenji Arai
Label :
I-On New Media
Verkaufsstart : 09.11.2007
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