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DVD-Besprechung - Deadly Water
Story:
Ray (Charlie O’Connell) ist seit Jahren auf der Suche nach einer Kreatur, die seine Eltern einst bei einem Segeltörn in die Tiefe des Meeres gezogen hat. Er ist sich absolut sicher, dass es sich bei dem Wesen um einen riesigen Kraken handelt. Als er im Fernsehen von einem Angriff auf ein Forschungsschiff hört, heuert er auf dem Boot an, um dem Kraken den Garaus zu machen. Dass die Projektleiterin Nicole (Victoria Pratt) ein echter Hingucker ist, macht ihm die Arbeit auf dem Schiff natürlich deutlich leichter. Als die Forscher in einem Wrack ein verschollenes und sagenumwobenes Artefakt bergen wollen, erscheint der monströse Tentakelträger und er scheint eine Verbindung zu dem altertümlichen Stück zu haben.
Meinung zum Film:
Wenn im Horrorgenre immer mal wieder etwas ganz ordentlich funktioniert, dann sind dies Slasher oder das ewig junge Subgenre Tierhorror. Auf diesem Sektor hat es schon so manches Wesen zu Weltruhm gebracht wie z.B. „Der weiße Hai“ oder „Piranha“ und gerade der Lebensraum Wasser zeigt immer wieder neue Möglichkeiten um Angst und Schrecken zu verbreiten. Sei es ein Binnengewässer oder die offene See, was unter der Wasseroberfläche so herumschwimmt, will man ja in Wirklichkeit gar nicht so genau wissen. Gerade in der Seefahrt wurde, was schwimmende Horrorwesen angeht, genügend Seemannsgarn gesponnen und es existieren viele Erzählungen von riesigen, rachsüchtigen Walen, mörderischen Haien oder Riesenkraken, die ganze Schiffe in die eisigen tiefen der Ozeane gezogen haben sollen.
In „Deadly Water“ haben die Filmemacher auf den Tentakelträger zurückgegriffen und für das Fernsehen einen einigermaßen spannenden Tierhorror in Szene gesetzt. Der Aufbau der Story ist klassisch gewählt und der Zuschauer wird zunächst auf eine anstehende Rachestory vorbereitet, denn die Hauptfigur Ray musste als Kind mit ansehen, wie seine Eltern von einem riesigen Kraken getötet wurden. Doch nach einiger Zeit rückt das Rachemotiv in den Hintergrund und ein kräftiger Schlag Mystik wird in die Waagschale geworfen. „Das Auge der Circe“ soll ein mächtiges Relikt sein und zieht natürlich die Aufmerksamkeit von guten und bösen Menschen auf sich. Beide Seiten lassen, im Rahmen ihrer moralischen Möglichkeiten, nichts unversucht, um das gute Stück zu bergen, doch mehr und mehr zeigt sich, dass der Kraken mit dem Relikt verbunden zu sein scheint und lediglich versucht, seine Bergung zu verhindern. In seine Leibwächterfunktion vergreift er sich dann auch an allen, die dem Auge zu nahe kommen.
Die Produktion bietet durchaus ein wenig Unterhaltung, nicht zuletzt, weil das eine oder andere Gesicht der Schauspieler schon mal zu sehen war. Ray wird von Charlie O’Donnell („Eiskalte Engel“) gespielt, den der Zuschauer schon in der Serie „Sliders“ im TV in Aktion gesehen hat. Die weibliche Hauptrolle wurde mit Victoria Pratt („House of the Dead 2“) besetzt und diese hat sich für den Film augenscheinlich stundenlang im Fitnessstudio aufgehalten. Ihre Bauchpartie ist so durchtrainiert, da wird so mancher Mann neidisch. Wer die Detektiv-Sendereihe „Tequila & Bonetti“ gesehen hat, den erwartet ein Wiedersehen mit Jack Scalia, der hier seine Bordeaux-Dogge zu Hause gelassen hat und als Bösewicht Maxwell Odemus versucht, an das berüchtigte Stück aus dem Altertum heranzukommen. Ein Manko des Films ist der CGI-Krake, der leider in weiten Teilen zu sehr animiert wirkt und seine Herkunft aus dem Rechner nahezu anprangert.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild weist ein leichtes Rauschen auf, das sich durch den kompletten Film zieht. Die Farben sind sind etwas gedämpft und es sieht so aus, als läge ein leichter Schleier über dem Geschehen. Der Ton indes ist völlig in Ordnung und vor allem der dts-Track kann mit einigen Details aufwarten.
Die Extras eröffnen mit dem Originaltrailer zum Hauptfilm und dem deutschen Werbestreifen. Danach gibt es dann eine gute Viertelstunde, in der dem Zuschauer gezeigt wird, wie „Deadly Water“ gemacht wurde. Leider hat man diesem Extra keine Untertitel gegönnt. Das nächste Feature sind Texttafeln zum Thema Riesenkraken, welche mit Sprache unterlegt wurden, was recht angenehm ist. Und genauso ist dann auch das Kapitel zu den versunkenen Schätzen aufgebaut, doch hier kommt der Inhalt nicht über allgemeine Infos hinaus und konkrete Beispiele werden vermieden.
Fazit:
„Deadly Water“ ist kein Muss, aber ein Film den sich Freunde des Genres ansehen können. Der Krake ist zwar zu künstlich, aber die solide Inszenierung macht die ein wenig wieder wett. Technisch ist die DVD akzeptabel.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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84:01 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Making Of
- Riesenkraken und versunkene Schätze
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Deadly Water
Kraken: Tentacles of the Deep
Fernsehgerechter Tierhorror
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Tibor Takac Drehbuch: Nicholas Garland, Sean Keller Darsteller: Charlie O’Connell, Victoria Pratt, Kristi Angus, Corey Monteith, Jack Scalia
Label :
e-m-s
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