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Die Welt in 10 Millionen JahrenAbgehört - Trau niemals einem CopNine

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DVD-Besprechung - Disaster! - The Movie

Story:
Das Leben auf der Erde ist schön. Der Alltag nimmt seinen Lauf, bis eines Tages ein riesiger Planetoid entdeckt wird, der mit der Erde zusammenstoßen wird. Definitiv. Unwiderruflich. Es sei denn, ein Team von Experten sprengt den tödlichen Himmelskörper aus seiner Bahn und an der blauen Kugel vorbei. Harry Bottoms und sein Team sollen den Job übernehmen und tatsächlich macht sich die Crew auf, um die wichtigste Sprengung der Menschheit zu meistern. Doch der Planetoid macht es ihnen nicht leicht, da er böse Überraschungen wie Lavaströme und Weltall-Gorillas bereit hält. Als dann auch noch die Technik versagt, scheint die Welt, wie wir sie kennen, dem Untergang geweiht. Harry Bottoms sieht das aber ganz anders.

Meinung zum Film:
Zuschauer, die den schrägen Marionettenfilm „Team America“ gesehen haben, können fast erahnen, in welcher Spielart es bei „Disaster! – The Movie“ abgeht. War „Team America“ schon unkorrekt, so kann die vorliegende Verfilmung dies durchaus noch toppen. Der Spaß ist auf Krawallhumor der härtesten Art ausgelegt und wird nicht unbedingt eine breite Akzeptanz haben. Wer da als Zuschauer etwas schmerzfreier ist und derbe Scherze versteht, der wird hier eine Fülle an Späßen mitnehmen können. Der Filmbeginn ist da schon Programm, wenn ein Astronom beim Onanieren sein Teleskop nicht in den Himmel, sondern in eine Damendusche gerichtet hat. Als die Taschenfummelei auf dem Höhepunkt ist, schlägt versehentlich die optische Verlängerung um und der Killer-Planetoid wird entdeckt. In dieser Spielart geht es dann den ganzen Film weiter.

Tricktechnisch ist der Film allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig und die Ausführung der Stop-Motion-Technik ist nicht ganz so sauber, wie man es z.B. von Trickspezialist Ray Harryhausen kennt. Die Gesichter werden mit Knete animiert, während die Rümpfe aus „Big Jim“-Figuren zu bestehen scheinen, jedenfalls dem Sixpack nach. Arme und Beine wiederum haben wieder eine andere Grundlage. Sowohl die Figuren als auch die Story sind dem Katastrophenfilm „Armageddon“ entliehen und machen daraus auch keinen Hehl. Eigentlich wollten die Filmemacher die Geschichte als Realfilm in Szene setzen, doch die Produzenten winkten angesichts von ca. 80 Millionen Dollar Produktionskosten ab. Nach einigen Überlegungen legten sich dann die Filmschaffenden auf die Stop-Motion-Technik fest, die zwar aufwändig ist, aber von den Zuschauern als akzeptiert gilt. Übrigens konnten z.B. die deutschen Synchronstimmen von Bruce Willis (Manfred Lehmann) und Liv Tyler (Nana Spier) gewonnen werden.

Der erste richtige große Knall im Film ist, dass die Raumfähre nicht genug Sprit im Tank hat, weil ein behinderter Wissenschaftler Mädels mit Weltraumflügen beeindrucken wollte und vergessen hatte, zur Tanke zu fliegen. Doch die Rettung ist nahe, denn eine französische Raumstation in der Form eines angeschnittenen französischen Rundkäses bietet Treibstoff satt. Doch hier versagt die Crew erstmalig und schrottet die Station komplett, mit dem Nachteil, dass sie das einzige Besatzungsmitglied mit auf ihre gefährliche Mission nehmen müssen: einen stetig furzenden Franzosen. Nachdem sonst üblicherweise die Deutschen als Witzfigur oder Bösewicht herhalten mussten, ist dies mal eine überraschende Variante. Optisch ähnelt der Franzose allerdings dem Designer Luigi Colani, der auch so manches Mal nur heiße Luft fabriziert hat. Ein kleines Zwischenhighlight ist der Einsatz des Kampfroboters, der nach einer Modifikation als schwule Blechdose seinen Auftritt hat.

Digitale Aufarbeitung:
An dem Trickbild gibt es nichts zu bemängeln, auch wenn die Bit-Rate zwischen 3,5 und 7 munter hin und her pendelt. Es gibt keine Ausfälle in der Optik und es wirkt alles hübsch bunt, aber jederzeit harmonisch. Der deutsche dts-Track ist die eindeutige beste Wahl, da diese durchaus detailreich ist, die Dolby-Digital-5.1-Spur dafür jedwedes Surround-Feeling vermissen lässt.

Das Making Of ist absolut sehenswert und bietet eine Fülle an Informationen zu wirklich allen Phasen der Entstehung des Films. Hinzu kommen noch der Originaltrailer, sowie eine nette Bildergalerie. Das ist zwar nicht die Menge an Extras, aber das Making Of übertrifft mit seiner Qualität die Quantität.

Fazit:
„Disaster! – The Movie“ ist herrlich politisch unkorrekt, peinlich, arrogant, sexistisch und absolut unterhaltsam. Wer derben Humor nicht mag, sollte sich fern halten und gebührend Abstand nehmen, alle anderen werden mit Sicherheit ihren Spaß haben. Technisch gibt es nichts zu bemängeln.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,85:1
1,85:1
80:08 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Bildergalerie
  • Originaltrailer
Disaster! - The Movie - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Disaster! – The Movie
Disaster The Movie

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Der schrägste Knall im All


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005
Regie:
Roy Wood
Drehbuch:
Paul Benson, Matt Sullivan
Darsteller:
-

Label Deutschland :
e-m-s
Verleihstart Deutschland :
03.12.2007
Verkaufsstart Deutschland :
14.02.2008

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verleihstart Schweiz :
03.12.2007
Verkaufsstart Schweiz :
14.02.2008