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DVD-Besprechung - Saat des Todes

Story:
Paris in heutiger Zeit. Mysteriöse Symbole, die eilig auf Eingangstüren von Wohnungen geschrieben wurden, erscheinen nach und nach in der ganzen Stadt. Das Gerücht um den Ausbruch einer Seuche verbreitet sich in der Hauptstadt wie ein Lauffeuer. Bald darauf wird die erste Leiche gefunden, bei der alle Merkmale auf die schreckliche Plage hindeuten. Kommissar Adamsberg, ein ungewöhnlicher Polizist, der seiner Intuition folgt und kurz zuvor zum Leiter der Kriminalabteilung ernannt wurde, wird auf den Fall angesetzt.

Meinung zum Film:
"Saat des Todes" ist die Verfilmung des 2001 erschienenen Romans "Fliehe weit und schnell" (deutsche Ausgabe im Aufbau-Verlag) der erfolgreichen französischen Krimi-Autorin Fred Vargas. Erstmals schafft es ihr Held, Kommissar Adamsberg, auf die Kinoleinwand, wobei hier der dritte von bisher insgesamt sechs in Buchform vorliegenden Fällen adaptiert wurde. Die Hauptrolle übernahm José Garcia, der bald als Sacapus neben Gérard Depardieu und Clovis Cornillac im Film "Asterix bei den Olympischen Spielen" zu sehen sein wird. Zudem wirkt der am 29. Juli 2007 verstorbene Michel Serrault, der in Deutschland vor allem durch die "Ein Käfig voller Narren"-Reihe bekannt wurde, in seiner letzten Spielfilm-Rolle mit.

Auffallend ist auch bei "Saat des Todes" wieder einmal die hervorragend gelungene Optik, die man so oft in französischen Produktionen vorfindet. Paris wird in tollen, stimmungsvollen Bildern gezeigt, die die Atmosphäre des Films bestens unterstützen. Leider kann der Inhalt da nicht so ganz mithalten. Zwar bietet die Story einige interessante und spannende Ansätze. Den Mystery-Thriller, als der "Saat des Todes" beworben wird, sollte man jedoch nicht erwarten. Vielmehr handelt es sich um einen eher durchschnittlichen Krimi, der über einige gute Szenen verfügt, im Endeffekt aber nichts wirklich Weltbewegendes zu bieten hat. Die Geschichte um die Rückkehr der Pest stellt sich als relativ harmlos heraus, wodurch der Grundpfeiler der Spannung letztlich verloren geht.

Zudem wirken einige Dialoge etwas zu aufgesetzt und leider wird auch das typische Krimiklischee bedient, bei dem der Täter am Ende natürlich noch ausführlichst sein Motiv erläutert, das den Beamten (und dem Zuschauer) sonst auf ewig ein Rätsel geblieben wäre. Fehl am Platz wirkt darüber hinaus die Nebenstory um Adamsbergs frühere Freundin. Immer nur ab und zu am Rand angedeutet, hat sie keine wirklichen inhaltlichen Auswirkungen auf den Film und irritiert eher, als dass sie die Handlung voran bringt. Dennoch kann man sich "Saat des Todes" durchaus ansehen. Wenn man nicht von einem Thriller ausgeht, ist der Film ganz ordentliche Krimi-Kost und bei Weitem noch deutlich besser gelungen als so mancher deutsche Genrevertreter. 

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD liefert eine solide Leistung. Die düsteren, eher kalt gehaltenen Farben geben die Atmosphäre des Films gut wieder. Insgesamt wirkt der Transfer klar und sauber, allerdings ist ein geringfügiges Hintergrundrauschen wahrzunehmen, das jedoch nicht weiter störend auffällt. Der Ton kommt zweckmäßig daher, die Musik wird angemessen über alle Lautsprecher verteilt. Großartige Effekte sucht man allerdings vergebens, da der Film ziemlich dialoglastig ist und wenig Action bietet. Der Center hätte etwas lauter abgemischt werden dürfen, die Dialoge sind aber trotzdem noch gut zu verstehen.

In Hinsicht auf das Bonusmaterial sieht es eher mager aus. Neben den Trailern gibt es vier entfallene Szenen (wahlweise mit Regiekommentar) und rund vier Minuten Outtakes. Als einziges längeres Extra ist eine knapp 20-minütige Featurette mit dem Titel "Die Anatomie der Pest" enthalten, bei der Experten einer Klinik auf die realitätsgetreue Darstellung im Film eingehen sowie einige Infos zur Pest an sich liefern.

Fazit:
"Saat des Todes" ist kein filmischer Meilenstein und auch nicht der fesselnde Thriller, als der er beworben wird. Trotzdem bietet der Film ordentliche Krimi-Unterhaltung für zwischendurch. Technisch kann die DVD überzeugen, das Bonusmaterial hätte aber noch etwas umfangreicher ausfallen dürfen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
110:35 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Französisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Featurette: "Die Autopsie der Pest"
  • Outtakes
  • entfallene Szenen
  • Trailer
Saat des Todes - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Saat des Todes
Pars vite et reviens tard

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Durchschnittliche Krimi-Unterhaltung für zwischendurch


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2007
Regie:
Régis Wargnier
Drehbuch:
Ariane Fert, Harriet Marin, Julien Rappeneau, Lawrence Shore, Régis Wargnier
Darsteller:
José Garcia, Lucas Belvaux, Marie Gillain, Olivier Gourmet, Nicolas Cazalé, Linh Dan Pham, Michel Serrault, Nadine Alari

Label Deutschland :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
06.12.2007

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart Schweiz :
06.12.2007