Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Allein gegen die Mafia - Staffel 5
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Allein gegen die Mafia - Staffel 5

Story:
Nach den schicksalhaften Ereignissen der letzten Zeit entschließt sich Richterin Silvia Conti (Patricia Millardet) auch ohne Commissario Cattani den Kampf gegen das organisierte Verbrechen in Italien weiterzuführen. Ihr oberstes Ziel ist dabei die Inhaftierung des nach außen ehrwürdigen Geschätsmannes Antonio Espinosas (Bruno Cremer), der für die Ermordung zahlreicher Personen verantwortlich ist. Unerwartete Hilfe in ihrem Kampf erhält sie durch Davide Licata (Vittorio Mezzogiorno), der vor einigen Jahren von Italien in die USA übersiedelte, da er in seiner Heimat wegen der Mafia um sein Leben fürchten musste. Nun ist er aber wieder zurück und bereit, sich dem Kampf zu stellen. Aber auch Tano Cariddi (Remo Girone) mischt weiterhin mit im Spiel der Macht und gewinnt zusehends größeren Einfluss.

Meinung zum Film:
Nach dem Paukenschlag am Ende der 4. Staffel von „Allein gegen die Mafia“ hatten viele befürchtet, dass die Serie mit dem Ausscheiden von Michele Placido in der Rolle des Commissario Cattani ebenfalls ihr Ende finden würde. Doch die Produzenten waren noch lange nicht dazu bereit, die erfolgreiche Serie um den Kampf gegen das Organisierte Verbrechen in Italien in Rente zu schicken. Mit Vittorio Mezzogiorno (“Ich und der Duce”) in der Rolle des zurück gekehrten Davide Licata wird eine neue Figur in die Serie eingeführt, die den Platz von Cattini nahtlos ausfüllen kann und noch entschlossener und humorloser bei seinen Ermittlungen vorgeht. Seit sein altes Team von der Mafia förmlich abgeschlachtet wurde und er daraufhin zum Schutz seiner Familie in die USA flüchtete, ist der Wunsch nach Rache in ihm immer weiter gewachsen. Nun kehrt er nach Sizilien zurück, um den Kampf aufzunehmen und den Tod seiner Kameraden zu rächen. Um an die Hintermänner zu kommen, schleicht er sich dafür immer tiefer in den engeren Kreis der einflussreichen Linori-Familie ein.

Nach den jüngsten Ereignissen ist die junge Richterin Silvia Conti (Patricia Millardet) noch entschlossener, im Kampf gegen Espinosa vorzugehen, der immer mehr zur Verkörperung des Bösen für sie wird. Mit ihrem Ausflug nach New York, wo sie eine Spur verfolgt, die indirekt dann auch zu Licata führt, den sie dann auch lange Zeit für einen Auftragskiller der Mafia hält, geht die Serie auch zum ersten Mal aus Italien raus und nutzt die Skyline von Manhatten mit Zwillingstürmen und Freiheitsstatue als Kulisse. Als alter Bekannter dabei ist wieder Remo Girone („Corleone“) in der Rolle des Tano Cariddi. Sein Gefängnisaufenthalt ist wie nicht anders zu erwarten nur von relativ kurzer Dauer, bis er von den Linoris befreit wird. Als Gegenleistung für den Ausbruch hilft Tano den Linoris dann dabei, einen Feind der Familie aus den Weg zu räumen, was wiederum zu Problemen mit Espinosa führt. Es wird recht schnell klar, dass auch die Intrigen innerhalb der Mafia nicht weniger geworden sind und diese in der Regel für den ein oder anderen tödlich enden.

Das ganze Szenario entwickelt sich immer weiter dahin, dass auf der Seite der „Guten“ mit Conti und Licati zwei Gerechtigkeitskämpfer stehen, die beiden auch persönliche Gründe für ihren Hass auf die Gejagten haben. Auf der Seite der „Bösen“ spielen sich Tano und natürlich auch Espinosa immer mehr in den Fokus. Tano ist der eiskalte Mann an der Front, der eiskalt und ohne Skrupel die ausführende Hand ist, während Espinosa seine Macht in Politik und Gesellschaft ausnutzt, um im Hintergrund gekonnt die Fäden zu ziehen. Vor allem Tano entwickelt sich immer mehr zum düsteren Charaktere der Serie, was vor allem auch an der sehr guten Leistung von Darsteller Remo Girone liegt. Sehr zur Stimmung der Serie trägt wieder einmal der gewohnt gute Soundtrack vom italienischen Komponisten-Aushängeschilde Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“) bei, der neben den Kulissen Siziliens wieder einmal für die passende Atmosphäre sorgt.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kann nicht komplett überzeugen. Vor allem teils recht deutliches Rauschen und Überblendungen an den Konturen werden für kritische Augen ein Problem darstellen. Generell ist es aber für eine italienische TV-Serie annehmbar gut und vergleichbar mit dem der vorhergehenden Staffel. Der deutsche Ton in Dolby-Digital-2.0-Mono ist stets gut zu verstehen und kommt ohne Probleme daher. O-Ton-Freunde werden den italienischen Ton vermissen.

Als Extra gibt es lediglich eine Fotogalerie.

Fazit:
Die 5. Staffel von „Allein gegen die Mafia“ bietet auch nach dem Ausstieg von Michele Placido die gewohnt spannende Mafia-Jagd, die in den großen Tragödien zwar eine Nummer zurück schaltet, dabei aber kaum an Spannung und Dramatik einbüßt. Vor allem der neue Maifa-Jäger Davide Licata versteht es, neue Akzente zu setzen. Anhänger der ersten Staffeln können auch hier bedenkenlos zugreifen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
491:14 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Fotogalerie
Allein gegen die Mafia - Staffel 5 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Allein gegen die Mafia - 5. Staffel
La piovra 5 - Il cuore del problema

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Neues Jagdteam mit alten Problemen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Frankreich / Italien / Österreich , 1990
Regie:
Luigi Perelli
Drehbuch:
Francesco Marcucci, Sandro Petraglia, Stefano Rulli
Darsteller:
Vittorio Mezzogiorno, Patricia Millardet, Claudine Auger, Remo Girone, Luigi Pistilli, Delia Boccardo, Gottfried John, Vanni Corbellini, Alberto Gimignani, Ana Torrent, Agnese Nano

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
14.12.2007