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DVD-Besprechung - Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Story:
Jan (Benno Fürmann), der Frauenschwarm trifft auf Katrin (Jessica Schwarz), die Powerfrau. Beide würden ein echt tolles Paar abgeben, wenn da nicht ständig gewisse Urinstinkte wären, die es Männern und Frauen schwer machen, miteinander auszukommen.
Meinung zum Film:
In einem netten Plauderton stellt eine Stimme aus dem Off die Hauptakteure von "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" vor. Ganz im Zentrum steht da Jan (Benno Fürmann, "Anatomie") und ihm zur Seite wird die überaus hübsche Katrin (Jessica Schwarz, "Kammerflimmern") gestellt. Und mit heiterer Unbeschwertheit wird dem Zuschauer klargemacht, dass die beiden jetzt für den Rest des Films als Versuchskaninchen herhalten müssen. Zwischen ihnen könnte sich eine ganz normale Liebesgeschichte entwickeln und es könnte eine nette Liebeskomödie werden - wäre da nicht diese körperlose Stimme. Ständig werden die Beiden in mehr oder minder absurde und meist peinliche Situationen befördert. Und wenn sie sich gerade mal gefangen haben, taucht wieder der körperlose Sprecher (Regisseur Leander Haußmann) auf und schickt sie und ihre ganze Umwelt mit einem leicht amüsierten Unterton in die nächste Katastrophe. Aber alles nur zu Lehrzwecken - versteht sich.
Das gleichnamige Buch von Allan und Barbara Pease ist ein weit bekannter internationaler Bestseller. Darin werden die typischen Klischeedifferenzen zwischen Mann und Frau beispielhaft unter die Lupe genommen und meist auf urzeitliche Überlebensinstinkte zurückgeführt. Der Film geht die Sache ähnlich an, nutzt feste Charaktere und lässt sie ein fast normales Leben führen. Er setzt sie aber zur besseren Illustration auch mal kurzerhand in ein steinzeitliches Setting, in dem sie sich dann ihrem Instinktverhalten hingeben und doch nicht so sehr von ihren heutigen Pendants unterscheiden. Von dem heiter-sadistisch plaudendernden Erzähler wird man auch gern mal in die bildliche Phantasie der Charaktere oder besser noch in 'Was-wäre-wenn?'-Situationen geführt. Diese Szenen zusammen mit teilweise sehr passenden Übergängen machen einen Großteil des Charmes des Films aus und sorgen auch dafür, dass er nicht langweilig wird.
Als 'Lehrfilm' kann man 'Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken' wahrscheinlich nur mit viel Schmunzeln bezeichnen. Zu sehr erinnnert er dabei an die 'Aufklärungsfilme' der 70er Jahre. Eine Komödie mit viel Witz und Innovation ist er aber allemal. Die hervorragenden Darsteller der weiteren Hauptrollen wie Uwe Ochsenknecht ("Männer"), Matthias Maschke ("Vollidiot") und Annika Kuhl ("Herr Lehmann") tragen nicht unwesentlich dazu bei. Leider dürfte aber mittlerweile so ziemlich jedem Zuschauer hinreichend bekannt sein, dass es nun mal gewisse Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Die Rückführung auf Urinstinkte ist in den letzten Jahren auch mehr oder weniger glaubhaft in vielen Medien praktiziert worden. Irgendwo muss die Erklärerei auch mal eine Grenze haben und der Film nähert sich dieser Grenze doch bedrohlich. Was man Regisseur Leander Haußmann ("Sonnenallee") aber rettend zugute halten kann, ist dass weder er noch der Film das Thema sonderlich ernst nehmen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild befindet auf einem guten Durchschnittswert aktueller Produktionen. Der deutsche Ton ist sowohl in Dolby Digital 5.1 als auch in dts gut zu verstehen, gelegentlich wird dabei auch Gebrauch von den Surroundmöglichkeiten des Systems gemacht.
Begleitend zum Film gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur Leander Haußmann und Darsteller Benno Fürmann, bei dem die beiden einen lockeren Plausch halten und keinen Zweifel daran lassen, dass der Dreh für alle Beteiligten sicherlich eine lustige Angelegenheit war. Im Extrasmenü gibt es gleich zu Beginn eine Reihe kurzer Statements der Künstler vor und hinter der Kamera zu hören, in denen diese über ihre Rolle im Film, bzw. bei der Produktion erzählen. Es folgt noch ein rund 20-minütiges Making Of, bei dem einige Szenen aus dem Film zu sehen sind und auch Statements aus den Interviews Wiederverwendung finden. Die Outtakes stellen sich da schon bedeutend unterhaltsamer heraus und dürften für viele das Highlight bei den Extras sein. Des Weiteren finden sich im Bonusmaterial noch 2 Musikclips, einer mit Annet Louisan, einer mit James Last, sowie ein paar Tafeln mit Storyboardzeichnungen und knappen Darstellerinfos. Witzig gemacht und mehr als einen flüchtigen Blick wert sind auch die Menüs, in denen die Darsteller eigene Interpretationen von Tanzdarbietungen zum Besten geben. Den Vogel schießt hier der Soester Musiker Sascha ab, der im Extras-Menü dafür sorgt, dass man gar nicht weiter klicken möchten. (MT)
Fazit:
"Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" ist eine solide Beziehungskomödie, in der tatsächlich die im Titel aufgeworfenen
Fragen geklärt werden. Und um es direkt über die Urinstinkte zu
formulieren: Männer - schaut Euch die hinreißende Jessica Schwarz an und
Frauen - so schnell rennt Benno Fürmann nicht wieder nackt über den
Ku'damm.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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98:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Leander Haußmann und Darsteller Benno Fürmann
- Interviews
- Making Of
- Musikclip mit Annett Louisan
- Musikclip mit James Last
- Storybaord
- Outtakes
- Darstellerinfos
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Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Sind wir nicht alle ein bisschen Neanderthaler?
Autor der Besprechung:
Falk Ebert
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2007 Regie: Leander Haußmann Drehbuch: Rochus Hahn, Alexander Stever (basierend auf dem gleichnamigen Roman von Allan und Barbara Pease) Darsteller: Benno Fürmann, Jessica Schwarz, Matthias Matschke, Annika Kuhl, Uwe Ochsenknecht, Nadja Becker, Sasha Schmitz, Tom Schilling, Lars Rudolph, Katja Flint, Thomas Kretschmann, Peter Lohmeyer, Lilo Wanders
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 05.06.2008
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