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Blu-ray-Besprechung - Blood & Chocolate
Story:
Vivian (Agnes Bruckner) erlebte als Kind ein Trauma, denn ihre Eltern wurden von mehreren Männer mit Jagdflinten erschossen. Sie taten, was sie tun mussten, da Vivians Familie aus Werwölfen besteht, auch sie. Jahre später lernt sie den Zeichner Aidan (Hugh Dancy) kennen und ist von seiner Arbeit, aber auch von ihm fasziniert. Da kommt es recht ungelegen, dass Rudelführer Gabriel (Olivier Martinez) sich nach sieben Jahren eine neue Frau zulegen möchte und seine Wahl ausgerechnet auf Vivian gefallen ist. Die junge Werwölfin ist hingerissen zwischen dem charismatischen Anführer des Rudels und dem begabten Menschen.
Meinung zum Film:
Wenn Männer einen Horrorfilm machen, dann sehen sie zu, dass möglichst viel Blut und Grusel vorhanden sind. Der Zuschauer soll sich wünschen, dass er sich in seinem Sessel verstecken könnte. Frauen als Spielleiterin drehen einen Horrorstreifen mit einer Liebesgeschichte und wenig Blut, was die Klamotten versauen könnte. Ein Klischee, möchte man meinen und eine bösartige Unterstellung darüber hinaus. Dumm nur, dass Regisseurin Katja von Garnier („Bandits“) mit „Blood & Chocolate“ genau solche Vorbehalte bestärkt. Neben einer drögen Story, in der sich die Werwölfe unter den Menschen verstecken und möglichst nicht auffallen wollen, langweilt von Garnier mit einer Liebesgeschichte, in der sich eine Werwolfdame mitten in der emotionalen Selbstfindung befindet. Ein Ansatz, den das Publikum sehr ähnlich bereits aus „Underworld“ kennt.
Wer bei der Verwandlung der Werwölfe nun darauf spekuliert, dass moderne Morphingeffekte aus dem Computer oder geniale Maskenbildner die Metamorphose zeigen, der sieht sich massiv enttäuscht. Eine Lichtkugel und schwupps, schon ist der Wolf fertig. Aber es sind auch keine klauenbewährte Monstren von hünenhafter Statur und einem riesigen todbringenden Gebiss, nein, es sind ganz normale Wölfe, wie man sie in den Zoos oder Tierdokus sehen kann. Kein Grusel, kein Thrill, wenig Spannung, das ist es, was den Zuschauer erwartet. Etwas über 94 Minuten lang langweilen die Darsteller auf dem Screen, allerdings erreicht in Minute 44 die Lovestory einen ersten kleinen Höhepunkt, wenn sich nach einem mäßigen Dialog Vivian und Aidan zum ersten Mal küssen. Musikalisch wird das dann prompt mit einem mauen, von Gitarren untermalten, Damengesang belohnt. Der Gruselfreund wird spätestens hier sein persönliches Waterloo erleben und die Stop-Taste flugs drücken.
Frau von Garnier gönnt den Werwölfen bei deren Verwandlung die Kleidung, die sie am Leib tragen, doch nach ihrer Rückverwandlung tragen diese rein gar nichts mehr und man fragt sich, wo denn die Klamotten geblieben sind. Es nützt zudem leider auch nichts, dass sie die Handlung nach Rumänien verlegt hat, um so in den Kulissen von Bukarest ein gewisses Flair aufkommen zu lassen. Die Locations sind durchaus gut gewählt und passen recht gut ins Bild, leider geht es dem Rest nicht so und somit ist dies vergebene Liebesmüh. Konnte Hugh Dancy noch in „King Arthur“ den wackeren Ritter Galahad spielen und munter das Schwert schwingen, so geht sein Talent in dieser spannungsarmen Inszenierung unter. Katja Riemann („Der bewegte Mann“) ist als Alt-Wölfin völlig verkehrt besetzt und auch sie bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Hauptdarstellerin Agnes Bruckner sieht zwar hübsch aus und vermag auch ausdrucksstark zu agieren, doch auch sie kann hier nichts mehr retten.
Digitale Aufarbeitung:
Waren Bild und Ton der DVD schon beeindruckend gut, so setzt sich dieser Eindruck bei dieser Blu-ray fort. Das Bild bietet alles, was das Medium hergibt. Satte Farben und eine sehr gute Schärfe in Nah und fern. Der sehr gute Kontrast sorgt dafür, dass in den vielen dunklen Szenen alles schön erkennbar bleibt. Der Ton ist sehr detailreich und hat auch im Surroundbereich einiges zu bieten.
Im Gegensatz zur DVD wurde auf die Produktionsnotizen und den Teaser verzichtet und so gibt es bei den Extras den deutschen und den englischen Trailer. Es folgen gut 13 Minuten an geschnittenem Filmmaterial, sowie eine schöne Fotogalerie. Das Kernstück der Extras ist der Audiokommentar von Regisseurin Katja von Garnier und Schauspieler Olivier Martinez. Dieser ist zwar auf englisch, doch die deutschen Untertitel wurden freundlicherweise nicht vergessen.
Fazit:
Grusel- und Horrorfreunde sollten von „Blood & Chocolate“ Abstand nehmen, denn der Film beinhaltet gerade mal eine mäßige Liebesgeschichte, aber nicht was gruselt, erschreckt oder sonst wie Gänsehaut über den Körper treibt. Die technische Präsentation der Blu-ray ist hingegen erstklassig und zeigt, welche schönen Bilder und Klänge dieses Medium bieten kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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98:17 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar
- Deleted Scenes
- Fotogalerie
- Trailer
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Blood & Chocolate
Blood & Chocolate
Langweiliger Werwolfableger
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Katja von Garnier Drehbuch: Kruger, Christopher B. Landon (basierend auf dem Buch von Annette Curtis Klaus) Darsteller: Agnes Bruckner, Hugh Dancy, Olivier Martinez, Katja Riemann, Bryan Dick
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 01.07.2010
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 01.07.2010
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