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Kino-Besprechung - Der Goldene Kompass

Story:
Das zwölfjährige Waisenmädchen Lyra lebt im Oxford einer Parallelwelt zu unserer.
Als ihr bester Freund, der Küchenjunge Roger, entführt wird, begibt sie sich auf die Suche, um ihn zu retten. Ihr Weg führt sie tief in die Arktis und sie ahnt noch nicht, welch weitreichende Konsequenzen ihre Reise haben wird.

Meinung zum Film:
'Der Goldene Kompass' ist bereits der zweite Film dieses Herbstes, in dem Nicole Kidman ('Invasion', 'The Hours') und Daniel Craig ('Invasion', Casiono Royale') zusammen vor der Kamera stehen. Und obwohl beide hervorragend spielen, sind sie doch nur kleine Rädchen in dem Uhrwerk, das diesen Film so wunderbar funktionieren lässt. Zuallererst ist da die komplett Kino-unerfahrene Dakota Blue Richards, die mit traumwandlerischer Sicherheit die Hauptfigur Lyra spielt. Neben ihr stehen weitere Größen wie Eva Green ('Casino Royale', 'Königreich der Himmel') und Sam Elliot ('Ghost Rider', 'Alibi'). Der zuletzt aus einer weiteren New Line Cinema Produktion bekannte Christopher Lee ('Der Herr der Ringe', 'Star Wars') hat einen kurzen Auftritt und Ian McKellen ('Der Herr der Ringe','X-Men') leiht einem Eisbären seine Stimme.

Genauso überzeugend wie die Charaktere ist aber die Welt, in der sie agieren. Das in einem Steampunk-inspirierten Brytannien gelegene Parallel-Oxford ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Das beginnt bei kleinen technischen Gerätschaften wie dem goldenen Kompass oder Alethiometer und ist bei gigantischen Luftschiffen noch lange nicht zuende. Bevölkert wird diese Welt neben Menschen auch noch von anderen Wesen: sogenannten Dæmonen, kleinen Tieren, welche die Manifestation der Seele ihrer Träger sind, fliegenden Hexen und gigantischen Panzerbären, um nur einige zu nennen. Sämtliche tierischen Darsteller entstammen zwar dem Computer, wirken aber auf eine so überzeugende Art und Weise echt, dass die Grenzen zwischen CGI und Realfilm verschwinden.

Die Romanvorlage zu 'Der Goldene Kompass' lieferte Philip Pullman mit dem ersten Band der 'His Dark Materials'-Trilogie. Diese wird gern mit dem 'Narnia'-Zyklus von C.S. Lewis verglichen. Beides sind Geschichten über und für Kinder in Welten voller sprechender Tiere und Hexen und beide beginnen mit einem kleinen Mädchen in einem Wandschrank. Pullmans Geschichte wird dabei aber stets als düsterer, weniger belehrend und wilder hingestellt. Regisseur Chris Weitz ('About a Boy') gelingt es nahezu perfekt die Stimmung der Vorlage wiederzugeben. Die filmliche Umsetzung der 'Chroniken von Narnia' stieß auf geteilte Meinungen und nur mäßigen Beifall. Mit 'Der Goldene Kompass' kommt jetzt ein Film, in dem eine großartige Story brilliant umgesetzt wurde und der eigenständig genug ist, um dem Vergleich mit anderen großen Fantasy-Produktionen standzuhalten.  



Fazit:
Rasantes und intelligentes Fantasy-Spektakel nach dem Klassiker von Philip Pullman. Und obwohl keine Filmadaption dem Original wirklich gerecht werden könnte, bekommen hier nicht nur Fans der Bücher einen Film geboten, der Lust auf die Fortsetzung macht.



Der Goldene Kompass - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Der Goldene Kompass
The Golden Compass

Dieser Film wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet


Bild unseres Mitarbeiters Falk Ebert
Vielversprechender Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie


Autor der Besprechung:
Falk Ebert

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, GB, 2007
Regie:
Chris Weitz
Drehbuch:
Chris Weitz nach einem Roman von Philip Pullman
Darsteller:
Dakota Blue Richards, Nicole Kidman, Daniel Craig, Sam Elliot, Eva Green, Ian McKellen, Derek Jacobi

Verleiher:
Warner Bros.
Kinostart Deutschland :
06.12.2007