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DVD-Besprechung - Rose

Story:
Rose (Corinna Harfouch) ist alleinstehende Mutter und lebt zusammen mit ihren 3 Söhnen Bernd (Torben Liebrecht), Axel (Volker Bruch) und Konstantin (Jacob Matschenz) ein durchschnittliches Leben. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit dem Schreiben von Arztromanen und auch Bernd sorgt mit seinem Job in einem Kopiershop für eine Ausbesserung der Haushaltskasse. Männer spielen in Roses Leben nur noch eine untergeordnete Rolle, weswegen Beziehungen auch nie lange halten. Als sie nach 12 Jahren Jürgen (Jürgen Tonkel), den Vater ihrer Kinder auf der Straße sieht, ist dies der Beginn weiterer Ereignisse, die sie vor einige Proben stellen werden.

Meinung zum Film:
Manch einer mag sich schon einmal gefragt haben, was eigentlich aus den Menschen einmal wird, die in ihren jungen Leben ein eher lockeres Dasein bevorzugen, weiche Drogen konsumieren und sich nicht darum kümmern, was morgen passiert. Mit „Rose“ geben Regisseur Alain Gsponer („Das wahre Leben“) und Drehbuchautor Alex Buresch („Das wahre Leben“) einen Antwort darauf. Ihr Film wurde mit dem deutschen Fernsehpreis für den besten TV-Filme/beste TV-Miniserie ausgezeichnet. Mit ein Garant für das Gelingen des Films ist ohne jeden Zweifel Hauptdarstellerin Corinna Harfouch („Silberhochzeit“), die der Titelperson ein sympathisches Antlitz verleiht, die es dabei aber nicht nur versteht, als strahlende Heldin zu wirken, sondern auch starke Selbstzweifel zeigt und nicht unbedingt jeder Situation gleich Herr ist.

Ein Großteil der Probleme von Rose ergibt sich aus ihrer familiären Situation. Ihr ältester Sohn Bernd muss als Vaterersatz einspringen, was dieser aber nur bedingt gut findet und zudem trägt dieser noch ein Geheimnis mit sich herum, das auch ihr Leben betrifft. Der mittlere Sohn Axel ist vom plötzlichen Auftauchen seines Vaters so freudig überrascht, dass er ihn gerne mehr in seinem Leben einbinden möchte. Dies ist jedoch etwas, dem Rose mehr als skeptisch gegenüber steht, da sie Jürgen gar nicht mehr sehen möchte. Der größte Problemfall ist aber sicherlich Nesthäkchen Konstantin, der nur Stan genannt wird. Er schwänzt gerne mal die Schule, zieht sich regelmäßig eine Tüte Hasch durch und gerät in der Nachbarschaft sogar in Verdacht zu dealen. Über weite Strecken weiß Rose sich nicht mehr zu helfen und lässt Stan gewähren. Was soll sie auch sagen, es ist ihrem Filius ja bestens bekannt, dass auch Mama früher eine Tüte nicht verschmähte und zudem hat Rose auch Angst davor, als überautoritär oder spießig zu gelten.

Der Beginn des Filmes ist ein wenig stockend geraten. Dies ist vor allem darin zu begründet, dass die einzelnen Charaktere Zeit erhalten, um sich zu entfalten. Was zu Beginn vielleicht ein wenig langatmig erscheint, zahlt sich im späteren Verlauf aber immer mehr aus, da die Motivationen einzelner Personen sehr schlüssig erscheinen und nie der Verdacht aufkommt, dass die Handlung einer Person nicht nachvollziehbar ist. Sieht man einmal vom Handlungsstrang um Roses beste Freundin Petra (Anna Schudt / „TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine“) ab, werden sämtliche Konflikte auch relativ rund und befriedigend abgeschlossen. Dieses zwar an manchen Stellen ein klein wenig kitschig, doch nicht so sehr, dass es stören würde. Vor allem da der Film bis zum Finale so gut wie ohne jeden Kitsch auskommt, kann der Umstand verziehen werden. „Rose“ kann problemlos als ein unterhaltsamer Film mit ernsten Tönen bezeichnet werden, der zwar einige heitere Momente bereit hält, im Kern aber eine sehenswerte Auseinandersetzung mit den Problemen einer alleinstehenden Frau und ihren 3 Söhne darstellt.

Digitale Aufarbeitung:
Beim Bild ist teilweise recht deutliches Rauschen zu erkennen. Ansonsten gibt es aber keine nennenswerten Störungen. Der Ton in Dolby Digital 2.0 ist zweckmäßig und sehr gut zu verstehen.

Mit einer Fotoglarie und zwei Biografien fällt das Bonusmaterial auf der DVD recht spärlich aus. Zusätzlich gibt es noch das Presseheft zum Film im pdf-Format im DVD-ROM-Teil der DVD zu finden.

Fazit:
„Rose“ ist ein sehr unterhaltsamer, grundlegend ernster Film über die Sorgen und Problemen einer alleinerziehende Mutter und ihrer 3 (fast) erwachsenen Söhne. Nach einem gemächlichen Start nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf und sorgt für beste ernste Unterhaltung. Wer diese Art Unterhaltung mag, sollte an der DVD nicht vorbei gehen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,78:1
1,78:1
93:18 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Fotogalerie
  • Biografien
  • Presseheft als pdf-Datei
Rose - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Rose
Rose

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Die 3 Söhne der Rose und ihre weiteren Probleme


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2007
Regie:
Alain Gsponer
Drehbuch:
Alex Buresch
Darsteller:
Corinna Harfouch, Torben Liebrecht, Volker Bruch, Jacob Matschenz, Jürgen Tonkel, Anna Schudt, Harald Schrott

Label Deutschland :
Arthaus
Verkaufsstart Deutschland :
14.12.2007