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DVD-Besprechung - The Flock - Dunkle Triebe
Story:
Erroll Babbage (Richard Gere) arbeitet im Amt für öffentliche Sicherheit und kümmert sich um Menschen, die mit Sexualdelikten auffällig geworden sind. In 3 Wochen soll er pensioniert werden und zu einer seiner letzten Aufgaben zählt es, Allison Laurie (Claire Danes) als seine Nachfolgerin einzuarbeiten. Babbage ist bekannt für seine rauen Methoden gegenüber seinen Klienten und auch die junge Allison hat große Probleme mit seinem schroffen Auftreten. Als ein 17-jähriges Mädchen verschwindet, überschreitet Babbage wieder einmal seine Kompetenzen und macht sich gemeinsam mit seiner neuen Kollegin auf die Suche nach der Vermissten.
Meinung zum Film:
„The Flock – Dunkle Triebe“ ist unter der Regie von Wai-keung Lau entstanden. Zusammen mit Siu Fai Mak drehte Lau, der in der westlichen Welt unter dem Namen Andrew Lau in Erscheinung tritt, die äußerst erfolgreiche „Infernal Affairs“-Trilogie, die als US-Remake unter dem Namen „Departed – Unter Feinden“ auch bei uns erfolgreich lief. „The Flock“ ist Laus erste große US-Produktion, die aber nur zum Teil seinen Handschrift erkennen lässt. Das Bild wird regiert von stark überblendenden Weißtönen und einer kraftlosen Farbgebung, die von erdenen Tönen dominiert wird. Optisch erinnert das ganze ein wenig an „Sieben“ von David Fincher, ohne dabei jedoch an dessen Klasse heranreichen zu können. Vor allem der immer wieder eingesetzte Stakkato-Schnitt und eigenwillige Schnittfolgen bei Aufnahmen von Auto- und Zugfahrten sollten sicherlich künstlerisch wertvoll erscheinen, sorgen aber recht schnell nur noch für Ermüdungserscheinungen beim Zuschauer. Den dreckigen Look der Bilder ereilt das gleiche Schicksal und kann mit laufender Spielzeit immer weniger für die passende Atmosphäre sorgen.
Die Geschichte erinnert ein wenig an „8MM“, in dem Nicholas Cage auf der Suche nach den Produzenten von Snuff-Filmen war. Erroll Babbage taucht bei seiner Arbeit in ein ähnliches Milieu ein und konfrontiert dabei auch den Zuschauer mit der dunklen Seite von menschlichen Gelüsten und Gewaltphantasien. Richard Gere zeigt eine gute Leistung in der Darstellung des sichtlich von seinen Erlebnissen gezeichneten Charakters, scheitert aber immer wieder an dessen klischeebehafteter Eindimensionalität. Erschwerend kommt hinzu, dass Gere zwar von seiner deutschen Stamm-Synchronstimme Hubertus Bengsch gesprochen wird, diese sich aber verfremdet wie bei einem unsauberen PAL-Speedup anhört, wodurch eine deutliche Irritation beim Zuschauer entsteht. Claire Danes („Familie Stone - Verloben verboten“) spielt ihren Part ebenfalls gut, allerdings ist ihre Rolle so ausgelegt, dass sie kaum über den Status der stillen Beobachterin, bzw. als Babbages Anhängsel hinaus kommt.
Ein Problem der Geschichte ist es, dass sich zu sehr auf die psychischen Probleme von Erroll Babbage konzentriert wird, er aber trotzdem kaum einen greifbaren Hintergrund erhält. Es ist im Grunde von der ersten Szene an klar, dass der Beamte an den Erlebnissen in seinem Job zugrunde ging und kurze Zeit später wird dann auch erwähnt, was ihn endgültig zerbrach. Das war es dann aber auch bereits. In seinem Klientel sucht man natürlich dann nach dem Täter, wobei man am Ende feststellen muss, dass jeder in irgendeiner, wenn auch nur minimalen Weise mit der Entführung in Verbindung gebracht werden kann. Eine zufriedenstellende Auflösung sieht eindeutig anders aus, zudem die Hintergründe der Tat doch recht unglaubwürdig wirken. Doch bereits schon während der Ermittlungen kann der Film nur zeitweise für Spannung sorgen. Viel zu oft verstrickt sich „The Flock“ bei dem Versuch, das Drama- und das Thriller-Genre zu verschmelzen. Am Ende ist dabei nur ein grober Mischklumpen entstanden, der keines der beiden Fanlager ausreichend bedient. So bleibt es bei einem Film, den man sich ansehen kann, den man aber garantiert nicht gesehen haben muss.
Digitale Aufarbeitung:
Durch die zahlreichen Verfremdungen ist es schwer, das Bild zu bewerten. Ohne den künstlerischen Aspekt einzubeziehen würde es eher schlecht abschneiden. Unter der Berücksichtigung aber durchaus ordentlich. Der deutsche Ton ist stets gut zu verstehen und bietet auch fast durchweg eine angenehme räumliche Atmosphäre, die sich aber eher selten in den Vordergrund drängt.
Die Extras fallen recht spärlich aus. Es gibt lediglich Interviews mit den beiden Hauptdarstellern, die zusammen rund 15 Minuten dauern, der Blick hinter die Kulissen ist in seiner unkommentierten Art kaum von Interesse. Es folgen noch eine Fotogalerie und Texttafeln mit Hintergrundinfos zu den Hauptdarstellern und Produktionsnotizen. Abschließend gibt es noch den Trailer zum Film.
Fazit:
„The Flock – Dunkle Triebe“ ist eine nicht sonderlich harmonisch wirkende Vermischung aus Drama- und Thriller-Elementen, welche sich letzten Endes gegenseitig neutralisieren. Es kommt zwar kaum Langweile während der Laufzeit auf, ein sonderlich großer Unterhaltungswert wird allerdings auch nicht geboten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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101:07 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Interviews
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Behind the Scenes
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Fotogalerie
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Starinfos
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Produktionsnotizen
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Trailer
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The Flock - Dunkle Triebe
The Flock
Eine Story, die kaum überzeugen kann und eine Vielzahl an Klischees aufbietet
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Andrew Lau Drehbuch: Hans Bauer, Craig Mitchell Darsteller: Richard Gere, Claire Danes, Ed Ackerman, Dwayne L. Barnes, Russell Sams, Matt Sanford, Matt Schulze, Carmen Serano, Cristina Sisco, KaDee Strickland, Avril Lavigne
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 22.02.2008
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