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DVD-Besprechung - Snapdragon
Story:
Eine junge Frau wird verletzt an der Küste gefunden und sie hat ihr Gedächtnis verloren. Es ist unklar, ob sie freiwillig gesprungen ist, oder ob da jemand nachgeholfen hat. Die blonde Schönheit (Pamela Anderson) fasziniert den Polizei-Psychologen Dr. Hookstratten (Steven Bauer), denn sie scheint der Schlüssel zu einer Mordserie zu sein, in der dem männlichen Sexualpartner während des Geschlechtsaktes die Halsschlagader mit einer Rasierklinge durchtrennt wird. Seine Freundin Sergeant Peckham (Chelsea Field) ermittelt in dem Fall und schnell wird ihr klar, dass Hookstratten mehr zu wissen scheint, als er ihr gegenüber vorgibt. Entgegen besseren Wissens, lässt er sich auf die labile Persönlichkeit ein und ahnt nicht, dass dies sehr gefährlich für ihn werden könnte.
Meinung zum Film:
Sex und Kriminalität ist nicht erst seit „Basic Instinct“ eine interessante Kombination für den Zuschauer und birgt eine Fülle an Varianten an. Ähnlich wie bei dem weltbekannten Thriller gerät auch in „Snapdragon“ der männliche Hauptdarsteller in eine etwas verquere Situation, denn er widmet sich intensiv der weiblichen Verdächtigen, auch wenn er sich trotz deutlicher Indizien von ihr fern halten sollte. Soweit die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Filmen, denn mehr Parallelen gibt es nicht. „Snapdragon“ aus dem Jahre 1993 haftet ein wenig seine Herkunft als B-Movie an und der Erotik-Thriller wirkt ein wenig altbacken. Daran ändert auch die Präsenz von Pamela Anderson („Barb Wire“) nichts und auch ihr blanker Busen ändert leider nichts an einigen gepflegten Längen in der Handlung.
Der Spannungsbogen wird nur langsam nach oben ausgebaut und die eher lustlosen Leistungen der Mimen lassen nur einen schwachen Thrill aufkommen. Für Fans von Pamela Anderson ist der Film natürlich ein Muss, doch erwarten sollte man nicht zu viel. Sie hat zwar viel zu bieten, doch nichts, was auf Niveau schließen lässt und Stichworte und Nacktszenen sind kein Gütesiegel. Sie allein zu schelten wäre unfair, denn der Rest der Truppe verweigert sich weitgehend dem Berufsstand des Schauspielers. Offensichtlich eine Aufgabe der Mimen angesichts eines Drehbuchs, das ihnen kaum Chancen lässt, um noch eine Wende in der Qualität des Plots hinzubekommen. Die Idee von jungen Mädchen, die zu eine Art Geisha ausgebildet werden ist ja nicht uninteressant, doch wenn die Handlung nur Fragen aufwirft und die Antworten weitgehend verschleiert bzw. komplett auslässt, dann bleibt der Zuschauer genervt vor dem Bildschirm zurück.
Eines jedoch darf man „Snapdragon“ attestieren, denn bis zum Schluss führt der Film den Zuschauer an der Nase herum und wie in so manchem schlechten Krimi wird ein Charakter aus dem Hut gezaubert, auf den es bis dato keine Hinweise gab. Logisch ist die Auflösung daher nicht unbedingt und der laue Thriller endet nach langen 95 Minuten. Drei Jahre nach dem Dreh kam Frau Anderson als „Barb Wire“ ins Kino und wurde komplett zerrissen, dabei war diese Hauptrolle mit ihr deutlich besser besetzt, als ihr Part als potentielle Psychokillerin in „Snapdragon“. Wie zufällig startet die DVD übrigens mit dem deutsch untertitelten Originaltrailer von „Basic Instinct“.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild weist eine gewisse Blässe auf, wodurch die Farben ein wenig leiden. Die milchige Optik lässt sich zwar ertragen, doch es wundert schon, dass hier keine bessere Qualität erzielt wurde, zumal die Umrisse und Konturen recht scharf wirken. Der Ton ist akzeptabel, auch wenn er nicht auf ein Raumklangformat aufgepuscht wurde.
As Extra gibt es eine mit Musik unterlegte Fotogalerie, sowie den Originaltrailer.
Fazit:
„Snapdragon“ ist ein mäßiger Erotikthriller, der keine echte Spannung bietet und mit einem sehr konstruierten Ende aufwartet. Die technische Umsetzung bietet ein etwas blasses Bild und letztlich ist die DVD wohl eher eine Empfehlung für Fans der ehemaligen Baywatch-Badenixe.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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94:35 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Snapdragon - Blutige Begierde
Snapdragon
Sie war jung und brauchte das Geld
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1993 Regie: Worth Keeter Drehbuch: Gene Church Darsteller: Pamela Anderson, Steven Bauer, Chelsea Field, Matt McCoy, Larry Manetti
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 04.01.2008
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