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DVD-Besprechung - A very married Christmas

Story:
Frank (Joe Mantegna) und Ellen Griffin (Jean Smart) haben sich über die Jahre auseinander gelebt und wollen sich trennen, was ihrer kleinen Tochter Zoe (Jordy Benattar) natürlich überhaupt nicht gefällt. Während Ellen schon länger ein Verhältnis mit Peter (Richard Peters) hat, lernt Frank bei einem Training für Weihnachtsmänner, die ebenfalls von ihrem Mann getrennt lebende Donna (Kari Matchett) kennen, zu der er eine engere Beziehung aufbauen möchte. Doch es gelingt ihm nicht, die vergangenen Jahren zu vergessen. Egal was er auch macht, er muss immer wieder an seine Familie denken.

Meinung zum Film:
Die große Warnung gleich vorweg – wer sich vom weihnachtlich geprägten Cover und dem Titel in die Irre führen ließ und nun einen festlichen Film mit reichlich Weihnachtsatmosphäre erwartet, sollte besser kurz inne halten und die DVD wieder in das Regal zurück stellen. Denn einmal abgesehen von den letzten rund 15 Minuten hat der Film nur am Rande mit der besinnlichen Zeit des Jahres zu tun und entpuppt sich schon recht bald als ernstes Familiendrama, das wesentlich näher an „Kramer gegen Kramer“ angesiedelt werden kann denn an „Santa Clause“. Als Drama ist der Film allerdings höchst durchschnittlich und würde er nicht das Thema Weihnachten immer wieder in die Handlung einbringen, er würde in der Masse anderer Produktionen sicherlich unbemerkt verschwinden.

Bei den Darstellern sind durchaus bekannte Gesichter zu erkennen. Joe Mantegna („Der Pate 3“) spielt den betrogenen Mann, der mit einer Mischung aus falschem Stolz und Midlife Crisis die fragwürdigen Entscheidungen über sein weiteres Leben trifft. Seine Noch-Ehefrau wird von Jean Smart gespielt, die Serienfreunden sicherlich als Präsidentengattin in der TV-Serie „24“ ein Begriff sein wird. Ihre Affäre mit einem Automechaniker, die sie voller Schuldgefühle beichtet, ist hier der Auslöser für eine Lebenskrise bei Frank, die mit ihrem Umzug in eine eigene Wohnung einen vorzeitigen Höhepunkt findet. Kari Matchett („24“) weckt das Interesse von Frank und erscheint zu Beginn eine willkommene Abwechslung in Form eines Abenteuers zu werden. Doch die Jahre der Ehe haben ihre Schatten über Franks gesamtes Handeln gelegt, was sich in jeder Situation bemerkbar macht. Der bekannteste Name in der Besetzungsliste dürfte sicherlich Charles Durning („Das Grauen kommt um Zehn“) sein, der in seiner Rolle als Weihnachtsmannausbilder allerdings nur eine höchst überschaubare Bildschirmzeit bekam.

Während die Darsteller durchweg annehmbar Leistungen bieten, hat das Drehbuch doch offensichtliche Schwächen in der Dramaturgie. Die Aktionen der Protagonisten wirken oftmals viel zu überhastet und sind nicht immer ganz nachvollziehbar. Das Geständnis von Ellen und ihr Auszug aus dem gemeinsamen Haus und die folgende Entwicklung ihrer Beziehung zu Peter werden innerhalb der Adventszeit vollzogen, was durchweg schnell abgespult erscheint. Das Verhalten von Frank gegenüber seiner Noch-Frau ist ebenfalls alles andere nach nachvollziehbar. Die Chemie zwischen Joe Mantegna und Kari Matchett sorgt auch nicht gerade für einen Funkenflug, vor allem der deutliche Altersunterschied weiß jeden Funken Romantik zwischen den Beiden schon im Keim zu ersticken. In der Geschichte wechseln sich immer wieder ernste Momente mit kleinen Lachern und albernem Kitsch ab, was nicht sonderlich harmonisch in seiner Gesamtmischung wirkt. Erst in den letzten 15 Minuten, wo der Weihnachtsaspekt voll zum Tragen kommt, versteht es der Film zumindest ein wenig , sein Publikum ein klein wenig zu versöhnen. Was bis zu diesem Zeitpunkt geboten wird, ist allerdings nicht mehr als höchst durchschnittliche Dramakost, die zudem nur wenig durchdacht erscheint.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und weiß ohne nennenswerte Höhen oder Tiefe zu glänzen. Der deutsche Ton in Dolby Digital Surround ist klar zu verstehen, auf raumfüllenden Klang muss allerdings verzichtet werden.

Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.

Fazit:
„A very married Christmas“ kann nur sehr bedingt bis fast gar nicht als Weihnachtsfilm durchgehen. Wer sich von dem Film vorweihnachtliche Stimmung verspricht wird eindeutig enttäuscht werden. Aber auch als ernstes Drama, als welches der Film am ehesten eingeordnet werden kann, kann er nur bedingt unterhalten.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
1,78:1
1,78:1
84:33 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Surround
Dolby Surround
Englisch
Dolby Surround
Dolby Surround
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bonusmaterial:
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A very married Christmas - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
A very married Christmas
A very married Christmas

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Weihnachtsstimmung kommt hier genauso wenig auf wie gute Unterhaltung


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004
Regie:
Tom McLoughlin
Drehbuch:
Joyce Eliason (basierend auf einem Roman von Elizabeth Berg)
Darsteller:
Joe Mantegna, Jean Smart, Kari Matchett, Jordy Benattar, Charles Durning, Richard Peters, Andrew Chalmers, Rosemary Dunsmore

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
06.12.2007