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Blu-ray-Besprechung - Simon Says
Story:
Eine Gruppe Jugendlicher befindet sich auf einer Ferienreise mit dem Auto und legt in einem abgelegenen Waldstück einen Zwischenstop ein, um dort zu übernachten. Doch sie sind hier nicht alleine. Der wahnsinnige Simon (Crispin Glover) zieht durch die Wälder und macht dabei Gebrauch von seinem Lieblingsspielzeug – einer Spitzhacke.
Meinung zum Film:
„Simon Says“-Regisseur und -Drehbuchautor William Dear gehörte in den 80er-Jahren durchaus zu den bekannteren Regisseuren für den Heimkinobereich. Erst konnte er mit dem Zeitreiseabenteuer „Timerider - Die Abenteuer des Lyle Swann“ eine kleine Fangemeinde finden und legte nach einer kreativen Pause mit „Bigfoot und die Hendersons“ und „Teen Agent – Der Spion, der aus der Highschool kam“ zwei auch in Deutschland auf Video recht ordentlich laufende Titel nach. Anschließend wurde es aber reichlich ruhig um ihn. Seine Baseballkomödie „Angels - Engel gibt es wirklich“ fand kaum noch Zuspruch. Mit „Simon Says“ kehrt er nun mit einer für ihn eher ungewohnten Art Film zurück in die heimischen Wohnzimmer. Waren es meist eher Abenteuerfilme oder Komödien, mit denen er aufwartete, bietet er nun einen mit zahlreichen blutigen Effekten versehenen Horrorfilm, der allerdings auch einigen Klamauk zu bieten hat.
Als Hauptdarsteller für die Rolle des irren Schlächters konnte Crispin Glover gewonnen werden, der schon in „3 Engel für Charlie“ als Dünner Mann eine recht durchgeknallte Persönlichkeit darstellte. Ob sich Glover jedoch mit der Entscheidung der Teilnahme an „Simon Says“ einen Gefallen getan hat, sei einmal dahin gestellt. Mit seinem Auftritt in „Fantastic Movie“ dürfte er sich schon einiges von seinem zumindest ordentlichen Namen in Hollywood kaputt gemacht haben. Die Darstellung von Simon, respektive dessen Zwillingsbruder Stanley, dürfte ebenfalls nicht dazu beitragen, in Zukunft bessere Rollenangebote bekommen. Nach dieser mimisch, selbst für die Rolle vollkommenen überzogenen Darbietung wird es so manch einem schwer fallen, ihn in Zukunft noch richtig ernstnehmen zu können. Einen guten Job gemacht zu haben darf aber durchaus dem Regisseur bescheinigt werden, dessen Arbeit mit der Kamera deutlich über dem gewohnten Durchschnitt von Independent-Horrorfilmen liegt. Auch die Effekte sehen ordentlich bis gut aus, lediglich computergenerierte Feuereffekte können einfach nur als peinlich bezeichnet werden, treten allerdings nur in einer Szene auf.
Die Geschichte selbst ist auch nicht gerade dazu angetan, um für Begeisterungsstürme beim Zuschauer zu sorgen. Logiklöcher, die so groß sind wie der Grand Canyon, kaum auch nur ansatzweise Spannung und die ewig gleiche Ansammlung von Horrorklischees wirken schon sehr schnell ermüdend. Wo der Film punkten kann ist dann bei seinen Effekten, die stellenweise richtig blutig ausfallen und auch ungekürzt durch die FSK-Kontrolle gekommen sein dürften. Allerdings fallen die Gore-Einlagen nicht immer unbedingt ernst aus, sondern eher derb überzogen. Die favorisierte Mordwaffe von Simon ist eindeutig die Spitzhacke, doch wird diese oftmals in großer Stückzahl in verschiedenen Variationen von Maschinen eingesetzt. Und dies ist dann auch der Punkt, wo der Film sicherlich sein Publikum finden wird. Die blutigen Splattereffekte sollten in ihrer überdrehten Weise am besten in einer heiteren Runde mit Gleichgesinnten, in Verbindung mit gut gekühltem Bier genossen werden. Was als ernster Horror keine Wirkung erzielen kann, sorgt als Fun-Splatter beim lockeren Herrenabend durchaus für beste Unterhaltung und garantiert einige düstere Lacher. Ernst nehmen kann man den Inhalt aber beim besten Willen nicht und zum Aufbau von knisternder Spannung ist er ebenfalls nicht geeignet.
Digitale Aufarbeitung:
Das in 1080i vorliegende Bild bietet klare Vorteile gegenüber der DVD-Veröffentlichung. Vor allem hinsichtlich des Detailgrads bietet es teilweise sehr gute Werte. Der deutsche Ton liegt zwar in DTS-HD Master Audio 5.1 vor, kommt aber ebenfalls wie die auf DVD genutzte Dolby-Digital 5.1-Spur lediglich aus der Front. Sie ist aber durchweg gut zu verstehen.
Als einziges Extra gibt es eine Fotogalerie.
Fazit:
„Simon Says“ kann als ernster Horrorfilm überhaupt nicht überzeugen. Wer allerdings einen blutigen Splatterfilm mit neuen Ideen für den geselligen Herrenabend sucht, kann den durchgeknallten Killer mit den Spitzhacken durchaus in Erwägung ziehen. Der Einsatz seiner Werkzeuge ist zwar reichlich überdreht, aber auch kreativ und bietet Abwechslung zum gewohnten Einerlei.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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83:35 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Surround | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch Dolby Surround |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Simon Says
Simon Says
Die Spitzhacke im Wald ersetzt zwar den Sensenmann, aber kaum eine Story
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: William Dear Drehbuch: William Dear Darsteller: Crispin Glover, Margo Harshman, Greg Cipes, Carrie Finklea, Kelly Vitz, Artie Baxter, Lori Lively, Bruce Glover
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 10.01.2008
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