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DVD-Besprechung - Reno 911: Miami
Story:
Lt. Dangle (Thomas Lennon) und seine Polizeitruppe aus Reno glauben am Ziel ihrer Träume zu sein, denn es soll zu einem Kongress nach Miami gehen. In der hitzigen Metropole angekommen müssen die sieben Cops erfahren, dass sie auf keiner offiziellen Einladungsliste stehen, sehr zu ihrem Glück, denn die anderen Kollegen werden Opfer eines Biowaffenanschlags und stehen unter Quarantäne. Die Truppe aus Reno wird kurzerhand mit der öffentlichen Sicherheit und Ordnung von Miami betraut. Fatal. Grausig. Schlimm. Die Bewohner trauen ihren Augen kaum, wer da mit welchen Methoden versucht, sie zu schützen. Schnell stellt sich die Frage nach dem Schlimmeren Übel: die Gastpolizisten oder die Kriminalität.
Meinung zum Film:
„Reno 911 – The Movie“ basiert auf der Comedy-Sendereihe „Reno 911!“ die vom Sender „Comedy Central“ ausgestrahlt wird. Das komplett übertrieben dargestellte Reno-Sheriffs-Department erlebt einen angeblich typischen Polizei-Alltag und dieser wird natürlich hoffnungslos überzogen dargestellt. Beginnend bei den Polizisten, die allesamt selbst eigentlich in den Knast oder die Irrenanstalt gehören, nur nicht in den Polizeidienst, zieht jede der Folgen ein einsames Chaos hinter sich her. Neben den Cops, die eindeutig zu mentalen Wackelkandidaten gehören, gesellen sich dann auch immer wieder die dollsten Aufträge. Diese sind entweder anfänglich reine Routine und werden von der Inkompetenz der Beteiligten ruiniert, oder aber sie sind in sich schon kurios und geraten bis in eine gewisse Unermesslichkeit an den Rand des Chaos gebracht, meist auch über den Rand.
Nun ist der Spielfilm zur Serie da, was heute nicht mehr sonderlich ungewöhnlich ist, denn seit dem Kinogang von „Jackass“ ist klar, dass selbst die fragwürdigsten Sendeformate ihr Publikum haben. „Reno 911“ ist in einer Art von Dokumentation angelegt, fast so ähnlich wie die deutschen Zuschauer die Polizisten „Toto und Harry“ im Fernsehen erleben. Mit anderen Worten, pseudospannendes Realitäts-TV, in diesem Fall aber komplett konstruiert und künstlich. Nun, die Situationen sind aber auch zu peinlich und teilweise herrlich politisch unkorrekt. Es fängt an bei der improvisierten Unterkunft beim Polizeikongress in Miami, bei der sich die Mehrheit der Spinner in Uniform in dem Hotel beim Masturbieren erwischen lässt und der Kollege der von einer Selbstbefriedigungsszene in die nächste stolpert, kann einem wirklich leid tun. Ein gestrandeter Pottwal wird mal eben zum Platzen gebracht und mitten im Spring Break legen Lieutenant Jim Dangle und Deputy Jones einen Strip vor Fernsehkameras hin. Jim Dangle ist dann auch ganz weit vorn, als sich seine Uhr und ein Schamhaar von Deputy Trudi Wiegel schmerzlich verbinden, wie auch immer es dazu kommen konnte.
Die Gags sind kurz und knackig. Es gibt zwar einen gewissen inhaltlichen Rahmen, doch die schrägen und derben Späße sind stets schnell vorüber. Da fällt es dann auch kaum auf, wenn mal ein Witz nicht richtig zündet oder auch mal nicht den breiten Geschmack trifft. Sofort geht die Konzentration auf die nächste Szene über und am Ende kann sich jeder gewiss sein, nicht jeden Ulk voll erfasst zu haben. Es ist einer von den Filmen, die mehrfach gesehen werden müssen, damit alle Einzelheiten erlebt werden können. Bei einer Laufzeit von rund 77 Minuten ist „Reno 911“ dann auch schnell am Ende seiner Spieldauer angekommen. Humor mit Niveau und geschliffenem Wortwitz dürfen anspruchsvolle Zuschauer nicht erwarten, vielmehr handelt es sich um eine Art von mutierter „Police Acadamy“ mit Sockenschuss.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild verfügt über gute und realistische Farben, die den dokumentarischen Ansatz unterstreichen. Es ist zudem klar und zeigt kein störendes Rauschen. Der Sound ist ganz in Ordnung, doch es darf bei so einer Art Film nicht zu viel vom Surroundbereich erwartet werden.
Die DVD bietet aber auch noch ein paar Extras wie z.B. den Audiokommentar von Regisseur Robert Ben Garant und den Autoren Thomas Lennon und Kerri Kenney-Silver. Und hier gibt es eine interessante Auswahlmöglichkeit, denn es existieren sowohl deutsche, als auch englische Untertitel zum Kommentar. Wahlweise geht es zudem ohne Untertitel. Inhaltlich blödeln die drei herum und schaffen es trotzdem interessante Geschichten zur Entstehung des Films zu erzählen. Es gibt noch ein alternatives Ende zu sehen, welches aber nicht so prickelnd ist. Ferner zählen zu den Extras zusätzliche bzw. erweiterte Szenen, die ganz nett sind, aber augenscheinlich zu Recht nicht im Hauptfilm verwendet wurden. Den Abschluss bilden dann ein rund zehn Minuten langes Making Of, sowie der Originaltrailer. Insgesamt bleibt hier ein guter Eindruck.
Fazit:
„Reno 911 – The Movie“ ist die unterhaltsame Umsetzung des schrägen Fernsehformats in die Welt des Kinos. Inkompetente Cops in den verrücktesten Situationen und jegliches Fehlen von politischer Korrektheit, werden sicherlich ihr Publikum finden. Die technische Umsetzung und die Extras sind vollkommen in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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77:28 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar
- Alternatives Ende
- Entfernte und erweiterte Szenen
- Making Of
- Originaltrailer
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Reno 911 – The Movie
Reno 911!: Miami
Polizeilicher Unfug in Hochpotenz
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Robert Ben Garant Drehbuch: Robert Ben Garant, Thomas Lennon, Kerri Kenney-Silver Darsteller: Thomas Lennon, Carlos Alazraqui, Mary Birdsong, Kerri Kenney, Wendi McLendon-Covey
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 17.12.2007
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