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DVD-Besprechung - The Slaughter
Story:
Eine Gruppe von jungen Frauen trifft sich nachts in einem Wald, um ein blutiges Opfer zu bringen. Es soll ein weiblicher Dämon beschworen werden und die Frauen schaffen das schier unmögliche. Jahre später wird in einem Haus in der Nähe ein Kind getötet und die Mutter stirbt bei einem grausigen Unfall. Wiederum Jahre später zieht eine Gruppe von Studenten in das Haus ein, ohne zu wissen, was an diesem Ort Düsteres vor sich ging. Schnell wird den jungen Leuten klar, dass etwas nicht stimmt, doch als sie erkennen was geschieht, ist es eigentlich schon längst zu spät.
Meinung zum Film:
Der Auftakt von „The Slaughter“ ist ein wenig verwirrend und erinnert in einer gewissen „Blair Witch“-Optik an so manches B-Movies, doch recht schnell kann man viel Liebe zu Details erkennen und das Bemühen um optisches Flair. Nach rund 3,5 Minuten endet die kurze Vorgeschichte, zu der sich jeder Zuschauer zunächst seine eigenen Gedanken machen muss. Die nächste Szene bedient dann wieder das übliche Horrorklischee, wenn eine Gruppe von jungen Leuten in das Haus Einzug hält, in dem vermutlich ein fieser Dämon haust. Der weitere Verlauf der Geschichte ist dann durchweg genretypisch und bietet nur wenig an Neuheiten.
Dennoch ist die Inszenierung sehenswert, denn der Horror findet nicht nur im Dunklen statt, sondern auch am Tag. Immer wieder taucht die mysteriöse Frau auf, deren Antlitz von menschlich zu dämonisch wechselt und sie geht sogar auf die Menschen im Hause los. Zunächst halten die sechs Leute sie für eine Frau, die ein Verbrechen erlebt hat, doch bei Recherchen findet einer von ihnen anhand eines uralten Buches heraus, was in dem abgelegenen Haus geschehen sein mag. Die Dialoge werden durchaus ernst vorgetragen, doch wer auf den Inhalt achtet bzw. die Situationen in Relation setzt, kann den Humor erkennen und dass das alles nicht so ernsthaft gemeint ist, wie es herüber kommt. In der zweiten Filmhälfte wird der Humor offenkundiger und es gibt fast schon kultige Dialoge. Wer sich im Genre des Horrorfilms und der Splatterstreifen auskennt, der wird so manche Szene wieder erkennen. Doch die Szenen wirken nicht wie ein billiges Plagiat, sondern vielmehr wie eine Verbeugung vor den Original-Sequenzen.
Die computeranimierten Effekte sind nicht ganz so ausgereift, wie man es heute gewohnt ist, doch in der Gesamtbetrachtung gehen sie in Ordnung. Die Splattereffekte sind gut, auch wenn es ein bis zwei Szenen gibt, in denen sie zu lang geraten sind und ihre Künstlichkeit zu sehr heraussticht. Die Kameraarbeit ist gut und es werden verschiedene Stilrichtungen verwendet. Wackelige Handkameraaufnahmen, bedrohliche Zooms und sauberer Kamerafahrten wechseln sich ab und bieten stets neue Perspektiven. Die nicht erteilte Jugendfreigabe geht in Ordnung, angesichts einiger deftiger Effekte, die vornehmlich in der zweiten Filmhälfte stattfinden.
Digitale Aufarbeitung:
Die Farben sind eine Spur zu farblos ausgefallen und der Kontrast ist leider sehr mäßig. Hinzu kommt noch ein sehr deutliches Bildrauschen, so dass der Gesamteindruck ein wenig enttäuschend ausfällt. Der Ton hingegen ist in Ordnung und zusammen mit der mehr als ordentlichen Synchronisation kann hier ein positives Fazit gezogen werden.
Als Extra findet man den englischen nun den deutschen Trailer, doch die im Covertext aufgeführte Fotogalerie ist schlichtweg nicht vorhanden.
Fazit:
„The Slaughter“ ist ein vergnüglicher Horrorstreifen, in dem man so manch bekannten Film des Genres wieder findet. Die Effekte sind ordentlich und die Qualität des gesamten Films bewegt sich an der Spitze der B-Movies. Ein kleiner Wermutstropfen ist die etwas maue Bildqualität, von der sich der Zuschauer aber nicht abschrecken lassen sollte.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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91:24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Slaughter
The Slaughter
Unterhaltsamer Splatter mit Humor
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Jay Lee Drehbuch: Jay Lee Darsteller: Jessica Custodio, Zak Kilberg, Terry Erioski, Laura Bach, Travis Wood
Label :
Atomik Films
Verkaufsstart : 24.01.2008
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