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Kino-Besprechung - Verwünscht
Story:
Giselle (Amy Adams) ist die typische Zeichentrick-Märchenprinzessin. Edward (James Marsden) ist der dazu passende Zeichentrick-Märchenprinz. Beide würden das perfekte Märchen-Traumpaar abgeben, wäre da nicht die böse Prinzenmutter (Susan Sarandon), die mit Blick auf die zu erwartende Hochzeit ihres Sohnes um ihren Thron bangt. Diese klärt die Situation kurzerhand indem sie Giselle in einen verwünschten Brunnen wirft. An dessen Ende kommt Giselle in New York heraus. Gezeichnete Umrisse sind verschwunden. Alles ist plötzlich so ... real. Sehr untypisch!
Meinung zum Film:
"Verwünscht" beginnt in dem beschaulichen animierten Königreich Andalasien und in knapp 10 Minuten wird ein Großteil der Handlungstragenden vorgestellt: Giselle (Amy Adams / "Der Krieg des Charlie Wilson"), das hübsche Mädchen aus dem Wald, das in Cinderella-Manier sich seinen Hausputz von Kleintieren erledigen lässt. Dazu kommt ihr Retter aus einer Alltagssituation mit Trollbeteiligung - Prince Edward (James Marsden / "X-Men"), der pathetische naive Tenor. Beide wollen ab sofort nur noch heiraten und bis an ihr Lebensende schnulzige Lieder singen. Doch dann wird Giselle in den Realfilm geworfen und stellt in Manhattan fest, dass die reale Welt ganz anders ist und Reifröcke sich nicht zum U-Bahnfahren eignen. Am Schlimmsten aber ist, dass es hier Scheidungsanwälte gibt, allen voran Robert (Patrick Dempsey / "Grey's Anatomy").
Es gibt eine ganze Reihe von wirklich schönen Disney-Märchenfilmen. Das fängt bei dem Klassiker 'Schneewittchen' an und endet vorläufig bei 'Die Schöne und das Biest'. 'Verwünscht' kann sich nicht daran anschließen. Die animierten Charaktere zeichnen sich weder durch große Originalität aus, noch sind sie besonders liebevoll dargestellt. Mit Blick auf das Kinoplakat wird aber klar: Die ganzen sprechenden Tiere und das zwanghafte Singen kann noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Kaum in Manhattan angekommen, sorgen die kulturellen Unterschiede zwischen New York und Andalasien für wenig Erheiterung - sowohl bei Giselle als auch beim Zuschauer. Doch diese setzt sich in den Kopf, ihre wahre Liebe wiederzugewinnen - koste es was es wolle. Sie schreckt dabei nicht vor erneuter Tiermanipulation zurück und bringt in einer der besten Szenen des Films selbst unschuldige Passanten dazu, eine großartig choreographierte Tanz- und Gesangseinlage zu inszenieren. Diese Tanzeinlage hält durchaus einem Vergleich mit dem Geschirr-Balett aus 'Die Schöne und das Biest' stand und ist für einen Realfilm durchaus sehenswert.
Leider erschöpft sich daran aber auch schon das Lob. Der Rest des Films plänkelt vorhersehbar vor sich hin und wird gelegentlich durch etwas Slapstick von Edwards Diener Nathaniel (Timothy Spall / "Harry Potter und der Gefangene von Askaban") und Giselles Lieblings-CGI-Backenhörnchen Pip am Leben gehalten. Der Showdown mit der bösen Schwiegermutter (Susan Sarandon / "Im Tal von Elah") bedient sich thematisch weiterhin bei klassischen Märchenfilmen ohne mit deren Charme wirklich mithalten zu können. Zugegeben, der Film ist durchaus unterhaltsam. Er erscheint letztendlich als eine Ansammlung von Anspielungen, die teilweise sogar die Märchenfilm-Vorbilder parodieren. Leider wirkt selbst das, genauso wie der große Rest des Film, sehr halbherzig. Schade.
Fazit:
"Verwünscht" ist eine große Mischung aus Zeichentrick- und Realfilm mit viel Gesang und animierten Felltieren - leider aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Für einen Fernseh-Nachmittag im Winter ist er sicherlich geeignet, aber ein Kinobesuch muss deswegen nicht sein.
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Verwünscht
Enchanted
Disney-Märchenfilm der langweiligeren Art
Autor der Besprechung:
Falk Ebert
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Kevin Lima Drehbuch: Bill Kelly Darsteller: Amy Adams, James Marsden, Idina Menzel, Susan Sarandon, Patrick Dempsey, Timothy Spall
Verleiher:
Buena Vista Home Entertainment
Verkaufsstart : 08.05.2008 Kinostart : 20.12.2007
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