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DVD-Besprechung - Kunpan - Der Geisterkrieger
Story:
Vor langer Zeit herrschte in Ayutthaya ein ungnädiger König Pra Panwasa (Theeyarut Pratvabamrung), der mit dem Leben seiner Untergebenen spielte, selbst, wenn sie ihm Siege in Schlachten und Kriegen brachten. Einen seiner besten Kriegsherren lässt er köpfen, weil dieser mit seinen Soldaten eine Herde Büffel zu nah an das königliche Zelt getrieben hat. Sein kleiner Sohn Kun Pan (Watchara Tangkaprasert) muss alles mit ansehen und fliehen, da des Königs Zorn die komplette Familie treffen soll. Seine Mutter bringt den Jungen zu Mönchen, bei denen er verschiedene Mantren erlernt und er am Ende seiner Ausbildung nahezu unverwundbar gegen Waffen ist. Kun Pan heiratet seine Jugendliebe Pim (Bongkoj Khongmalai), doch Pra Panwasa schickt ihn in den Krieg und somit in ein ungewisses Schicksal. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich Kun Pans Welt völlig.
Meinung zum Film:
„Kun Pan“ könnte ein erstklassiges Heldenepos sein, wenn der Film nicht so sehr zerrissen wäre. Er basiert auf einer bekannten thailändischen Geschichte, die sicherlich in Thailand bis ins Detail bekannt ist, doch in der filmischen Umsetzung werden viele Szenen kurz angerissen und schon befindet man sich in der nächsten. Was die einzelnen Sequenzen bedeuten, bleibt für den unkundigen Westeuropäer reine Spekulation, darüber hinaus leidet das Erzähltempo, denn es wirkt, als hätte es Schluckauf. Knapp 90 Minuten sind für dieses Story deutlich zu wenig, das Doppelte am Zeit wäre sicherlich angebrachter und es hätte ein prächtiges Epos gegeben. Schade eigentlich, denn die Geschichte an sich ist sehr variabel und reich an Wendungen.
Allein die Hauptfigur des Kun Pan ist schon sehr wendig, was dazu führt, dass der Zuschauer eine echte Achterbahn der Zuneigung fährt. Als junger Mönch wünscht man ihm Vergeltung für den Tod seines Vaters, dann bangt man mit ihm, dass er seine Jugendliebe Pim heiratet und dann wird er ein arroganter Kerl mit dem Hang zum Ehebruch. Doch damit nicht genug, denn einer weiteren Frau schneidet er das gemeinsame Kind aus dem Leib, damit sich eine düstere Prophezeiung erfüllt und ein Geisterbaby an seiner Seite kämpft. Apropos Geisterbaby, dieses, fliegend im Kampfeinsatz, wirkt wie Tinkerbell auf Speed. Dieses Szenen erinnern zudem noch an „Die Ritter der Kokosnuss“, als die tapferer Ritter der Tafelrunde sich mit dem Killerkaninchen herumschlagen. Eine sehr unfreiwillige Komik trübt diese Szenen.
Einem einzigen Genre lässt sich der Film nicht zuordnen, denn er hat Elemente eines Dramas, die einer Liebesgeschichte, eines Martial-Arts-Films und noch weitere. Ein gutes Curry besteht zwar aus bis zu 20 Gewürzen, doch in diesem Film verderben die vielen Elemente ein wenig den Brei, da nie so ganz deutlich wird, was den Zuschauer denn nun so richtig fesseln soll. Etwas weniger wäre sicherlich besser gewesen, zumal die vielen unerklärlichen Szenen zur Verwirrung beitragen. Unfertig, das dürfte das Dilemma dieser thailändischen Produktion wohl am ehesten umschreiben. Den Schauspielern können keine Vorwürfe gemacht werden, denn Mimik und Gestik stimmen und die deutsche Synchronisation passt gut und gekonnt zu ihnen.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist sehr schwankend. So gibt es Szenen, die entsprechen allen Anforderungen an eine heutige Güte und dann erscheinen wieder Dropouts, das Bild wird milchig und der Kontrast lässt nach. Diese doch recht deutlichen Unterschiede ziehen sich durch den ganzen Film. Der Ton hingegen ist in Ordnung und entspricht einem ordentlichen Durchschnitt.
Als Extra gibt es lediglich den Trailer in deutsch und thailändisch.
Fazit:
„Kun Pan“ ist leider ein gutes Beispiel für eine verpasste Chance auf ein echtes Highlight, da der Film inhaltlich davon ausgeht, dass dem Zuschauer jede Einzelheit der Geschichte bereits geläufig ist. Das Bild ist in Teilen schwach bis enttäuschend, der Ton hingegen ist deutlich besser.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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86:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Thailändisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer deutsch
- Trailer thailändisch
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Kun Pan – Der Geisterkrieger
Kun Pan
Kriegerepos mit verpasstem Potential
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2002 Regie: Tanit Jitnukul Drehbuch: Sarawut In-phrom, Kongkiat Khomsiri Darsteller: Watchara Tangkaprasert, Theeyarut Pratvabamrung, Bongkoj Khongmalai, Apichai Nipattahuttapong, Pimpan Chalaikupp
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 17.01.2008
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