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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Dead Girl

Story:
Als die schüchterne Arden die Leiche einer ermordeten jungen Frau findet, nimmt ihr ereignisarmes Leben eine jähe Wendung. Doch ihr Schicksal ist nicht das einzige, das mit dem Tod der schönen Krista verbunden ist. Während die angehende Gerichtsmedizinerin Leah auf dem Seziertisch ihre seit Jahren vermisste Schwester vermutet, entdeckt die Hausfrau Ruth eine Verbindung zwischen der Toten und ihrem eigenen Ehemann ...

Meinung zum Film:
In "Dead Girl" geht es um den Mord an der Prostituierten Krista (Brittany Murphy, "Sin City"), der in fünf Episoden aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet wird. "Der Fremde" beleuchtet das Leben von Arden (Toni Collette, "The Night Listener"), die die Tote in der Heide findet. "Die Schwester" handelt von der Gerichtsmedizin-Studentin Leah (Rose Byrne, "Troja"), die meint, in Krista ihre seit vielen Jahren verschwundene Schwester zu erkennen. "Die Ehefrau" zeigt zunächst die kriselnde Beziehung zwischen Ruth und Carl, bevor Ruth (Mery Beth Hurt, "Der Exorzismus von Emily Rose") eine Entdeckung macht, die sie ihren Mann in einem völlig neuen Licht sehen lässt. In "Die Mutter" kommt Kristas Mutter Melora (Marcia Gay Harden, "Mona Lisas Lächeln") nach Los Angeles, um ihre Tochter zu identifizieren und zu erfahren, wie sie lebte, nachdem sie einige Jahre zuvor von zuhause weggelaufen war. "Das tote Mädchen" zeigt schließlich die letzten Stunden von Krista sowie die verhängnisvolle Begegnung mit ihrem Mörder.

Während sich die Handlung des Films zunächst nach einem Thriller anhört, stellt man beim Ansehen schnell fest, dass es sich eigentlich eher um ein Psycho-Drama handelt. Der Mord dient lediglich als Aufhänger für die Darstellung unterschiedlichen Leidens von Frauen in der Gesellschaft. So wird Arden beispielsweise von ihrer gehässigen Mutter unterdrückt und von ihrer Umgebung erst wirklich wahrgenommen, als sie - die Leichenentdeckerin - durch die Medien einen ungewollten Bekanntheitsgrad erreicht. Leah leidert darunter, sich nicht von der Last der Ungewissheit über die verschollene Schwester befreien zu können. Ruth wird nicht nur von ihrem Mann nicht mehr beachtet, sondern muss auch noch eine furchtbare Erkenntnis über ihn gewinnen. Krista und ihre Mutter schließlich sind Opfer mangelnder Kommunikation und einer Blindheit gegenüber dem, was in den eigenen vier Wänden passiert.

Regisseurin und Autorin Karen Moncrieff ("Blue Car") hat "Dead Girl" auf Grundlage eines wahren Mordfalls angelegt, an dem sie als Geschworene teilnahm. Die Schauspieler wissen größtenteils zu gefallen, das Problem ist jedoch, dass die Figuren - wie bei jedem Episodenfilm - kaum Zeit haben, sich wirklich zu entwickeln. Man bekommt zwar einen Einblick in die Probleme der Einzelnen, doch die positiven Seiten vermisst man. Alles wird ausschließlich düster und negativ gezeigt, was dazu führt, dass man im Endeffekt keine Verbindung zu den Charakteren herstellen kann. Man würde von Kristas Tod viel stärker betroffen sein, wenn man auch das Gute in ihrem Leben kennen würde - das, was ihr die Lust zum Leben gegeben hat. Durch ihre Tochter wird das zwar angedeutet, kann aber leider nicht völlig überzeugen.  

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild von "Dead Girl" weist viele gewollte Stilmittel auf, unter anderem in Hinblick auf die Farbgebung, die teilweise sehr eigenwillig ist. Insgesamt hinterlässt der Transfer einen gelungenen Eindruck und zeichnet sich durch eine gute Schärfe sowie eine größtenteils unauffällige Filmkörnung aus. Der Ton liegt auf Deutsch sowie im englischen Original vor und ist genrebedingt frontlastig. Die Rears kommen nur für die Musikkulisse zum Einsatz.

Die Liste des Bonusmaterials sieht auf den ersten Blick umfangreich aus, was sich aber bei genauerer Betrachtung etwas relativiert. Das Interview mit der Regisseurin sowie ihre Aussagen über die Intention liegen lediglich als Texttafeln vor und das "Behind the Scenes" ist leider nur ein rund dreiminütiges B-Roll. Dafür ist jedoch der Audiokommentar recht interessant, was auch auf die 16 Minuten an Interviews mit den Darstellern zutrifft.

Fazit:
"Dead Girl" weiß durch überzeugende Darsteller zu gefallen, hat aber das Problem, dass die Darstellung zu einseitig düster-negativ erfolgt. Durch das Fehlen fast jeglicher positiver Seiten fällt es schwer, von der Story wirklich betroffen zu sein. Technisch ist die DVD gelungen, das Bonusmaterial hätte noch ein bisschen reichhaltiger sein dürfen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 0 - ohne Altersbeschrae~nkung
1,85:1
1,85:1
89:55 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Audiokommentar der Regisseurin
  • Teaser
  • Trailer
  • Behind the Scenes
  • Interviews
  • Fotogalerie
  • Karen Moncrieff über die Intention des Films
  • Interview mit Karen Moncrieff
Dead Girl - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dead Girl
The Dead Girl

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Darstellerisch gelungen, inhaltlich viel zu düster


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Karen Moncrieff
Drehbuch:
Karen Moncrieff
Darsteller:
Brittany Murphy, Toni Collette, Rose Byrne, James Franco, Mary Beth Hurt, Marcia Gay Harden, Kerry Washington, Giovanni Ribisi

Label Deutschland :
Arthaus
Verkaufsstart Deutschland :
07.03.2008