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DVD-Besprechung - Samuel Fuller's Shark

Story:
Der Amerikaner Caine (Burt Reynolds) versucht sich als Waffenschmuggler und scheitert bei der ersten Polizeikontrolle. So sitzt er am Roten Meer fest, jedoch auf der Suche nach einer Passage, die ihn aus dem Schlamassel führt. Der angeblich Forscher Mallare (Arthur Kennedy) besitzt ein Boot, mit dem er vorgibt, die Fischgründe vom sudanesischen Ort Suabar zu erforschen. Schnell wird klar, dass ein Goldschatz das Ziel seiner Begierden ist, doch dieser liegt in einem Wrack, welches an einer haiverseuchten Stelle liegt und Tauchen ist dort lebensgefährlich. Caine schafft es anzuheuern, doch ist sein Misstrauen gegenüber Mallare ebenso groß wie dessen Vorbehalte. Trotzdem versuchen sie gemeinsam das Gold zu bergen.

Meinung zum Film:
Ein Hauch von Abenteuer liegt über „Samuel Fullers Shark“, doch in der Gesamtbetrachtung ist der Film, zumindest aus heutiger Sicht, ein harmloser Langweiler. Zu sehr werden die klassischen Strukturen der Filme aus den 50er Jahren bedient, in denen sich ein smarter Glücksritter vom Schlag eines sympathischen Verlierers einem skrupellosen Typen gegenübersteht. Für das Jahr 1969 war dies sicherlich eine sichere Bank und die Zuschauer wurden mit Bekanntem bedient, doch in der Zwischenzeit hat sich auf dem Abenteuersektor zu vieles getan, um der altbackenen Story noch etwas abgewinnen zu können. Der Hai im Filmtitel ist allerdings ein wenig irreführend, da dies kein reiner Tierhorror ist, sondern die Knorpelfische lediglich eine Art bissiges Beiwerk sind.

Burt Reynolds („Auf dem Highway ist die Hölle los“) spielt den glücklosen Waffenschmuggler Caine, den er recht schnodderig anlegt und der Zuschauer benötigt geraume Zeit, um eine gewisse Sympathie aufzubauen. Trotz seiner miserablen Situation wirkt Caine eitel und hält die Nase etwas zu hoch in den Wind. Natürlich steht es so im Drehbuch, was aber nichts daran ändert, dass man es schon fast einer Art von Anti-Held zu tun hat. Reynolds versucht sein Bestes, doch dem eher trägen Spannungsaufbau hat er nichts entgegenzusetzen. Dieser Film ist zwar nicht der erste Film von Burt Reynolds, doch er gehört, wenn auch nicht zu den besten, aber zu den Ersten seiner Karriere. Ganz nett sind die Charaktere in den Nebenrollen, denn sie sind, passend überzogen, in Klischees gepresst worden, die das Geschehen ein wenig auflockern. Nach einer guten halben Stunde setzt beim Zuschauer allerdings die Frage ein, wie lange das Geschehen auf dem Bildschirm noch dauern wird.

Was nun folgt, ist eine Abfolge von gegenseitigen Versuchen einander auszustechen, egal ob im Kampf Mann gegen Mann, per Intrige oder durch Mordauftrag. In dieser Phase des Films kann der Zuschauer schon fast erahnen, welches Ende die Goldgier für die Handelnden bereithält. Mit Recht darf behauptet werden, dass der Schluss durchaus gelungen ist, zumal auch hier das Schicksal von links nach rechts wiegt. Die Dreharbeiten forderten, so schreiben es die Chronisten, ein Todesopfer, da eines der Stunt-Doubles von einem Hai tödlich verletzt wurde. Einige Zeitgenossen empfanden die Veröffentlichung des Films daher als unangemessen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild wurde schlecht transferiert und weist nicht einmal VHS-Niveau auf. Grob präsentieren sich ausgeblichene Farben und die Bildfehler geben sich die Klinke in die Hand. Da passt sich die Bildqualität dem schlappen Hauptfilm passend an. Vom Ton im Format Dolby Digital 1.0 sind auch keine Klanggewitter zu erwarten.

Die Extras bestehen lediglich aus Biografien auf Texttafeln von Regisseur Samuel Fuller und Hauptdarsteller Burt Reynolds, sowie einem Werberatschlag in der Form einer schaltbaren Galerie. Das ist nicht viel, aber nett gemacht.

Fazit:
„Samuel Fuller’s Shark“ kann heutigen Ansprüchen leider nicht mehr genügen. Dies gilt sowohl, für den Film als auch für seine technisch schwache Umsetzung. Es gibt ältere Filme, die mit deutlich mehr Sorgfalt sauber umgesetzt wurden.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
88:36 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Biografien
  • Werberatschlag
Samuel Fuller's Shark - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Samuel FullerÂ’s Shark
Shark!

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Mauer Abenteuerstreifen vom Roten Meer


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1969
Regie:
Samuel Fuller
Drehbuch:
John Kingsbridge, Samuel Fuller
Darsteller:
Burt Reynolds, Barry Sullivan, Arthur Kennedy, Emilia Stuart, Silvia Pinal

Label Deutschland :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
18.01.2008