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DVD-Besprechung - Pelts - Getrieben vom Wahn
Story:
Jake Feldman (Meat Loaf Aday) ist ein skrupelloser Pelzhändler, der sich nichts sehnlicher wünscht als eine Nacht mit der Stripperin Shana (Ellen Ewusie) zu verbringen, die ihn allerdings immer wieder abblitzen lässt. Als ihm der Gerber Jeb Jameson (John Saxon) 12 perfekte Waschbärpelze anbietet, sieht er seine Chance gekommen, da er aus diesen den perfekten Mantel herstellen kann, für den Shana sicherlich alles tun wird, um ihn zu bekommen. Doch der der perfekte Pelz hat einen mörderischen Preis.
Meinung zum Film:
Mit „Pelts“ kehrt Dario Argento („Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“), der italienische Altmeister des Horror-Thriller-Kinos auch in der 2. Staffel des US-Kanadischen-TV-Serie "Masters of Horror" zu den Meistern zurück. Im Gegensatz zu „Jenifer“, seinem Beitrag zur 1. Staffel geht er diesmal dabei deutlich düsterer zu Werke. Unterstützt wurde er dabei erneut von seinem Haus-und-Hof-Komponisten Claudia Simonetti, der stets die passende Musik zu den Bildern zu bieten hat. Die Hauptrolle spielt Rock-Legende Meat Loaf („Fight Club“), der eine höchst überzeugende Leistung als schmieriger Unsympath abliefert. John Saxon („Nightmare on Elm Street“) arbeitet nach „Tenebre“ erneut mit Dario Argento zusammen, hat allerdings eine eher klein angelegte Rolle.
Ungewohnt für einen Argento-Film ist sicherlich die sehr freizügige Auslegung der Rolle der Stripperin Sarah. Ellen Ewusie, deren bislang größter Auftritt der einer Fahrstuhlfrau in „Fantastic Four“ war, leistet hierbei ganzen Körpereinsatz und dürfte mit ihrer Darbietung nicht nur Jake Feldman zum lechzenden Verehrer machen. Feldman wiederum ist ein so abstoßender Charakter, dass man den Mief von trockenem Schweiß und üblem Atem förmlich riechen kann. Meat Loaf Aday ist in dieser Rolle ein klarer Gewinn. Genau wie John Saxon, der als emotionsloser und kleingeistiger Hinterwälder eine gelungene Leistung abliefert. In Sachen Gewalt bietet der Film einiges an Kunstblut und derben Effekten, von denen in der dt. Version allerdings nur ein kleiner Teil übergeblieben ist. Ein Großteil der Effekte ist der KJ-Freigabe zum Opfer gefallen, was in den entsprechenden Szenen auch klar zu erkennen ist.
Uncut-Freunde werden von daher leider nicht sehr viel Freude an der deutschen DVD haben.
Die Geschichte von „Pelts“ dürfte so manch einem radikalen Tierschützer die Freudenstränen in die Augen treiben. Wenn die Pelze beginnen, alle Personen, die mit ihnen in Berührung kommen, mit einem Fluch zu belegen und sie in eine tödliche Besessenheit treiben, ist dies die sicherlich leichteste Lösung, um das Abschlachten von Tieren zum Gewinn von Pelzen ein für allemal zu beenden. Wenn Jeb einen Waschbären tötet, kommen unweigerlich Bilder von Robbenbabys beim Zuschauer auf, die mit einem Metallschläger brutal erschlagen werden. Dario Argento scheint hier eindeutig klar machen zu wollen, wie seine Position zum Thema Pelzmäntel ist. Er hat aber nicht vergessen, worauf es bei seinem Film ankommt – auf die Spannung und die Atmosphäre. Und von beiden hat sein Werk einiges zu bieten. Von Beginn an zieht die Folge in ihren Bann und lediglich die deutlichen Kürzungen können ein wenig die Stimmung zu drücken. Das sollte aber niemanden daran hindern, sich „Pelts“ in den Player zu legen. Eine spannend-unterhaltsame knappe Stunde ist gewiss.
Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton kommen im gewohnten Qualitätsmaß der "Masters of Horror"-Serie daher. Beim Bild ist lediglich die durchschnittliche Schärfe ein kleiner Mangel, der Ton ist stets gut zu verstehen, bietet in Sachen Surroundklang aber nur wenig für's Ohr.
Als Extras gibt es unter anderem einen Audiokommentar mit Drehbuchautor Matt Venne. In Sachen filmischer Beiträge folgen noch ein 7,5-minütiger Beitrag über die Special Effects und ein insgesamt rund 13-minütiges Making Of, das in 4 Kapitel unterteilt wurde.
Fazit:
„Pelts“ ist ein erstklassiger Beitrag zu der „Master of Horror“-Serie. Deutliche Kürzungen bei den Effekten drücken die düstere Stimmung und die Spannung zwar ein wenig, doch trotz seiner leicht erkennbaren Verstümmelungen weiß er gut zu unterhalten. Horrorfreunde sollten zugreifen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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53:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Drehbuchautor Matt Venne
- Special Effects
- Making Of
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Pelts
Masters of Horror 2.6: Pelts
Ein Film, wie ihn die PETA nicht hätte besser machen können
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / USA, 2006 Regie: Dario Argento Drehbuch: Matt Venne (basierend auf einer Kurzgeschichte von F. Paul Wilson) Darsteller: Meat Loaf Adar, John Saxon, Ellen Ewusie, Link Baker, Brenda McDonald, Michal Suchánek, Emilio Salituro, Elise Lew, Melissa Gonzalez
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 25.01.2008
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