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DVD-Besprechung - Pro-Life - Des Teufels Brut
Story:
Angelique Burcell (Caitlin Wachs) wird auf der Straße von 2 Ärzten fast angefahren und auf Grund ihrer Verwirrtheit zur Untersuchung mit in die kleine naheliegende Klinik genommen. Hier wird festgestellt, dass das 15-jährige Mädchen schwanger ist. Währenddessen ist ihr Vater (Ron Perlman) auch an den Pforten der Klinik angekommen und kann nur unter großen Mühen davon abgehalten werden, das Klinikgelände zu betreten, um seine Tochter mitzunehmen. Diese fordert nämlich eine sofortige Beendigung der Schwangerschaft, nach ihren Worten wurde sie von einer dämonischen Kreatur geschwängert.
Meinung zum Film:
Auch John Carpenter („Halloween“) ließ es sich nehmen, für die 2. Staffel der „Masters of Horror“-TV-Serie einen Beitrag zu leisten. Nachdem er mit „Cigarette Burns“ für die 1. Season einen sehr stimmungsvollen Film geschaffen hatte, versucht er es dieses Mal mit einem dämonischen Monsterfilm in einer Mixtur mit „Rosemary’s Baby“. Die Musik stammt wie schon bei „Cigarette Burns“ erneut von Carpenters Sohn Cody, dessen Stil stark an den seines Vaters erinnert. Das bekannteste Gesicht unter den Darstellern dürfte zweifelsohne Ron Perlman („Hellboy“) sein, der den verblendeten Vater von Angelique spielt. Aber auch Emmanuelle Vaugier („SAW II“) dürfte dem einen oder anderen schon einmal aufgefallen sein.
Wer „Pro-Life“ gesehen hat, wird sicherlich der düsteren Stimmung von „Cigarette Burns“ die ein oder anderen Träne hinterher weinen. Denn von großartiger Spannung oder einer fesselnden Atmosphäre ist diesmal leider nichts zu bemerken. Ganz im Gegenteil. Die Schwangerschaft mit Blitz-Geburt wirkt nicht sonderlich dramatisch. Die Belagerung der Klinik durch den Vater und seinen 3 Söhnen ist schlichtweg albern, da eh gleich die direkte Konfrontation gewählt wird und anstatt sich hinten reinzuschleichen, er auch gleich das leichte Drahttor mit dem Wagen hätte durchfahren können. Bleibt noch die Dämonengestalt, die wie ein Monster aus der Geisterbahn wirkt und kaum jemandem einen ernsthaften Schrecken einflößen dürfte. Das Beste bei seinen Auftritten ist noch der Einsatz von Licht und Nebel, der aber auch ziemlich kitschig erscheint.
Sicherlich, John Carpenter versteht sein Handwerk und handwerklich ist ihm auch diesmal nichts vorzuwerfen, doch um einen spannenden Horrorfilm zu schaffen, bedarf es halt auch der passenden Atmosphäre und einer zumindest halbwegs spannenden Geschichte und nicht nur ansprechender Bilder. Von Atmosphäre und Spannung ist bei "Pro-Life" leider nichts zu finden und schon recht früh fragt man sich als Zuschauer, ob man sich den müden Monster-Trash wirklich noch bis zum Ende antun möchte. Wer frühzeitig abschaltet, verpasst sicherlich nicht viel, lediglich das unfreiwillig komische Monster wird in der vollen Blüte seiner Steifheit nicht bewundert werden können. Aber ob das wirklich hinreichend Grund ist, die ansonsten selbst für knapp 50 Minuten Spielzeit langatmige Story durchzustehen, sei einmal dahin gestellt. Für einen Master-Beitrag ist „Pro-Life“ eindeutig zu langweilig in der Erzählung und zu kitschig in den Monstereffekten.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ordentlich gelungen. Lediglich die maximal durchschnittliche Schärfe fällt ein klein wenig störend auf. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut zu verstehen, in Sachen Raumklang hällt er sich aber weitestgehend zurück.
An Extras gibt es einiges geboten. Filmbegleitend gibt es einen Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter und den Drehbuchautoren Drew McWeeny und Scott Swan, wahlweise mit deutschen Untertiteln. Es gib einen rund 5-minütigen Beitrag zu den Special Effects, einen Beitrag über die Intentionen beim Dreh und der Sicht der Darsteller auf ihre Charaktere im Film, 2 Minuten, in denen Kollegen über die Arbeitsweise von John Carpenter berichten, ein paar Worte über das Skript, einen Beitrag über das Monster im Film und einen über die Gore-Effekte.
Fazit:
"Pro-Life" ist ein nicht sonderlich gelungener Beitrag zur zweiten Staffel der "Masters of Horror"-Serie. Sein steifes, billig aussehendes Monster, eine nicht funktionierende Story und ein kitschiger Grundplot können kaum unterhalten. Ein Film, der bei den schlechteren Carpenter-Beiträge eingeordnet werden muss.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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53:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter und den Drehbuchautoren Drew McWeeny und Scott Swan
- Damon Baby - Die Geburt der Special Effects
- Final Delivery - The Making Of "Pro-Life"
- Master of the Masters
- Drehbuch des Schreckens
- Des Vaters Liebling
- The Art of Gore
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Pro-Life - Des Teufels Brut
Masters of Horror 2.5: Pro-Life
Angelique's Monster-Baby
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada / USA, 2006 Regie: John Carpenter Drehbuch: Drew McWeeny, Scott Swan Darsteller: Ron Perlman, Emmanuelle Vaugier, Caitlin Wachs, Mark Feuerstein, Bill Dow, Chad Krowchuk, Graeme McComb, Benjamin Rogers, Biski Gugushe
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 25.01.2008
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