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DVD-Besprechung - The Pit - How can you escape?
Story:
Fünf junge Studenten sollen mit ihrem Professor eine archäologische Ausgrabung auf dem Land machen. Nach der „sensationellen“ Ausgrabung einer leeren Flasche entdecken die Studenten einen Eingang zu einem Bunkersystem, doch dieser ist mit einem schweren Schloss gesichert. Am nächsten Morgen fehlt der Professor, allerdings ist der Eingang geöffnet. In der Annahme, dass der Lehrkörper schon vorgegangen sei, begeben sich die Fünf ebenfalls in das Bunkersystem, doch schon bald verlieren sie die Orientierung in den gleich aussehenden Gängen. Viel schlimmer ist allerdings, dass sie offenbar nicht allein sind und einzelne blutige Zeichen verkünden Unheil.
Meinung zum Film:
„The Pit“ reiht sich in die Gruppe der jüngsten Höhlenfilme a la „The Descent“ ein, zumindest versucht er dies. Die Produktion aus der Ukraine ist zu undurchdacht und leidet an so manchem logischen Fehler. In der Einleitung wird von einer alten Religion gesprochen, deren grausamen Gottheit Menschenopfer gebracht wurden. Der Siegeszug des Christentums verbannte die Priester, die sich in Höhlen und Gruben zurückzogen, um dort weiter ihrem Gott zu dienen. Auch heute noch sollen deren Nachfahren dort hausen. Prima, so denkt sich der Zuschauer nun und erwartet ein gruseligen Abenteuerrausch unter der Erde in schaurigen dunklen Höhlen. Enttäuschenderweise landet die Gruppe von jungen Studenten in einer unterirdischen, ehemals militärischen Bunkeranlage.
Die Spannung baut sich nur spärlich auf, was sich auch nicht dadurch verbessert, dass der große Unbekannte bzw. die Unbekannten nur sehr spärlich auftauchen und keinerlei Rückschluss auf die Identität vorhanden ist. Das Ganze gipfelt darin, dass zum Schluss eine bis dato nicht auffällige Person als Oberbösewicht geoutet wird. Es ist alles an den Haaren herbei gezogen und bei den letzten Szenen nehmen sich die beiden Überlebenden liebend bei der Hand und schlendern, als wäre nichts Bewegendes passiert durch ein Feld in Richtung Zivilisation. Wohlgemerkt, die beiden haben gerade einige Anschläge auf ihr Leben überstanden und machen auf Friede, Freude, Eierkuchen. Mag der Beginn von „The Pit“ noch durchschnittlicher Grusel sein, so ist ab ca. Minute 30 Langeweile angesagt. Kontinuierlich wird das Geschehen uninteressanter und eine rechte Atmosphäre will sich nicht einstellen.
Das Set leidet sehr an der optischen Eintönigkeit, denn Betongang setzt an Betongang an, nur unterbrochen von leichten Veränderungen wie z.B. der Nische mit dem Brunnen, aus dem die Studenten eine unliebsame Überraschung erwartet. Hier ist die Story dann auch vorhersehbar, denn immer wenn sich die Umgebung ändert, tritt ein Ereignis ein. Die Schauspieler bieten eine mäßige Leistung, was aber auch am Drehbuch liegt. So gibt es einen Außenseiter, der zum klugen Kopf avanciert, zwei Halbstarke, denen nichts unheimlich vorkommt, bis sie die Realität erkennen müssen und zwei blonde Mädels, die als nettes Beiwerk ihre Texte aufsagen dürfen. Nichts Besonders also, ach ja und der Professor ist ein älterer Mann mit weißem Bart.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht so gut geworden, wie es heute eigentlich erwartet werden darf. Die Farben sind zwar realistisch, doch der Kontrast ist recht schwach ausgefallen, wodurch Konturen im Dunklen schwerer erkennbar sind. Zeitweise flimmert das Bild und es sind teilweise sogar Dropouts erkennbar, was für eine aktuelle Filmproduktion schwach ist. Der Ton ist eigentlich ganz in Ordnung, nur die Nebengeräusche sind zu schwach ausgepegelt, während die Sprache den Sound dominiert. So hört sich in der Bunkeranlage ein Schuss mit einem alten MG an wie ein „Plopp“.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
„The Pit“ ist vielleicht etwas für jemanden der „The Descent“ noch nicht gesehen hat, erfahrene Höhlenzuschauer jedoch dürften von der Produktion aus der Ukraine enttäuscht sein. Technisch ist die DVD vor allem in Sachen Bild eine kleine Enttäuschung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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80:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Ukrainisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Pit
Shtolnya
The Descent light
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Ukraine, 2006 Regie: Lubomyr Kobylchuk Drehbuch: Oleskiy Koroshko, Lubomyr Kobylchuk Darsteller: Svitlana Artamonova, Mykola Kartzev, Pavlo Li, Sergiy Stasko, Olga Storozhuk
Label :
I-On New Media
Verkaufsstart : 25.01.2008
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