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DVD-Besprechung - Asylum
Story:
Eine Gruppe neuer Studenten trifft am Winthrop Institut ein und wird in einem gerade frisch fertiggestellten Flügel mit neuen Studentenwohnungen untergebracht. Schon bald werden die Neulinge mit der Legende um Doktor Magnus Burke (Aaron Blomberg) konfrontiert, der früher in dem Gebäude sadistische Experimente an Menschen durchführte. Und schon bald haben die Studenten das Gefühl, als würde der Geist des lange verstorbenen Doktors noch immer durch die Gänge streifen und Ausschau nach neuen Opfern halten.
Meinung zum Film:
„Asylum“-Regisseur David R. Ellis ist kein Unbekannter im Horrorgenre. Durch Filme wie „Snakes on a Plane“ und „Final Destination 2“ hat er sich einen Bekanntheitsgrad unter den Fans des Genres geschaffen. Das Drehbuch zum Film stammt von Ethan Lawrence, der bislang als Autor für eher unbekannte TV-Serien in Erscheinung trat, sieht man einmal von 2 Episodenskripten für den „Pretender“ ab. Bei den Darstellern ist am ehesten Sarah Roemer ein Begriff, die jüngst in „Disturbia“ und zuvor in „Der Fluch – The Grudge 2“ zu sehen war. Ansonsten spielen noch Cody Kasch, vielen bekannt als undurchsichtiger Zach Young aus den „Desperate Housewives“ und Lin Shaye, die mit Ellis bereits bei „Snakes on a Plane“ zusammenarbeitete, als bekanntere Gesichter mit im Film.
Einen großen Innovationspreis wird die Story von „Asylum“ sicherlich nicht gewinnen können. Eine Mär von Studentenwohnungen, die in einem alten Gebäude gebaut wurden, das früher einmal Tatort von perversen Spielen eines Arztes an Patienten war und in dem es nun zu spuken beginnt, hört sich alles andere als neu an. Und genauso wenig wie es neu klingt, genauso wenig interessant stellt es sich dann auch im Film dar. Das beginnt schon bei den platten Charakteren, die allesamt so unnatürlich wirken wie lila Fell bei einer Kuh. Vom 16-jährigen Computergenie, das in sekundenschnelle jeden Rechner knackt, über den selbstverliebten Muskelprotz, der doof wie Bohnenstroh ist und alle nervt, bis hin zum obercoolen Aufpasser ist alles vertreten. Frauen sind natürlich auch dabei, doch ihre Funktion ist im Grunde auf das reine Vorhandensein eines hübschen Äußeren begrenzt. Es wird schon recht schnell klar, wer die beiden „Helden“ im Film sind, die sich im letzten Duell mit dem Bösewicht messen werden.
Doch auch der Bösewicht kann keinen großen Eindruck hinterlassen. Wie eine Billigmarkt-Sparversion von Freddy Krueger aus den "Nightmare on Elm Street"-Filmen kämpft er sich durch Visionen der Studenten und kein noch so dummer Spruch ist ihm zu peinlich. Alle Opfer bieten ihm für seine perverse Art eine große Angriffsfläche, da jedes von ihnen ein großes Trauma mit sich herumträgt. Oft hat es den Anschein, als würde immer noch eine Klinik für psychisch Gestörte der Spielort sein und kein Studentenheim. Erklärt wird dann auch kaum etwas über die Hintergründe und einzelne Handlungsstränge werden einfach fallen gelassen. Wie zum Beispiel der zu Beginn groß gezeigte Selbstmord des Vaters einer der Mädchen, der irgendwann nur noch eine Randnotiz ist. Wie der Doktor überhaupt in seiner Form weiter existieren kann und warum er offensichtlich mal über große Fähigkeiten verfügt, dann aber wiederum nicht, da ihm ein Teil der Opfer spielend entkommen kann, wird nicht weiter erklärt. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn wer weiß, welch hanebüchener Unsinn einem hier noch um die Ohren geworfen werden würde. Eigentlich ist man auch froh, wenn es vorbei ist. Da zählt jede Minute, die nicht für irgendwelche unbedeutenden Worte vergeudet wird.
Digitale Aufarbeitung:
Bild und Ton sind gut aufbereitet worden. Optisch gibt es natürliche Farbtöne, eine angenehme Schärfe und auch in den dunklen Szenen stets guten Durchblick geboten. Der Ton in Dolby Digital 5.1 bietet einen ausgewogenen, weitläufigen räumlichen Klang, der sich vor allem durch die Musik ausbreitet.
Als Extra gibt es ein kurzes Featurette, in dem die Beteiligten davon erzählen, wie spannend, blutig, lustig und toll der Film ist, während es in einem Making Of unkommentierte, mit Musik unterlegte Bilder vom Dreh gibt. Es folgen noch eine Fotogalerie und der Trailer zum Film.
Fazit:
Das einzige, was an "Asylum" zu gefallen weiß, ist die digitale Aufbereitung des Materials. Inhaltlich gibt es eindimensionale, nervende Charaktere, eine lahme Geschichte und einen Bösewicht, der wie die nervende Geiz-ist-Geil-Variante eines großen Schurken wirkt. Selbst Allesgucker auf dem Horrorsektor werden große Mühe daran haben, an diesem Film etwas Gutes zu finden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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88:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Featurette
- Fotogalerie
- Trailer
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Asylum
Asylum
Keine Spannung, eine alberne Story und platte Charaktere ergeben einen müden Horror
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: David R. Ellis Drehbuch: Ethan Lawrence Darsteller: Sarah Roemer, Lin Shaye, Travis Van Winkle, Cody Kasch, Cody Hanford, Carolina Garcia, Ellen Hollman, Andrea Powell, Jake Muxworthy, Caroline Kent, Joe Inscoe, Ron Clinton Smith
Label :
Kinowelt Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.03.2008
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