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DVD-Besprechung - Asterix bei den Olympischen Spielen
Story:
Aufregung bei den Galliern! Romantix (Stéphane Rousseau) hat sich unsterblich in die schöne Griechenprinzessin Irina (Vanessa Hessler) verliebt. Dummerweise gilt es zur Ehelichung der Dame eine klitzekleine Kleinigkeit zu erfüllen: Nur der Sieger der Olympischen Spiele wird ihre Hand erhalten. Da auch der hinterliste Brutus (Benoît Poelvoorde) an Irina interessiert ist, beschließen Asterix (Clovis Cornillac), Obelix (Gérard Depardieu) und Miraculix (Jean-Pierre Cassel), den Turteltäubchen hilfreich zur Seite zu stehen. Leider wird bei den Spielen Doping mittels Zaubertrank nicht gerne gesehen.
Meinung zum Film:
Nach "Asterix & Obelix gegen Cäsar" und "Asterix & Obelix: Mission Kleopatra" liegt nun bereits die dritte Realverfilmung der berühmten Comics Uderzos und Goscinnys vor. Wie gewohnt erwartet den Zuschauer dabei keine weltbewegend tiefsinnige Geschichte, sondern teilweise recht zotige und slapstick-reiche Unterhaltung. Ganz gewollt sind sämtliche Charaktere des Filmes hemmungslos übertrieben dargestellt, an vorderster Front das ehrgeizige, aber tollpatschige Vatersöhnchen Brutus, das kein Fettnäpfchen auslässt, und nebenbei den Tod des herrlich selbstverliebten Cäsars plant. Trotz des eher mittleren bis unteren Niveaus der nicht immer zündenden Gags, haben die Autoren auch ein paar herrlich gemeine Anspielungen auf das politische Weltgeschehen eingebaut, wie etwa den römischen Folterknecht Guantanamus.
Leider bleibt bei all den Lachern die Geschichte etwas auf der Strecke, nicht selten hat man den Eindruck, dass man sich nur von Gag zu Gag rettet, anstatt wirklich auf die Handlung einzugehen. Zwar versucht man mit bombastischen Bildern, rasanten Kamerfahrten und explosiven CGI-Effekten dieses Manko zu übertünchen, letztendlich fällt aber den zahlreichen Schauspielern die - durch die schwer überzeichneten Charaktere besonders harte - Aufgabe zu, die Komödie als solche auch funktionieren zu lassen.
Hier kann "Asterix bei den Olympischen Spielen" nur teilweise punkten. Einzig Depardieu ("Der Graf von Monte Christo"), Altmeister Delon ("Eiskalt wie das Schweigen") und Neuzugang Cornillac ("Mathilde - Eine große Liebe"), der Christian Clavier als Asterix ablöst, wissen in ihren Rollen zu überzeugen. Vanessa Hessler, die hierzulande als das Gesicht eines großen Telekommunikations-Unternehmens bekannt ist, zeigt eher ihr Model- als Schauspieltalent (das allerdings sehr gekonnt, hübsch ist die griechische Prinzessin unzweifelhaft) und Poelvoorde ("Die wunderbare Welt des Gustave Klopp") übertreibt es etwas arg mit der Mischung aus Boshaftigkeit, Dummheit und Tollpatschigkeit. Selbst Michael "Bully" Herbig ("Der Schuh des Manitu") als Brutus' rechte Hand Redkeinstus muss sich größtenteil mit Grimassen über Wasser halten. Loben kann man allerdings das Sport-Star-Feuerwerk, das während und nach des Finales abgeschossen wird: So geht Michael "Schumix" Schumacher beim Wagenrennen mit einem roten Flitzer an den Start und bei der abschließenden Feier zeigt "Zinédine Zidanix", wie man mit dem just erfundenen aufgepumpten Lederball umgeht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild kommt auf einen durchnittlich guten Schärfewert, allerdings werden in manchen Szenen Details vom etwas zu tief gewählten Kontrast verschluckt, der teilweise auch die Kraft der Farben ein wenig drückt. Der deutsche dts Ton ist klar verständlich und macht auch guten Gebrauch von den Effektlautsprechern.
Die Extras der DVD fallen recht durchwachsen aus. Bei dem "Making of" handelt es sich um eine Produktion für das TV, das dann auch leicht erkennbar recht werbelastig ausfällt. Im Making of mit den beiden sportlichen Gastdarstellern, Formel 1-Ikone Michael Schumacher und Ballzauberer Zinedine Zidane gibt es ein paar Eindrücke davon, wie diese ihren Ausflug in den Film angingen und was sie dabei erlebten. Die Interviews mit einzelnen Künstlern falle alle recht kurz aus, weswegen der Informationsgehalt leicht überschaubar ist. Bei den Aufnahmen von der Premiere in München kann man erfahren, wer alles bereits als Kind die Asterix-Comics gelesen hat. Abschließend folgt noch ein kurzer Beitrag über die Kostüme im Film. Am Ende dürfen dann auch die von Constantin Film gewohnten Auswahllisten an Filmen weniger Darsteller nicht fehlen, die auch als Faltblatt der DVD beiliegen. (MT)
Fazit:
"Asterix bei den Olympischen Spielen" ist kein großes Kino, aber für (Sport-)Freunde der seichten Unterhaltung zumindest ein Ausleihen der DVD wert. Bild- und Tonqualität der DVD sind gut gelungen, die Extras hinterlassen allerdings keinen sonderlich interessanten Eindruck.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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112:30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making of
- Making of Michael Schumacher und Zinédine Zidane
- Interviews
- Premiere in München
- Die Kostüme
- Darstellerinfos
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Asterix bei den Olympischen Spielen
Astérix aux jeux olympiques
Das neueste klamauk-reiche Abenteuer des weltbekanntesten Galliers
Autor der Besprechung:
Thomas Beckmann
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Frankreich / Spanien, 2007 Regie: Frédéric Forestier, Thomas Langmann Drehbuch: Thomas Langmann, Olivier Dazat, Alexandre Charlot, Franck Magnier Darsteller: Gérard Depardieu, Clovis Cornillac, Benoît Poelvoorde, Vanessa Hessler, Alain Delon, Michael Bully Herbig, Franck Dubosc, José Garcia, Stéphane Rousseau, Elie Semoun, exandre Astier
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 21.08.2008
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