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DVD-Besprechung - The Oh in Ohio
Story:
Priscilla Chase (Parker Posey) hat eigentlich ein perfektes Leben - einen tollen Job, ein bezauberndes Haus und einen charmanten Ehemann. Ein kleines Problem gibt es aber leider dennoch: Sie hatte noch nie einen Orgasmus! Erst mit Hilfe von unermüdlichen mechanischen Liebhabern erlebt sie Höhepunkt auf Höhepunkt. Ihr Mann ist verzweifelt und räumt frustriert Bett und Feld. Priscilla kümmert das alles herzlich wenig, denn sie scheint inzwischen in dem kleinwüchsigen Wayne (Danny DeVito) den superpotenten Bettgefährten gefunden zu haben. Alles scheint perfekt.
Meinung zum Film:
Was wäre Hollywood ohne das älteste Thema der Welt? Gerade im Komödien-Bereich scheint man heutzutage kaum noch ohne Filme auszukommen, die sich mit den Fragen "Wer? Wo? Wie oft? Mit wem?" beschäftigen. Mal auf jugendlich-überdrehte Weise à la "American Pie", mal als modernes Großstadt-Märchen im Stil des "Super-Guru". Das Ergebnis des Ganzen kann erstaunlich gut werden ... oder eben das genaue Gegenteil. "The Oh in Ohio" von Newcomer-Regisseur und -Autor Billy Kent fällt leider eher in letztere Kategorie.
Die Story wirkt unförmig und wie eine wilde Mischung aus zahlreichen Elementen, die man in ähnlicher Form schon oft genug gesehen hat. Schlimmer ist allerdings, dass der Film offensichtlich nicht genau weiß, welche Richtung er einschlagen soll und zwischen zwei fast schon eigenständigen Storylines hin- und herschwankt. Während sich die erste Hälfte des Films mehr oder weniger ernsthaft mit den parallelen Lebenswegen von Jack und Priscilla nach Beginn des Kriselns in der Ehe beschäftigt (so weit das eben in einer mit gezwungen wirkenden Gags überladenen Komödie möglich ist), schlägt die zweite eine ganz andere Richtung ein. Jack wird fast völlig aus der Handlung gestrichen, dafür liegt der Fokus nun auf Priscilla, die versucht, endlich von ihren mechanischen Liebhabern loszukommen, bis sie sich in "Pool-Guy" Wayne verliebt.
Sehr auffällig ist auch der geradezu verschwenderische Umgang mit den zahlreichen A-Stars, die leider kein Garant dafür sind, dass auch die Produktion A-Niveau hat. Liza Minelli tritt in einer cameoartigen Rolle auf, während Heather Graham ihre in "Der Super-Guru" erlernten Weisheiten ebenfalls kurz praktisch anwenden darf, dafür allerdings gar nicht erst in den Credits erwähnt wird. Während das Hauptdarsteller-Duo Posey & Rudd eine solide Leistung abliefert, ist es vor allem Danny DeVito ("Batmans Rückkehr"), der überzeugen kann. Im Endeffekt schafft er es zwar auch nicht, die Story zu retten, verleiht ihr aber als gutmütiger Poolbauer Wayne zumindest einen gewissen Charme.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der DVD zeigt sich ganz annehmbar, hätte aber in einigen Punkten besser ausfallen können. Dem relativ angenehmen Rauschverhalten und der ordentlichen Schärfe stehen gelegentliche Doppelkonturen und ein nicht immer optimaler Kontrast gegenüber. Der Ton ist genrebedingt frontlastig, die Dialoge klingen leider sowohl bei der deutschen als auch der englischen Spur leicht dumpf.
Als Bonusmaterial ist lediglich der Trailer zum Film enthalten.
Fazit:
"The Oh in Ohio" kann sich nicht wirklich entscheiden, welchen Weg er einschlagen will und schafft es dadurch letztlich nicht, die konfusen Story-Zusammenhänge auf die richtige Bahn zu lenken. Top-Stars sind eben leider nicht immer zwingende Garanten für einen Top-Film. Die DVD-Präsentation entspricht der insgesamt mittelmäßigen Qualität des Streifens.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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84:54 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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The Oh in Ohio
The Oh in Ohio
A-Promis in einem C-Movie
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Billy Kent Drehbuch: Sarah Bird, Billy Kent Darsteller: Parker Posey, Danny DeVito, Winter Ave Zoli, Miranda Bailey, Paul Rudd
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 13.03.2008
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