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DVD-Besprechung - Somniac - Tödliche Träume
Story:
Gerade erst hat die Neurologin Andrea (Goya Toledo) die Fördergelder für ein Projekt verloren, als sie von ihrer alten Universität zur Leitung einer Forschung eingeladen wird. Bei dieser Forschung geht es darum, dass Informationen in das Gehirn geladen werden können. Bislang wurde dieses von ihrer alten Mentorin geleitet, die allerdings kürzlich verstarb. Bei dem Projekt trifft sie auch auf ihre alte Liebe Gabriel (Óscar Jaenada), zu der sie sich noch immer hingezogen fühlt. Schon kurz nach ihrem Eintreffen wird sie von eigenartigen Visionen geplagt, die sie dazu bewegen, den Hintergründen der bisherigen Forschungen auf den Grund zu gehen.
Meinung zum Film:
Das spanische Kino hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland als innovativ bewiesen, wenn es darum geht, Mysteryfilme zu schaffen, die mit dem Übernatürlichen und mit unerklärlichen Phänomenen zusammen hängen. Während das japanische Kino meist von langhaarigen, weißgesichtigen Geistern geprägt ist, ist es beim spanischen Vertreter meist das Spiel mit Visionen und verschiedenen Bewusstseinsebenen. „Somniac“ ist eines dieser Beispiele, das gekonnt versucht, den Zuschauer im Unklaren darüber zu lassen, was der Hintergrund für die Visionen von Andrea sind und wie diese zusammen hängen. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer mit einigen Geschehnissen überladen, die auf den ersten Blick keinen rechten Sinn ergeben und erst einmal hingenommen werden müssen. Erst nach und nach entwickelt aus den einzelnen Fragmenten eine Gesamtbild, wobei allerdings auch immer wieder neue, unerklärliche Elemente eingebracht werden.
Optisch hat der Film einiges zu bieten. Regisseur Isidro Ortiz, der für sein Erstlingswerk „Fausto 5.0“ auf verschiedenen Festivals Preise einheimsen konnte, versteht es gekonnt, düstere Stimmungen über die Linse der Kamera einzufangen. Zusammen mit dem sehr stimmungsvollen Soundtrack von Javier Cámara wird eine sehr unheilschwangere Atmosphäre aufgebaut, die sehr viel zum Gelingen des Films beiträgt. Auch Hauptdarstellerin Goya Toledo, die bereits in „Killing Words“ und „A Real Friend“ aus der „Horror-Anthology“ zu überzeugen wusste, sorgt auch diesmal wieder dafür, dass man sich als Zuschauer mit ihrem Filmcharakter im Geiste verbündet. Óscar Jaenada („Das Novembermanifest“) kann da leider nicht mithalten und sein oftmals gekünstelt und gezwungen wirkendes Spiel stellt einen oftmals kleinen Störfaktor in der Stimmung des Filmes dar.
Inhaltlich ist zwar nicht alles Gold was glänzt, doch für kurzweilige Unterhaltung ist durchweg gesorgt. Es werden immer kleinere Hinweise eingestreut, die manchen Genrekenner zumindest die grobe Richtung schon recht früh erkennen lassen, in welcher der Hase hier läuft. Am Ende wird dann alles aufgeklärt, doch nicht alles erscheint dabei wirklich schlüssig. Es gibt in der Nachbetrachtung die ein oder andere Sequenz, die vielleicht doch ein wenig zu gekünstelt und aufgesetzt erscheint. Die erste Hälfte des Films erscheint dabei deutlich stimmungsvoller, während der letzte Teil ein wenig abflacht und die Mysterystimmung und den Gruselfaktor nicht ganz aufrechthalten kann. Wer von einer Story eine lückenlose und stichfeste Auflösung wünscht, wird am Ende sicherlich nicht ganz zufrieden sein. Wem es allerdings in erster Linie um eine fesselnde Stimmung und ein wenig Mystery geht, wird es ganz sicher nicht bereuen, die DVD in den Player gelegt zu haben.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck und lediglich der ein oder andere kleinere Nachzieheffekt bei schnelleren Bewegungen, sowie stellenweise erkennbares Rauschen stellen minimal Problemstellen dar. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 bietet ein angenehmes, zurückhaltendes Surroundgefühl.
Als Extra gibt es lediglich eine Fotogalerie und den Trailer.
Fazit:
„Somniac“ ist ein vor allem von der düsteren, unheilschwangeren Atmosphäre lebender Film, der mit seiner Auflösung sicherlich nicht alle zufrieden stellen wird. Wer allerdings bereit ist, kleinere Abstriche bei der Geschichte zu machen, wird mit diesem stimmungsvollen Mystery-Thriller gut unterhalten werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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90:08 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Spanisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Somniac
Somne
Inhaltlich nicht ganz sicher, optisch und atmosphärisch überzeugend
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Spanien, 2005 Regie: Isidro Ortiz Drehbuch: David Alonso, Cristóbal Garrido Darsteller: Goya Toledo, Óscar Jaenada, Nancho Novo, Chete Lera, Jordi Dauder, Gary Piquer, Txema Blasco, Iván Hermés, Manuel Dios, Uxía Blanco, Itxaso Álvarez
Label :
Anolis Entertainment
Verkaufsstart : 14.02.2008
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