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DVD-Besprechung - Diamond Dogs

Story:
Xander Ronson (Dolph Lundgren) ist ein Soldat, der seine Einheit komplett verloren hat und in der Mongolei gestrandet ist. Er verdient sich ein bisschen Geld, indem er sein Können als Nahkämpfer in illegalen Fights beweist und doch schuldet er zu vielen Leuten Geld. In dieser monetären Notsituation erscheint es fast wie ein Wunder, dass der New Yorker Geschäftsmann Chambers (William Shriver) ihm 100.000 Dollar bietet, damit er eine Expedition begleitet. Er ist auf der Suche nach einem alten Relikt, welches wertvoll ist und zudem Macht verleihen soll. Ronson nimmt an und die Schatzsucher erwartet ein tödliches Abenteuer.

Meinung zum Film:
Mit „Diamond Dogs“ hat Dolph Lundgren („Red Scorpion“) leider seinen cineastischen Abwärtstrend fortgesetzt und sich in eine wilde Mixtur aus „Bloodsport“ und Abenteuerfilm gehechtet. Der Beginn ist wie bei Prügelfilmen üblich und sein Charakter des in der Mongolei gestrandeten Elite-Soldaten wirkt sehr einfallslos. Mit einem Schuldenberg am Hals sieht er sich genötigt, in illegalen Kämpfen seinen Hals zu riskieren und so manchen Schlag auf das kurz geschorene Haupt zu bekommen. Lundgren hat zwar für diesen Film augenscheinlich gut Gewichte gestemmt, um einen straffen Body präsentieren zu können, doch letztlich sind die üblichen Alterserscheinungen sehr deutlich. Dies merkt man allein schon am etwas betagten Aussehen seiner Gegner, denn ansonsten würde es schon fast so aussehen, als würde Opa Lundgren einen Kindergarten verkloppen.

Nach dem Auftakt mit den Fäusten setzt die eigentliche Hauptgeschichte ein und der wackere Schwede wird für eine Expedition engagiert. Gesucht wird ein wertvolles Artefakt, welches zudem noch seinem Besitzer ungeahnte Mächte verleihen soll. Einen bekannteren Suchjob kann es mittlerweile nicht mehr geben und wer sich hier spannend unterhalten fühlt, hat es offenbar noch nie mit „Indiana Jones“ zu tun gehabt. Doch dies ist nicht der letzte abgekupferte Inhalt, denn ein aalglatter Schnösel macht dem Recken ein Gegenangebot, wenn er ihm doch den mächtigen Gegenstand bringen möge, was Xander natürlich ablehnt. Somit ergibt sich die sattsam bekannte Konstellation, dass ein Team um einen zwielichtigen Geschäftsmann und ein paar elende Bösewichte um den großen Fund buhlen. Hin und wieder können bekannte Inhalte auch richtig unterhaltsam sein, wenn denn die Inszenierung stimmt. Doch hier hapert es an der einfallslosen Regie, welche die adaptierten Szenen lieblos aneinander reiht.

Dolph Lundgren hat es augenscheinlich verpasst, sich aus der Haudrauf-Schublade zu befreien, in die ihn die Produzenten gesteckt haben. Die anderen „harten“ Kerle wie z.B. Arnold Schwarzenegger („Terminator“) oder auch Sylvester Stallone („Copland“) haben sich in andere Metiers gewagt und so ihre tatsächliche Vielseitigkeit bewiesen. In dem Schatzsucherpart darf der Zuschauer keine wirklich gute Jagd nach dem Relikt erwarten, sondern eine handvoll von uninspirierten Mimen, die auf einem schwachen Niveau agieren. Die Kämpfe sind hart angelegt und die Schießereien bieten so manchen platzenden Farbbeutel, doch dies ist beileibe nicht genug, um den negativen Gesamteindruck auszugleichen. Mit solchen Produktionen tut sich Dolph Lundgren keinen Gefallen und die Produzenten vergrätzen sich ein mögliches Publikum.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild verfügt über ein leichtes Rauschen, doch ansonsten ist es durchaus akzeptabel. Die Farben wirken natürlich und der Kontrast ist in Ordnung. Im Bereich der Klangerlebnisse ist der dts-Track natürlich die Auswahl mit dem breitesten Spektrum, bleibt aber eine Spur hinter den Erwartungen zurück.

Rund zwölf Minuten dauert der Blick hinter die Kulissen und bietet Eindrücke von den Dreharbeiten. Als weiteres und letztes Extra gibt es noch den Originaltrailer.

Fazit:
„Diamond Dogs“ ist leider in jeder Hinsicht ein Reinfall, denn weder der Martial-Arts-Teil, noch der Abenteuerpart können ansatzweise überzeugen oder gar unterhalten. Der Versuch, dem Film ein internationales Flair zu verleihen, indem ein Altstar verpflichtet wurde, ist deutlich gescheitert. Die Technik ist o.k., aber das nutzt dem Hauptfilm nichts.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
90:22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Behind the Scenes
Diamond Dogs - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Diamond Dogs
Diamond Dogs

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Ein Ex-Star auf dem Weg ins Niemandsland


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada/China, 2007
Regie:
Shimon Dotan
Drehbuch:
Leopold St-Pierre
Darsteller:
Dolph Lundgren, William Shriver, Yu Nan, NuoMing Huari, Gregory MacIsaac

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
11.01.2008