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DVD-Besprechung - Deadly Instincts

Story:
Ein Meteorit schlägt in den Campus eines Colleges ein und hinterlässt glücklicherweise verhältnismäßig geringen Sachschaden. Allerdings war der Gesteinsbrocken eine Art Transportmittel für ein außerirdisches Wesen und seine Gespielin (Kadamba Simmons). Kurz danach verschwinden einige Personen und Sheriff Moore (Oliver Tobias) hat den Lehrer Ashley (Todd Jensen) in Verdacht. Unverdrossen und mit dem Wunsch nach Vermehrung, widmet sich das Alien den weiblichen Studentinnen, die es mit einem Kristall kontrolliert.

Meinung zum Film:
„Deadly Instincts“ ist ein billiger Monsterstreifen, der als ein waschechter Flop einzuordnen ist. Das wäre gar nicht einmal so schlimm, denn so mancher B-Movie-Streifen wie z.B. „Drei Engel auf der Todesinsel“ hat es schon zu echtem Kultstatus gebracht, einer Würdigung, die dieser Film nicht erreichen wird. Es beginnt mit zunächst harmlos mit einem logischen Fehler, denn dem Meteor, der auf die Erde stürzt, entfleucht nicht nur ein Monstrum, sondern auch eine schöne Frau mit einer hässlichen Verbrennung im Gesicht. Das Alien mag ja so einen Aufschlag überleben, aber ein Mensch ist da im Regelfall platt wie eine Flunder. Hinzu kommt dann noch die Überlegung, woher kam der große Kamerad mit dem Faible für junge Frauen und wie will er dahin wieder zurück? Der Gesteinsbrocken aus dem All ist da doch eher ein One-Way-Ticket.

Das Monster wirkt wie eine Mischung aus Godzilla und dem Alien, welches von H. R. Giger kreiert wurde und den Science-Fiction-Fans viel Spannung bereitet hat. Zumeist dominieren lediglich Teilaufnahmen von dem Wesen, indem es seinen Schädel aus dem Schatten in das Licht bewegt oder aber über ein Türblatt lugt. Die Animation sieht altbacken aus. Die übrigen Spezialeffekte sind ganz ordentlich, fordern den Special-Effects-Spezialisten aber auch nicht viel ab. Spermaähnliche Flüssigkeiten und geheimnisvoll leuchtende Kristalle sind nicht sonderlich kompliziert. Die Schauspieler kommen allesamt aus der zweiten Garde und wirken nicht sonderlich motiviert. Einzig die gute deutsche Synchronisation macht die knapp über 90 Minuten halbwegs erträglich.

Die Handlung versucht den klassischen Spannungsaufbau, indem ein Alien auf der Erde landet und versucht, junge Frauen mit seiner Brut zu schwängern. Es beginnt das übliche partielle Auftauchen des Monstrums, was Gänsehaut verursachen soll. Hinzu kommt ein ungläubiger Polizist, der nur den Hauptdarsteller für das Verschwinden von Personen verantwortlich macht. Nun, das war es dann auch schon mit der Spannung, doch die vielen logischen Fehler und die konstruierten Situationen, in denen der Zuschauer an den Sessel gefesselt werden soll, erzeugen allemal ein skeptisches Stirnrunzeln. Letztlich bleibt der ungute Eindruck, dass mit diesem wirklichen drittklassigen Film Kasse gemacht werden soll. Selbst die Videotheken klagen in den letzten Monaten über eine Welle von Filmen, die einfach zu billig abgedreht wurden und vergrätzte Kunden produzieren.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild liegt zwar nur im Format 4:3 vor, doch die Qualität ist sehr ordentlich. Die Farben sind natürlich und der Kontrast ist gut, so dass die Konturen stets erkennbar sind. Der dts-Track wirkt teilweise zu bemüht und daher nicht so ganz realistisch. Dennoch sind Unterschiede zwischen ihm und dem Format Dolby Digital 5.1 deutlich hörbar.

Als Extra gibt es lediglich den deutschen Trailer.

Fazit:
„Deadly Instincts“ oder auch „Breeders“ wie der Film korrekterweise und sinnigerweise im Original heißt, ist ein billiges Monster-Movie, bei dem der Zuschauer die Logik vergessen darf und eine krude Mixtur aus „Alien“ und „Species“ fürchten muss. Technisch ist alles in Ordnung.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,33:1
1,33:1
93:58 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer deutsch
Deadly Instincts - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Deadly Instincts
Breeders

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Alien auf Jungfernsuche


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1998
Regie:
Paul Matthews
Drehbuch:
Paul Matthews
Darsteller:
Todd Jensen, Samatha Janus, Oliver Tobias, Kadamba Simmons, Clifton Lloyd-Bryan

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
31.01.2008