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DVD-Besprechung - Disturbia
Story:
Nachdem Kale (Shia LaBeouf) seinen Spanischlehrer im Unterricht mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat, wird er zu 3 Monaten Hausarrest durch einen Richter verurteilt. Dass er sich der neuen Nachbarstochter Ashley (Sarah Roemer) wegen der beschränkten Zone, in der er sich bewegen darf, nicht näher kann, ist ärgerlich. Als er bei seinen aus der Langeweile entstandenen Spannereien in der Nachbarschaft aber den dringenden Verdacht bekommt, dass sein Nachbar Robert Turner (David Morse) ein Killer ist, wird es Zeit sich etwas einfallen zu lassen, um die beschränkte Bewegungsfreiheit zu umgehen. Hilfe bekommt er durch seinen besten Freund Ronnie (Aaron Yoo) und zu guter letzt auch Ashley.
Meinung zum Film:
1954 drehte Alfred Hitchcock den Klassiker „Das Fenster zum Hof“, in dem James Stewart durch ein Gipsbein an einen Rollstuhl gefesselt, sich die Zeit damit vertreibt, die Nachbarschaft durch ein Fernglas zu beobachten, wodurch er einem vermeintlichen Mörder auf die Spur kam. Etwas mehr als 50 Jahre später nahmen sich die Drehbuchautoren Carl Ellsworth („Red Eye“) und Christopher B. Landon („Blood & Chocolate“) der Geschichte an und schufen und der Leitung des Musiksenders MTV eine auf dem Grundplot basierende Story für die junge Generation der Gegenwart. Als Regisseur wurde D.J. Caruso („The Salton Sea“) verpflichtet, der schon Erfahrung im Thrillerbereich sammeln konnte. Der größte Fehler, den man beim Sehen des Films machen kann ist es, Vergleiche zum großen Vorbild herzustellen. Denn vom ruhigen Suspense ist nicht viel übrig geblieben. Alles ist lauter, bunter und cooler, eben maßgeschneiderter auf das anvisierte Zielpublikum.
Mit Shia LeBeouf („Transformers“) und Sarah Roemer („Asylum“) wurden zwei Darsteller für die Hauptrollen gecastet, die durchaus als Helden auf dem Bildschirm funktionieren und zudem auch ordentliche Leistungen in ihren Rollen abliefern. Auch David Morse („16 Blocks“) als vermeintlicher Killer weiß durch seine düstere Art zu überzeugen, während Carrie-Anne Moss („Matrix“) als Kales Mutter zu wenig Spielzeit hat, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ein richtiger Ausfall ist Aaron Yoo („The Bedford Diaries“), der den flippigen Kasper vom Dienst gibt und schon wenige Sekunde nach seinem ersten Erscheinen den Wunsch beim durchschnittlichen Zuschauer aufkommen lässt, dass der Killer sich doch ihn bitte möglichst schnell als Opfer aussuchen soll. Ein Wunsch, der allerdings nicht erhört wird, weswegen man den in bester Slapstickmanier agierenden Aushilfsschauspieler eine lange Zeit ertragen muss.
Auch in der Geschichte gibt es so manches an suboptimalen Passagen zu überstehen. Gleich schon zu Beginn, wo versucht wird, die Langeweile von Kale in seinem Heimgefängnis herüber zu bringen. Das ganze wirkt in der Umsetzung ein wenig zu aufgesetzt und der Übergang zu dem neuen Leben als Nachbarschaftsspanner hätte genauso gut auch ohne Qualitätsverlust deutlich schneller auf den Weg gebracht werden können. Die Stammzuschauer von MTV werden einige dieser Unstimmigkeiten sicherlich genauso problemlos akzeptieren, wie einige den Charakter des Ronnie wahrscheinlich sogar cool finden werden. Der durchschnittliche Filmfreund wird darüber hinwegsehen müssen, um im zweiten Teil des Films den erhofften Thriller genießen zu können. Am Ende werden viele zu dem Ergebnis kommen, dass der Film ganz nett anzusehen ist, aber zu viele Ungereimtheiten mit sich bringt, um wirklich vollends überzeugen zu können. Für einen netten Filmabend reicht der Unterhaltungswert aber allemal. Nicht zuletzt dank der guten Chemie zwischen Shia LeBeouf und Sarah Roemer, sowie dem ordentlichen Bösewicht David Morse.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck. Lediglich feines Rauschen und gelegentliche Unschärfen bei schnellen Kameraschwenks sind kleinere Problemfällchen. Auch der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist gut gelungen und sorgt bei den entsprechenden Szenen für Leben im Raum.
Extras gibt es einige auf der DVD zu finden. Den Beginn macht ein Audiokommentar mit dem Regisseur und den Hauptdarstellern Shia LaBouf und Sarah Roemer, der in erster Linie Heiterkeit verbreitet und dabei ein paar Infos über den Dreh vermittelt. Es folgt ein 15-minütiges Making Of, das voll und ganz auf das Zielpublikum der Videoclip-Generation abgestimmt ist und nur bedingten Informationsgehalt hat. Die knapp 4 Minuten nicht verwendeter Szenen werden im Film nicht vermisst, während das Pop-Up-Trivia-Quiz keinesfalls beim ersten Sehen des Films zugeschaltet werden sollte, das es dann recht schnell stört. Die Outtakes sind gewohnt witzig, mit nicht einmal 90 Sekunden aber reichlich kurz. Es folgen noch ein Musikvideo zum Film, eine Fotogalerie und der Trailer.
Fazit:
„Disturbia“ ist zwar weit davon entfernt, ein würdiger Nachfolger vom „Fenster zum Hof“ zu sein, doch abgesehen von den Zugeständnissen an die MTV-Zuschauer liefert er ordentliche Thriller-Kost mit kleinen inhaltlichen Schwächen. Die Schauspieler wissen, abgesehen von Aaron Yoo, zu überzeugen. Einen Vergleich zum großen Vorbild sollte allerdings zu keiner Sekunde gezogen werden, da „Disturbia“ ansonsten keinen Spaß machen kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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100:19 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit DJ Caruso, Shia LaBeouf und Sarah Roemer
- Das Making Of von "Disturbia"
- Entfernte Szenen
- Serial Pursuit Trivia Pop-Up-Quiz
- Outtakes
- Musik Video "Don't make me wait" von This world fair
- Fotogalerie
- Trailer
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Disturbia
Disturbia
Pimp my Fenster zum Hof
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: D.J. Caruso Drehbuch: Christopher B. Landon, Carl Ellsworth Darsteller: Shia LaBeouf, Sarah Roemer, David Morse, Aaron Yoo, Carrie-Anne Moss, Jose Pablo Cantillo, Matt Craven, Viola Davis
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 07.02.2008
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