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Kino-Besprechung - Unsere Erde
Story:
Am Nordpol erwacht eine kleine Eisbärenfamilie aus dem Winterschlaf. Während die kleinen Racker das erste Mal in ihrem Leben die Sonne sehen, hat die alleinerziehende Mutter große Sorge: Sie muss es mit den Kids bis zum Wasser schaffen, da nur dort neue Nahrung auf sie wartet. In der Kalahari-Wüste hat eine Elefanten-Mama ähnliche Probleme: Endlich findet die Herde nach langer Reise durch die sengende Hitze eine Oase - doch wartet am dortigen Wasserloch ein ganzes Löwenrudel...
Meinung zum Film:
Mit der Sonne als Reiseleiter begleitet "Unsere Erde" den Zuschauer auf eine beeindruckende Reise um die Erde. Vom Nordpol zum Äquator, von dort zum Südpol und wieder zurück. Dabei treffen wir wieder und wieder auf kleine oder große Familien, deren Schicksal von der Sonne gezeichnet ist: Besagte Eisbären und Elefanten, aber auch Paradiesvögel im Urwald des Amazonas-Gebietes, Buckelwale auf einer 6000 Kilometer langen Reise vom Äquator zum Südpol, Karibus in der Tundra und viele mehr. Dies stellt quasi die "Rahmenhandlung" des Dokumentarfilms dar, der in wunderschönen Bildern versucht, möglichst viele Facetten des Tier(über-)lebens unseres Planeten zu beleuchten.
Das Team um Regisseur Alastair Fothergill ("Deep Blue") drehte in fünf Jahren an über 200 Drehorten in freier Wildbahn mit über 40 spezialisierten Kameramännern - das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bombastische Bilder aus nahezu allen Klimazonen der Erde inklusive gigantischer Wasserfälle, Sand- und Eis-Wüsten und dichtestem Dschungel wechseln sich ab mit herzigen, dramatischen und traurigen Szenen rund um die Tierfamilien, die wir auf einem Teil ihrer Reisen begleiten. Daß dabei auf sehr verschiedene Aspekte eingegangen und letztendlich auch vor der globalen Erwärmung nicht haltgemacht wird, mag den Film an manchen Stellen etwas überfrachten, stört aber nicht sonderlich.
"Unsere Erde" kann einige Premieren bieten: So durfte das Team als erste Fimlcrew im Rückzugsgebiet der Eisbären das Erwachen der Tiere filmen und mit einer neuen Kameratechnik namens Cineflex vollständige Jagden aus der Luft in hoher Qualität einfangen. Außerdem rühmt man sich des kompletten Verzichtes auf digitale Effekte, jegliches Material blieb unbearbeitet und bediente sich statt dessen Zeitraffer- und Zeitlupen-Technik. Dies ermöglicht Szenen wie das Erblühen einer Kirsch-Plantage oder eine dramatische Zeitlupen-Symphonie einer Geparden-Jagd.
Fazit:
Der Film erfüllt sein Ziel, die Tierwelt und die Lebensbedingungen der Erde zu beleuchten, sehr angemessen. Mitunter etwas überfüllt, brilliert er dabei mit atemberaubend schönen Bildern, die sicherlich nicht nur dem Hardcore-Dokumentarfilm-Fan gefallen werden.
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Unsere Erde
Earth
Weltreise der besonderen Art
Autor der Besprechung:
Thomas Beckmann
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / UK, 2007 Regie: Alastair Fothergill, Mark Linfield Drehbuch: Alastair Fothergill, Mark Linfield
Verleiher:
Universum Film
Kinostart : 07.02.2008
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