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DVD-Besprechung - Kein Bund fürs Leben
Story:
Durch schnöden Verrat landet Basti (Franz Dinda) anstatt beim Zivildienst bei der Bundeswehr zur Grundausbildung. Er darf zwar einen weiteren Verweigerungsantrag stellen, doch die Wochen bis zur Bearbeitung und Entscheidung hat er seinen Dienst zu leisten. Zusammen mit seinen Stubenkameraden Schleifer (Florian Lukas), Ufo (Axel Stein), Zonk (Till Trenkel), Justus (Christian Sengewald) und Nefzat (Kallas Mahadevan) spielen sie ihren Ausbildern so manchen Streich. Bei einem ernsthaften Kräftemessen mit den amerikanischen Kollegen zeigen sie aber, dass sie auch ganz anders können.
Meinung zum Film:
Die deutschen Komödien haben hin und wieder ein kleines Problem, da ihnen die Innovation fehlt. Militärkomödien hat es schon so einige gegeben und auch der vierte Teil der Pubertätsserie „Eis am Stiel“ sprang schon auf den Mannschaftstransporter auf. Vor diesem Hintergrund haben die deutschen Drehbuchautoren immer wieder ein kleines Kreativproblem, wie auch hier in „Kein Bund für’s Leben“. Richtig schlecht mag man den Film nicht bewerten, denn überraschenderweise sind die grob 85 Minuten schneller herum als nach der ersten Viertelstunde befürchtet. Die Kalauer sind sicherlich nicht die großen Lachbomben, doch sie besitzen einen gewissen eigenen Charakter. Wenn der Unterhaltungswert der Komik eingeschätzt werden soll, so liegt er dann aber doch unter „Mädchen, Mädchen“ oder „Harte Jungs“.
Die Geschichte bietet eine Hauptfigur, die durch Manipulation in den Genuss des Grundwehrdienstes gelangt. Verzweifelt steht der Protagonist von einem Moment zum Nächsten vor einem Offizier, der ihn scheinbar sinnfrei anbrüllt. "Herzlich willkommen beim Bund!" möchte man ihm zurufen, doch die verzwickte Situation ist ihm selbst klar. Durch Drehungen, Wendungen und Formalien muss er dann doch seine Ausbildung zur Vaterlandsverteidigung beginnen und er lernt die Kameradschaft seiner Stube zu schätzen. Apropos Stube, diese ist belegt mit einer illustren Runde, die ihresgleichen sucht. Ein Söhnchen eines reichen Vaters, ein Kamerad mit Migrationshintergrund, ein Tausendsassa, ein Bücherwurm mit Orientierungsschwierigkeiten oder auch ein freakiger Typ, der vor sich hin blökt, das sind die neuen Freunde, mit denen sich Basti durch den Hindernisparcour schleppt. Ausgerechnet gegen die die eigentlich bestens ausgebildeten GI’s soll die Trümmertruppe in einem Wettbewerb antreten und des Hauptmanns privaten Panzer retten, der als Wetteinsatz herhalten muss.
Die üblichen Gags der Grundausbildung sind schnell verschlissen, da sie oft bemüht wurden. Einen weiteren Kick in Sachen Humor erhofft sich der Zuschauer dann von dem Wettkampf mit den Amerikanern. Zu Recht, denn es ergeben sich hier dann doch die einen oder anderen Witzigkeiten auf einem aber weitgehend harmlosen Niveau. Eine krachende Abrechnung mit dem Kommis findet nicht statt, vielmehr wird eine reine Unterhaltungsvariante präsentiert, die in keine Richtung tritt und das ist vielleicht auch der Punkt, an dem die Komödie zu brav wirkt. Auf Seiten der Schauspieler gibt es dann doch so einige bekannte Gesichter zu sehen, wie z.B. Hauptdarsteller Franz Dinda („Die Wolke“), Axel Stein („Hausmeister Krause“) oder auch Florian Lukas („Good bye, Lenin“). Die Riege hinterlässt einen ordentlichen Eindruck und sie machen das Beste aus ihren Rollen, die zeitweise etwas eindimensional wirken.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist vollkommen in Ordnung, verfügt über schöne Farben, einen sauberen Kontrast und scharfe Konturen. Ein störendes Rauschen sucht man vergebens. Der deutsche dts-Track ist stimmig und bietet für eine Komödie schon eine ordentliche Vielfalt an Klangerlebnissen.
Das Making Of dauert rund 13 Minuten und es wird fleißig gelobhudelt und interne Werbung für den Film betrieben. Die Interviews sind da schon interessanter, vor allem die Tatsache, dass offenbar jeder dieselbe Erinnerung an die Musterung hat. Weiterhin gibt es noch erweiterte und geschnittene Szenen, die recht spaßig sind und teilweise sicherlich auch im Hauptfilm ein passendes Plätzchen gefunden hätten. Das Musikvideo von 2,5 Minuten ist dann der Extrabreit-Fetenhit „Hurra, Hurra die Schule brennt“, allerdings in einer Coverversion mit neuem Text. Auch der 70er-Jahre-Song „Tränen lügen nicht“ feiert seine Auferstehung und fast das komplette Ensemble gibt diesen in über fünf Minuten zum Besten. Den Abschluss bilden die Darstellerinfos in Form von Texttafeln.
Fazit:
„Kein Bund für’s Leben“ ist eine eher harmlose Komödie, die keine wirklichen Höhepunkte aufweisen kann. Es einer von den Filmen, die man sich sicherlich ansehen kann, die aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Technisch ist die DVD völlig in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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86:02 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interviews
- Deleted Scenes
- Extended Scenes
- Extended "Tränen lügen nicht"
- Musikvideo
- Darstellerinfos
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Kein Bund fürÂ’s Leben
Kein Bund für’s Leben
Ein Witz! Zwo, drei, vier
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 2007 Regie: Granz Henman Drehbuch: Carsten Funke, Granz Henman Darsteller: Franz Dinda, Florian Lukas, OonaDevi Liebich, Axel Stein, Jan Henrik Stahlberg
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 31.01.2008
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