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DVD-Besprechung - Lightspeed
Story:
David Leigh (Jason Connery) will eigentlich nur seinem Freund Edward (Daniel Goddard) helfen. Dieser ist gerade dabei aus einer mutierten Schlange ein Allheilmittel gegen Verbrennungen zu entwickeln. Doch ihm werden die Forschungsgelder gestrichen und er macht David dafür verantwortlich. Um seine Theorien zu beweisen, verbrennt er sich selbst und heilt sich mit der Schlangenhaut. Dadurch wird er aber selber zum Schlangenmenschen und nennt sich fortan Python. Bei einem Angriff Pythons wird David schwer verletzt und soll durch eine Strahlentherapie geheilt werden. Python stellt die Strahlen aber sehr hoch ein. Anstatt jedoch zu sterben, beschleunigt sich alles in seinem Leben und er kann unglaublich schnell laufen. Nun beginnt erst der wirkliche Kampf zwischen David, der sich nun Lightspeed nennt und Python.
Meinung zum Film:
Es lässt Comicfans erschaudern, wenn ein neuer Held angekündigt wird, der von Stan Lee geschaffen wurde. Denn Lee ist verantwortlich für die Geburt solch illustrer Helden wie Spider-Man, X-Men und die Fantastischen Vier. Und die Synopsis des Films verspricht auch einiges. Wird hier vielleicht ein Flash à la Marvel geboren? Es wäre schon interessant, dies zu sehen und dann auch noch exklusiv im Fernsehen. Aber nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein. Stan Lee, so mag man nach dem Konsum des Films meinen, ist ausgebrannt und hat keine wirklich originellen Geschichten mehr zu erzählen. Oder aber die Autoren, die ihm beim Drehbuch geholfen haben, haben einfach kein Talent, eine interessante Idee umzusetzen. Denn eigentlich ist die Grundidee gar nicht schlecht. Es gibt einige Versatzstücke in der Geschichte, die das Ganze durchaus hätten gut werden lassen können. So muss der Held der Geschichte ein Medikament zu sich nehmen, um noch schnell sein zu können. Das hätte man durchaus als wirklich gelungene Abhängigkeit ausarbeiten können. Aber davon ist nichts zu sehen. Dass der Schurke richtig sinister ist und recht viel Brutalität herrscht, ist sicher auch gut gelungen. Aber das war es dann auch schon.
Das vermutlich größte Problem ist, dass den Charakteren kein Raum für Entwicklung eingeräumt wird. Würde man nicht gerade Lee Majors und Jason Connery kennen, hätte man gar keinen Anhaltspunkt, an dem man sich durch den Film hangeln könnte. Denn jeder bleibt in diesem Film mehr als nur blass. Auch und besonders Lee Majors, der sichtlich gealtert einfach nicht an seine Leistung aus „Ein Colt für alle Fälle“ anknüpfen kann und vermutlich auch nicht will, denn er hat wohl schon früh erkannt, wie dämlich dieses Projekt und seine Rolle darin ist, wo er doch eigentlich nur Stichwortgeber ist. Eine völlige Fehlbesetzung ist freilich Jason Connery, der meist Nebenrollen in Serien wie „Smallville“ spielt. Der Schauspieler war zum Zeitpunkt, zu dem der Film gedreht wurde, bereits 43 Jahre alt und man nimmt ihm einfach die Rolle eines kämpfenden Superhelden nicht ab, was sicher auch seiner untrainierten Figur anzulasten und seinem recht hohen Haaransatz. So sieht einfach kein Superheld aus und vor allem ist es eine Enttäuschung, wenn man sich dagegen das Bild auf dem Cover der DVD anschaut. Denn da ist er wirklich nicht zu sehen.
Im Prinzip bewegt sich der gesamte Film auf dem Niveau einer sehr billigen Fernsehproduktion. Besonders die Kostüme sind merklich billig zusammen geschustert worden. Aber auch die Schauplätze sind nicht besonders originell und weitläufig ausgewählt worden. Vieles bewegt sich am selben Ort, die Kulissen wirken wie aus einer Fernsehserie der Achtziger, was vielleicht noch als Hommage an Colt-Seavers-Zeiten erkannt werden könnte. Wenn man sich allerdings ansieht, was heutzutage für das Fernsehen produziert wird, ist dies doch sehr enttäuschend. Einzig und alleine das Kostüm von Python kann noch überzeugen, denn dieses sieht wirklich sehr gut aus. Zum negativen Eindruck tragen auch die größtenteils grottig wirkenden Effekte bei. Ein Mann, der so schnell ist wie das Licht, ist jedenfalls deutlich schneller, als hier dargestellt. Und wenn man dann auch noch die wirklich grausam choreographierten Kämpfe mit hinzunimmt, bei denen der Held – obwohl in Wirklichkeit Wissenschaftler – auf einmal eine unglaubliche Akrobatik an den Tag legt, dann muss man sich schon fragen, ob die Macher sich auch nur den geringsten Gedanken über Lightspeed gemacht haben. Der könnte doch durch ganz andere Dinge seine Gegner außer Gefecht setzen, als durch rohe Gewalt und Akrobatik. Hier kann man nur sagen: Klassenziel verfehlt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist auf einem ordentlichen Niveau, ist vielleicht etwas blass, aber ansonsten vollkommen in Ordnung. Der Ton hingegen ist eine Enttäuschung. Für einen Action-Streifen hätte man sich einen guten Surroundsound erwartet, insbesondere, wenn dieser mit dts und Dolby Digital 5.1 in Deutsch und Englisch angekündigt wird. Aber letztendlich ist dies hier doch nur ein Upmix von Dolby Digital 2.0 ohne Effekte auf den hinteren und seitlichen Lautsprechern.
Die Special-Features sind eher mager zu nennen. Die beiden Trailer in Deutsch und Englisch werden durch eine Bildergalerie flankiert. Und es gibt ein kurzes Making Of zu sehen, das aber fast keine neuen Informationen offenbart.
Fazit:
"Lightspeed" ist ein billiger Abklatsch von "Flash". Wer unbedingt alles von Stan Lee gesehen haben möchte, kann mal reinschauen. Aber viel Freude wird er nicht dran haben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:03 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine Untertitel vorhanden. |
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Bonusmaterial:
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Originaltrailer Deutsch
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Originaltrailer Englisch
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Making Of
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Bildergalerie
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Lightspeed
Lightspeed
Ein Möchtegern-Blitz
Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Don E. FauntLeRoy Drehbuch: John Gray, Steve Latshaw Darsteller: Charles Halford, Daniel Goddard, James Jamison, Jason Connery, Joyce Cohen, K.C. Clyde, Kari Hawker, Lee Majors, Michael Flynn, Nicole Eggert, Scott Hanks
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : Noch kein Termin bekannt
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