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DVD-Besprechung - War of the Living Dead
Story:
Zombies haben die Welt im Griff und es gibt nur wenige noch lebende Menschen. Die letzten haben sich in Clans zusammengeschlossen und operieren ähnlich organisiert wie das Militär. Tagein, Tagaus versuchen sie zu überleben und möglichst viele Zombies zu vernichten, doch dieses sind mittlerweile gewieft und haben den Menschen als reproduzierende Nahrungsquelle für sich entdeckt. Sie halten die Unglücklichen auf einer Farm und wenn genug Nachwuchs da ist, dann ist Zerfleischen angesagt. Als sei diese Menschenfarm nicht schon entsetzlich genug, scheint die Anlage eines ganz anderen Ursprungs zu sein.
Meinung zum Film:
Die Existenz von „War of the living Dead“ ist der eindeutige Beleg dafür, dass es in der Filmindustrie zu viel Geld gibt. Einen derartigen cineastischen Unfug hat die Welt des Horrorfilms lange nicht gesehen. Zum einen kann sich das Drehbuch nicht entscheiden, ob es denn eine Horrorkomödie sein soll, oder ein ernsthafter Zombiefilm. Zum anderen haben die Verantwortlichen augenscheinlich erkannt, dass es hier und da doch einige Schwächen gibt. An diesem Punkt machten sie dann noch einen fatalen Fehler, denn um die Unzulänglichkeiten zu kaschieren, wurde der Bodycount stark nach oben korrigiert. In den ersten fünf Minuten gibt es schon so viele abgeballerte Zombies und angeknabberte Menschen wie in manchem Film über die gesamte Laufzeit.
Der Horrorfigur des Zombies haben die Filmschaffenden ja schon so manches abverlangt, aber die Idee, dass sie eine Farm betreiben, auf der sie Menschen züchten, um sie später zu fressen, ist eine selten schlechte Idee. Es wäre schon interessant, den Geisteszustand der Verantwortlichen zu überprüfen, bei derart tumben Einfällen. Wenn Agrarzombies eine Errungenschaft der Fantasie sind, dann stehen dem Filmfreunde harte Zeiten ins Haus. Die Schauspieler können einem wirklich leid tun, in so einem Streifen aufzutreten. Dass sie sich dem schwachen Niveau anpassen, ist kein Wunder und auch absolut verständlich. Die Kulissen sind so offensichtlich zusammengestellt worden, dass ihre künstliche Existenz gnadenlos ins Auge fällt. Es ist eigentlich traurig, dass an einem Film einfach jeder Bereich so gnadenlos durchfällt. Bei einigen anderen Filmen dieser Art kann noch ein gewisser Kultverdacht attestiert werden, doch in diesem Fall ist der Begriff „Ressourcenverschwendung“ leider Programm.
Wer das Genre mag, wird sich angesichts eines solch kruden Werkes fast schon ärgern. Es gibt Amateurfilme, die mehr Klasse und Atmosphäre haben und die zeigen, wie viel Herzblut in solch einem Werk stecken können. Die Masken der Untoten sind teilweise deutlich überschminkt und machen einen eher grotesken Eindruck, als dass sie den Zuschauer das Fürchten lehren. Hinzu kommen noch nervige Szenenübergänge, die mit einem „Wooosh“-Sound unterlegt sind. Damit der Zuschauer die Story überhaupt in Gänze begreift, muss zudem noch einen Sprecherin aus dem Off das Publikum mit Hintergrundinformationen versorgen. Das dollste Stück leistet sich dann die Synchronisation, in der ganz einfach mal etwas nicht gesprochen wird. Der amerikanische Mime bewegt munter seinen Mund, doch zu hören ist nichts. Ein Umschalten auf den englischen Ton legt den Fehler dann schonungslos offen. Ja, und Unterschiede zwischen Zombies und Ghouls werden auch nicht gemacht.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist farblich eine Spur zu blass, doch der Kontrast ist stimmig. Ein leichtes Bildrauschen zieht sich durch den kompletten Film. Insgesamt ist es aber akzeptabel. Der Ton bietet keine negativen Überraschungen, bleibt aber insgesamt unauffällig.
Als Extra fühlt sich eine Bildergalerie sehr einsam.
Fazit:
„War of the living Dead“ ist nichts für den guten oder den schlechten Geschmack. Dieser Film wird niemanden unterhalten können. Technisch ist die DVD in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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76:35 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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War of the living dead
Zombie Wars
Old McZombie had a farm...
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: David A. Prior Drehbuch: David A. Prior Darsteller: Jonathan Badeen, Dean Chambers, Jim Hazelton, Mike Holley, Joel Klug
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 14.02.2008
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