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DVD-Besprechung - Die Spezialisten unterwegs
Story:
Dr. Billy Hayes (Dean Paul Martin) ist der Anführer einer Gruppe junger Menschen, die mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet sind. Sein Kollege Dr. Elvin Lincoln (Kevin Peter Hall) kann sich auf Daumengröße schrumpfen lassen, John 'Johnny B' Bukowski (Mark Thomas Miller) kann Blitze aus seinen Händen verschießen, während Gloria Dinallo (Courteney Cox) über telekinetische Kräfte verfügt. Man nennt sich die „Misfits of Science“ und hilft überall da aus, wo große Ungerechtigkeiten geschehen.
Meinung zum Film:
James D. Parriott gehört zu den erfolgreicheren US-TV-Serienproduzenten, der auch vereinzelt Drehbücher zu diesen beisteuert. Zu seinem Portfolio gehören u.a. „Grey’s Anatomie“, „Ugly Betty“, „Dark Skies“ und „Die 7 Millionen Dollar Frau“. 1985 schrieb und produzierte er die Serie „Misfits of Science“, die in der Tradition von SciFi-Action-Serien der Marke „Airwolf“ und „Knight Rider“ lebte. Anstelle von elektronischen Wunderwerken waren es hier lediglichen Menschen, die nach bestem Vorbild von Comichelden mit Superkräften gegen das Böse kämpften. Da das Budget für eine TV-Serie begrenzt ist, fallen die Tricks nicht sonderlich spektakulär aus, was im gleichen Maße auf für die Storylines gilt. Die Serie fügt sich somit nahtlos in die zeitgenössische TV-Kost der 80er-Jahre ein, die nüchtern betrachtet zwar reichlich kitschig anmutet, dafür aber einen extrem hohen Charme- und Nostalgie-Faktor besitzt. "Die Spezialisten unterwegs" besitzen diese Faktoren nicht zuletzt wegen der gut gewählten Darsteller, die eine gute Chemie untereinander versprühen und bei denen die Späße untereinander gut sitzen.
Hauptdarsteller Dean Paul Martin, Sohn des großen Entertainers und Crooners Dean Martin („Frankie und seine Spießgesellen“), der den Anführer der Spezialisten spielt, starb 1987 bei einem Flugzeugabsturz, als er im aktiven Dienst für die Nationalgarde unterwegs war. Auch Dr. Elvin Lincoln-Darsteller Kevin Peter Hall weilt nicht mehr unter den Lebenden. Nachdem er als Titelkreatur in den beiden „Predator“-Figuren seine großen Auftritte hatte, starb er 1991 an der Immunschwäche AIDS, die er sich bei einer Bluttransfusion eingefangen hatte. Mehr Glück hatte Max Wright, der Dick Stetmeyer, den Gönner der Gruppe spielt, als er 3 Jahre nach den Spezialisten erneut eine Rolle in einer TV-Serie übernahm. In der Rolle des Willie Tanner in „Alf“ erlangte er Kultstatus. Die größten Erfolg aus der Gruppe kann ohne Zweifel die in der Serie noch als schüchterne Gloria auftretende Courtney Cox erlangen. Dank „Scream“ kann sie mit Fug und Recht behaupten, dass mit ihrer Rolle als Klatschreporterin Gale Weathers ihren Teil dazu beitrug, eine neue Epoche des Horrorkinos zu prägen und als Monica Geller spielte sie in „Friends“ in einer der erfolgreichsten Sitcoms aller Zeiten mit und gehörte zudem hinter den Kulissen zu den einflussreichsten Personen der Show.
Selbst wenn man als Zuschauer nicht weiß, in welchem Jahr "Die Spezialisten unterwegs" entstanden ist, können die 80er-Jahre sehr schnell erkannt werden. Hämmernder Synthi-Pop, geprägt durch den Sound eines Drum-Computers, und die allgegenwärtigen schrillen Farben der Ära bestimmen Bild und Ton. Auch die flotten, teils aber auch etwas albernen Sprüche, die vor allem von Hayes immer wieder kommen, waren zu der Zeit üblich. Die Gruppendynamik hat dabei durchaus ein wenig vom "A-Team". Das Spezialisten-Gefährt ist ein ausrangierter Eiswagen, der im Pilotfilm für einen unheimlichen, wortkargen „Ice Man“ benötigt wurde. Während die Figur des frostigen Gefährtens später nicht mehr vorkam, wurde das Gefährt für die weiteren Folgen als offizielles Spezialisten-Fahrzeug übernommen. Und so schräg wie sich alles bislang anhören mag, genauso schräg geht es dann letzten Endes auch in jeder einzelnen Folge zu. Die Logik wird gleich zu Beginn ohne jeden Skrupel mit weiterem unnötigen Ballast von Bord geworfen, damit ein wilder Haufen mit Superkräften ausgestatteter Menschen die wildesten Abenteuer bestehen kann. Eine lockere SciFi-Action-Comedy ist das daraus resultierende Ergebnis, das ohne jeden Anspruch für Unterhaltung der leichten Sorte sorgen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen ordentlichen Eindruck. Zwar ist durchweg deutliches Rauschen zu erkennen, die Konturen überstrahlen ein wenig und Bildfehler blitzen immer mal wieder auf, für eine Serie aus den 80er-Jahren ist das Ergebnis aber als gut einzuordnen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 2.0 Mono ist durchweg gut zu verstehen.
Als Extra gibt es lediglich eine Bildergalerie. Lobenswert ist die Aufmachung des dicken Digipaks, das ganz im Zeichen der Ausstattung der Serie im grellbunten Neonlook daherkommt und zudem auch noch die passenden Menüs zu bieten hat.
Fazit:
Wer „Knight Rider“, „A-Team“ und Co. liebt, wird auch mit „Die Spezialisten unterwegs“ bestens unterhalten werden. Nostalgiker schauen hier schon allein wegen dem 80er-Jahre-Flair hin. Wer lieber auf Unterhaltungskost mit ernstem Unterton zurückgreift, wird hieran aber wohl weniger Freude haben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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17 Folgen a ca. 49 Minuten Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Die Spezialisten unterwegs
Misfits of Science
Die Kult-Superheldenserie aus den 80ern, im passenden grellbunten Neon-Look
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1985 - 1986 Regie: James D. Parriott, Burt Brinckerhoff, Michael Switzer, Victoria Tarazi, Bernard McEveety, Barbara Peters, Jeffrey Hayden, Joe Dorsey, Doug Hale, Douglas Warhit Drehbuch: James D. Parriott, Morrie Ruvinsky, Donald Todd, Michael Cassutt, Blaze Forrester, Mark Jones, Tim Kring, Pamela Norris, Linda Campanelli, Dan DiStefano, Sara Parriott Darsteller: Dean Paul Martin, Kevin Peter Hall, Mark Thomas Miller, Courteney Cox, Jennifer Holmes, Max Wright, Diane Cary, Patricia Wilson, Dawan Scott, Michael McGuire
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 25.01.2008
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