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DVD-Besprechung - Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft
Story:
Die kleine Emma (Rhiannon Leigh Wryn) und ihr zehnjähriger Bruder Noah (Chris O’Neil) finden am Strand ein kleines Kästchen in dem sich u.a ein Stoffhase befindet. Zu ihrer Überraschung müssen sie feststellen, dass dies kein typisches Stofftier ist, sondern ein Abgesandter aus der Zukunft. Mimzy wurde durch die Zeit geschickt um der Menschheit ein besonderes Gen zu bewahren. Um den Job richtig zu machen, erhalten Emma und Noah verschiedene Kräfte, die ihre Eltern zum Staunen bringen. Doch ein Stromausfall ruft die Heimatschutzbehörde auf den Plan und Mimzy fliegt auf.
Meinung zum Film:
„Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft“ ist sehr gute Filmunterhaltung für Kinder, aber auch erwachsene Zuschauer können sich diese Fantasy-Geschichte gut ansehen. Die Stärke des Films liegt in seiner absoluten Zugänglichkeit für Kinder, denn die an sich zunächst für Kinder etwas kompliziert wirkende Story wird überraschend einfühlsam erzählt. Die Verständlichkeit des Geschehens geht erfreulicherweise nicht zu Lasten des Tempos und so folgt Schlag auf Schlag eine sich fortwährend aufbauende Spannung. An die entscheidenden humorigen Einlagen haben die Filmemacher auch gedacht und so bleibt der Film jederzeit ein echter Appetithappen. Inhaltlich wird dem Publikum ein wenig der Spiegel vorgehalten, der zeigen soll, dass es so nicht weitergehen kann. Andererseits wird aber auch eine Weiterentwicklung der Gesellschaft beschrieben, die dann auch nicht unbedingt ideal ist.
Die Kinder werden als die eine Art von Unschuldigkeit und Reinheit des menschlichen Charakters verwendet, was besonders durch die Auflösung zum Ende deutlich hervorgehoben wird. Erwachsene wiederum wirken in ihrer Darstellung mehr wie der Teil der Menschheit, der schon quasi als verloren anzusehen ist und den es zu retten gilt. Die rudimentären esoterischen Ansätze bleiben erfreulich kurz und verwirren so nicht sonderlich den kleinen Zuschauer. Sie wirken vielmehr mystisch und erzeugen eine gewisse Spannung, die darauf fußt, dass nichts wirklich greifbar ist. Warum die kleine Emma den Hasen als eine „Sie“ wahrnimmt, das bleibt ein wenig unklar, denn in der Interaktion bleibt das Stofftier eher ein Neutrum. Mimzy spricht weder mit einer eindeutigen männlichen oder weiblichen Stimme sondern mit einer Art hohem gurren und schnurren, welches nur von Emma verstanden werden kann. Übrigens ist die Stimme des Hasen die der kleinen Schauspielerin Rhiannon Leigh Wryn („Hulk“). Ihren Dialogen wurden sämtliche Pausen technisch entzogen, sodass eine Art endloser Singsang entstand, der zusätzlich noch verfremdet wurde.
Der Unterhaltungswert wirkt recht ordentlich und es gibt nichts was das junge Publikum wirklich fürchten müsste. Es gibt viele faszinierende optische Effekte die aber im Rahmen bleiben und es ergibt sich keine visuelle Reizüberflutung. Diese Szenen sind eher mit einem „Ohhhhh“ und „Ahhhhh“ zu umschreiben wie man es von den Zuschauern kennt, die ein Prachtfeuerwerk sehen. Die Hauptdarsteller sind eindeutig die beiden Kinderdarsteller Rhiannon Leigh Wryn und Chris O’Neil, der seine erste Rolle spielt. So jung die zwei auch sind, sie können absolut überzeugen und wirken sehr abgeklärt. Nichts wirkt gekünstelt und man nimmt den beiden ihre Rollen ab. Als ihre Eltern wurden Joely Richardson („Der Patriot“) und Timothy Hutton („Der gute Hirte“) engagiert, die ebenfalls eine gute Leistung abliefern. Ein echter Sympathieträger ist Rainn Wilson („Die Super Ex“) geworden, denn als esoterisch angehauchter Lehrer stellt er genau den Typen dar, den man gerne sieht: einen erwachsenen Mann der seine Träume nicht einfach über den Haufen wirft sondern ihnen leicht wehmütig nachhängt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist tiptop und bietet alles was man von einer DVD heute erwarten darf. Der Kontrast stimmt, die Konturen sind scharf und die Farbqualität ist angenehm passend und ausgewogen. Selbiges gilt für den Ton der immer passend das Geschehen untermalt.
Die Extras unterteilen sich in zwei Oberthemen: „Über den Film hinaus“ und „All Access Pass“. Das erste Kapitel befasst sich mit den im Film angeschnittenen Begriffen wie Mandalas, Nanotechnologie, DNA und Wurmlöcher. In kurzen, deutsch untertitelten, Filmen werden diese Bereiche kurz und informativ angerissen. Ferner wird noch ein Zusammenhang zwischen Emma und „Alice im Wunderland“ hergestellt, sowie die Entstehung der Soundeffekte erklärt. Das zweite Kapitel befasst sich mehr mit dem Film an sich und so finden sich hier nicht verwendete und alternative Szenen, ein Audiokommentar von Regisseur Bob Shaye, der Originaltrailer und ein Musikvideo von Roger Waters. Darüber hinaus werden noch Informationen zur Entstehung des Films angeboten. Alles in allem ein sehr üppiges und interessantes Bonusmaterial.
Fazit:
„Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft“ hebt sich von dem Einerlei der Kinderfilme deutlich ab und bietet eine schöne Fantasieunterhaltung für Kinder ab sechs Jahren. Man darf dem Film sogar einen gewissen intellektuellen Anspruch attestieren, dem auch Erwachsene etwas abgewinnen können. Technisch ist die DVD sehr gut umgesetzt, was durch ein gutes Bonusmaterial abgerundet wird.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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92:19 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch |
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Bonusmaterial:
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- Über den Film hinaus (Hintergrundinfos)
- All Access Pass (Entstehung des Films + Audiokommentar)
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Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft
The Last Mimzy
Ein Stoffhase mit Überraschungsfaktor
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Robert Shaye Drehbuch: Toby Emmerich, Joel Rubin Darsteller: Chris O’Neil, Rhiannon Leigh Wryn, Joely Richardson, Timothy Hutton, Rainn Wilson
Label :
Warner Home Video Germany
Verkaufsstart : 14.12.2007
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