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DVD-Besprechung - Hellphone - Ein teuflisches Handy
Story:
Sid (Jean-Baptiste Maunier) steht auf seine Studienkollegin Angie (Jennifer Decker). Dummerweise besitzt er nur ein Skateboard, aber kein Handy. In den heutigen Zeiten kann man aber ohne ein prestigeträchtiges Mobiltelefon bei der Jugend nicht mehr landen. Daher besorgt er sich in einem Krämerladen ein Designerstück für magere 30 Euro. Schnell merkt Sid, dass er nun nicht nur bei Angie landen kann, sondern auch alle seine anderen unliebsamen Zeitgenossen viel Pech zu verkraften haben. Mit Hilfe seines Freundes Pierre (Benjamin Jungers) bemerkt er dann, dass sein Telefon direkt aus der Hölle zu kommen scheint.
Meinung zum Film:
„Hellphone“ ist eine französische Produktion, bei der James Huth Regie führte. Huth hat erst eine knappe handvoll Produktionen auf dem Regiestuhl vorzuweisen, seine bekannteste dürfte „Serial Lover“ aus dem Jahr 1998 sein. Geschrieben wurde die Story von Jean-Baptiste Andrea, der diese Position schon bei „Dead End“ innehatte und bei dem er auch Regie führte. Bei „Dead End“ wiederum war James Huth als ausführender Produzent beteiligt, kein Wunder also, dass die beiden als Insider-Gag den Protagonisten von „Hellphone“ im Kino eben ausgerechnet „Dead End“ sehen lassen, der wiederum der „absolute Lieblingsfilm“ eines anderen Charakters aus „Hellphone“ ist.
Der Film lässt sich am einfachsten als „Teenie-Horror-Komödie“ bezeichnen, bei der man nur eines nicht erwarten darf: Horror. Das Telefon aus der Hölle benimmt sich dazu anfänglich viel zu zahm, so lässt es beispielsweise den ungeliebten Mathelehrer auf Befehl per Anruf Unmengen von Kreide essen, was dieser auch bis auf ein paar Magenprobleme gut verkraftet. Schlechter ergeht es dann schon dem Chef des Burgerladens, bei dem Sid jobbt, und der kurzerhand gezwungen wird, seinen Kopf in eine Friteuse zu stecken; am Schluss kommt es ebenfalls zu einigen Gewalttaten, die aber so inszeniert sind, dass man sich kaum gruselt. Nun könnte man denken, der Regisseur hätte mit seinem Film das Klassenziel des Gruselns verfehlt, dem ist aber nicht so. Stattdessen bietet das Telefon nur den Aufhänger für eine launige Liebesgeschichte zwischen 2 Jugendlichen, bei denen der böse Ex-Freund vom Love-Interest unseres Helden im Wege steht. Das Telefon aus der Hölle liest dabei alle Gefühlsregungen ihres Besitzers im wahrsten Sinne des Wortes von den Lippen ab und sorgt dafür, dass es Sid stets gut geht.
Nicht mehr so gut geht es ihm dann, als er bemerkt, dass sein Handy tatsächlich böse Fähigkeiten hat und ab da dreht die Komödie dann auch etwas zu sehr auf, was den sehr guten Gesamteindruck zumindest etwas schmälert. Es sei hier nicht das Finale verraten, dennoch wird hier etwas zu dick aufgetragen und auch die Gewaltspirale (allerdings mit nur mäßig viel Blut) kurbelt ebenfalls los, aber im Hinblick auf den sehr gelungenen Rest des Films kann man dies verzeihen. Was bleibt, ist eine witzige, toll gespielte Komödie, die sich durch die eigentlich überflüssigen kleinen Gewaltspitzen eine FSK-16-Freigabe eingehandelt und somit viel potentielles Publikum verloren hat. Schade, aber dieses Salz in der Suppe reicht auf keinen Fall aus, den Genuss zu versauen, und so sollten Zuschauer auf der Suche nach guter Unterhaltung und einigen netten Wortwitzen unbedingt mal einen Blick auf das „Hellphone“ werfen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist sehr gut gelungen und bietet keinen Anlass zum Klagen. Bildschärfe, Kontrast und die Farben überzeugen von der ersten bis zur letzten Minute – kein Wunder bei einer derart aktuellen Produktion. Der Ton liegt auf deutsch wahlweise in dts oder in Dolby Digital 5.1 vor und beide verfügen über eine gute Dialogverständlichkeit. Leider passiert auf den hinteren Lautsprechern nicht allzu viel.
An Extras gibt es den deutschen und den französischen Trailer zu sehen. Weiter geht es mit rund 20 Minuten an Deleted Scenes, die von Regisseur James Huth kommentiert werden. Abgeschlossen wird die Extras-Rubrik mit einem 25-minütigen Making of, das ebenso wie die Deleted Scenes über deutsche Untertitel verfügt.
Fazit:
„Hellphone“ ist eine Horror-Teenie-Komödie ohne Horror, aber das tut dem Filmvergnügen keinen Abbruch. Gegen Ende wird dann leider etwas zu sehr aufgedreht, was man aber verschmerzen kann. Die DVD ist technisch gut, die Extras sind leider ein wenig mager.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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95:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- deutscher/französischer Trailer
- Deleted Scenes
- Making of
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Hellphone
Hellphone
Teenie-Horror mit kaum Horror, aber mit viel Witz
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich, 2007 Regie: James Huth Drehbuch: Jean-Baptiste Andrea Darsteller: Jean-Baptiste Maunier, Jennifer Decker, Benjamin Jungers, Vladimir Consigny, Edouard Collin
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 15.02.2008
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