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DVD-Besprechung - Die Ketchup-Vampire - Staffel 1

Story:
Das Buch des Grafen Dracula ist der Schlüssel für alle Vampire, um von einem harmlosen Wesen zu einem blutgierigen Vampir zu werden. Nur wer die Matura Vampira ablegt, kann sich den zarten Hälsen der Opfer nähern. Doch Pino, Maurice und Elvira sind anders geraten, denn sie lieben Tomatensaft und Ketchup über alles und zusammen mit anderen verstecken sie das böse Buch vor dem bösen Clan der Da Silvas. Diese wiederum setzen alles daran , die uralte Lektüre in die Finger zu bekommen, um ordentliche Vampire zu werden, welche die Menschen so sehr fürchten. Aber die Ketchup-Vampire sind den Da Silvas immer einen Tick voraus.

Meinung zum Film:
Monster, Geister und Schreckgestalten sind für kleine Kinder ein echt grausiges Thema, denn früher oder später wird der Nachwuchs mit solchen Kreaturen konfrontiert. Im Kindergarten oder der Schule liegt ein wahres Füllhorn an Gerüchten über die Existenz von Vampiren, Werwölfen und Co.. Umso schwerer ist es, den Kindern die Angst vor dem Unheimlichen zu nehmen und ihnen zu verdeutlichen, dass es entweder keine Monster gibt, oder aber dass sie harmlos sind. Die ist ein schwieriges Unterfangen, denn die kleinen Seelen beschäftigen sich nicht selten intensiver mit solchen Themen, als ihre Eltern es ahnen. Die 1991 produzierte Trickserie „Die Ketchup Vampire“ nimmt dieses Thema auf und verharmlost die Mär von den blutsaugenden Untoten. Der Ansatz ist geschickt gewählt und es wird ganz logisch erklärt, warum die Vampire eigentlich ganz nett sind.

Kernstück der Serie ist das Buch des Grafen Dracula, denn nur mit dessen Hilfe können junge Vampire eine Art Reifeprüfung (Matura Vampira) ablegen, welche sie zu Blutsaugern macht. Ohne Buch ist dies unmöglich und wenn es versteckt wird, dann gibt es auch keinen bösen Nachwuchs. Die guten sind die Ketchup-Vampire, die genau diese brisante Literatur verbergen, denn keiner von ihnen will ein fieser Vampir werden. Auf der anderen Seite ist der Clan der Da Silvas, die endlich ihre Prüfung ablegen wollen, um sich nicht mehr von Blutwurst ernähren zu müssen. Keine Frage, wer stets die Nase vorn hat, wenn es beim Wettbewerb zwischen Gut und Böse mal wieder hoch her geht. Alles ist sehr kindgerecht gehalten und vor allen Dingen gewaltfrei. Die Geschichten sind vielfältig und die Spannung kommt, ebenso wie die Komik, nie zu kurz. Die einzelnen Storys bauen direkt aufeinander auf und ergeben eine große Geschichte. Technisch ist die Serie in einer recht einfachen Optik umgesetzt worden.

Die freundlichen Tomatensaftfreunde Maurice, Elvira und Pino erleben so einiges und nach einer feigen Intrige stehen sie sprichwörtlich auf der Straße. Doch das Schicksal meint es gut mit ihnen, denn sie finden eine neue Heimat in der Burg Rabenstein, die dem Ketchupfabrikanten Edgar von Rabenstein gehört. Hier passen die Vampire nachts auf und kümmern sich auch um die Ketchupproduktion. Pino lernt per Zufall Edgars Enkelin Bella auf einer Halloweenparty kennen, doch er hatte dem Geschäftsmann versprochen, dass sie nie von der Existenz der Vampire erfahren dürfe. Währendessen braut sich Unheil zusammen, da die böse Martha einen Plan schmiedet, um das Draculas Buch wieder in die Finger zu bekommen. Sie entsendet unter dem Deckmantel der Versöhnung zwei nervige Nachwuchsvampire, die das Vermächtnis Draculas entwenden sollen.   

Digitale Aufarbeitung:
Dem Bild wurde scheinbar keine große Aufmerksamkeit gewidmet, das es zeitweise ein wenig an den Rändern zittert bzw. es wirkt pulsierend. Zudem tauchen auf kleinere Bildfehler auf, die bei einer ordentlichen Überarbeitung herausgefiltert worden wären. Der Ton entspricht dem, was man von einer Fernsehtrickserie erwarten darf.

Als Extra gibt es einen Episodenführer, bei dem pro Folge eine Texttafel kurz den Inhalt der jeweiligen Folge beschreibt. Ferner hat der Zuschauer die Möglichkeit über das Charakterverzeichnis noch mal Infos zu den einzelnen Figuren zu bekommen. Sie sind in die Kategorien Ketchup-Vampire, Bluwurst-Vampire und Menschen unterteilt.

Fazit:
„Die Ketchup Vampire“ erscheinen nun mit der ersten Staffel auf DVD. Unterhaltsam und angstfrei können nun auch die kleinen Zuschauer ab sechs Jahren erleben, dass Vampire gar nicht so böse sind. Diese Form der Fernsehunterhaltung für Kinder ist unterhaltsam und gewaltfrei. Technisch hat man sich leider nicht ganz so viel Mühe gegeben.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 06
1,33:1
1,33:1
13 Folgen a ca. 25 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Episodenverzeichnis
  • Charakterverzeichnis
Die Ketchup-Vampire - Staffel 1 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Die Ketchup Vampire
Die Ketchup Vampire

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Tomatige Vampirgeschichten für Kinder


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland, 1991
Regie:
Alexander Zapletal
Drehbuch:
-
Darsteller:
-

Label Deutschland :
Renaissance Medien
Verkaufsstart Deutschland :
21.01.2008