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DVD-Besprechung - Storm Warning
Story:
Die Eheleute Rob (Robert Taylor) und Pia (Nadia Farès) unternehmen nahe der Küste Australiens einen kurzen Bootstrip und stranden dabei auf einer kleinen Insel. Vom plötzlich eintretendem Regen und eintretender Kälte überrascht, suchen sie Unterschlupf in einem heruntergekommenen Haus. Die kurz darauf ebenfalls eintreffenden Bewohner des Domizils nehmen das unrechtmäßige Betreten ihres Heims als Anlass, um die ungebetenen Gäste für ihre Späße auszunutzen. Und aus Spaß wird dann recht bald tödlicher Ernst.
Meinung zum Film:
Zu Beginn könnte man als Zuschauer den vagen Verdacht bekommen, dass „Storm Warning“ ein weiterer Abklatsch von „Dark Water“ wird. Das Ehepaar treibt in einer Nussschale der Marke „Ruderboot mit kleinem Segel“ durch die Gegend und ist auf einmal verloren. Doch schon kurze Momente später ist Land zu sehen und zwar mehr als es selbst für das kleine Bötchen gut sein könnte. Da man mehr oder weniger auf Grund läuft, ist man gezwungen, zu Fuß weiter zu gehen und mit dem eintretenden Regen ist die Stimmung auf einmal zu einem Backwood-Horror umgekehrt, der in die Abgeschiedenheit Australiens führt, wo Waschen und Aufräumen noch nicht zu einem zumindest jährlichen Ritual geworden ist. Mit dem Eintreffen der netten Einheimischen geht der Film dann noch einen Schritt weiter und erinnert stark an alte Terrorfilme von der Marke „Texas Chainsaw Massacre“.
Zu Beginn ist es noch Rechtsanwalt Robert Taylor („The Hard Word“), der die Zügel in der Hand hält, doch mit der Dauer übernimmt immer mehr Nadia Farès („Die Purpurnen Flüsse“) diese Rolle, wenn sie ihren Peinigern einen Strich durch die Folterrechnung macht. Sonderlich natürlich wirkt das Szenario dabei aber nicht unbedingt. Während man die immer größere Einschüchterung Robs durch die rauen Gesellen noch nachvollziehen kann, ist das Herausbrechen der Powerfrau aus Pia dann doch mindestens 2 Stufen zu hoch. Sie ist zwar von Beginn an durchaus als bissig zu bezeichnen, allerdings ist der Schritt zur Tim-Taylor-Variante einer Notwehr-Frau dann doch zu viel des Guten. Doch dank ihres neckischen Akzents und ihrer Notsituation ist man als Zuschauer dann doch gewillt, dem Skript diesen Fehler zu verzeihen, da es bis dahin ohnehin schon genügend Situationen und Begebenheiten zu verzeihen gab, die nicht gerade sonderlich authentisch erschienen.
Die Hinterwäldler sind auch nichts anderes als wilde Klischees von Menschen in der Einsamkeit. Die Zähne gelb, aber erstaunlicherweise noch vollständig, die Kleidung mit einer beschaulichen Anzahl unterschiedlicher Flecken versehen, die Haare fettig und die Wände des vollkommen heruntergekommenen Hauses mit zahlreichen Postern voller nackter Tatsachen geschmückt. Das Benehmen der 3 Gestalten ist den äußeren Gegebenheiten durchaus angepasst und so entwickelt sich dann auch recht schnell das Duell aus gewalttätigen Lustmolchen und verängstigten Stadtmenschen. Doch auch wenn die Story an sich kaum etwas anderes als Klischees und bekannten Storymustern zu bieten hat, sorgt die Umsetzung durch Regisseur Jamie Blanks („Düstere Legenden“) dafür, dass aus „Storm Warning“ kurzweilig gute Unterhaltung wurde, die für Genre-Fans durchaus interessant sein dürfte. Uncut-Freunde sollen allerdings gewarnt sein, denn im Gegensatz zur ungekürzten Verleihfassung ist die für den Verkauf bestimmt Version klar erkennbar in Gewaltszenen gekürzt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut geworden, lediglich die Schärfe könnte einen Hauch besser sein und teils ist deutliches Rauschen zu erkennen. Gelungen ist dafür der Kontrast, der selbst in den sehr dunklen Szenen noch gut erkennbare Details bietet. Der dts-Ton ist ebenfalls gut gelungen und bietet ein angenehmes, nicht zu aufdringliches Surroundfeeling.
An Extras gibt es nicht sonderlich viel geboten. Neben knapp 10 Minuten Interviews mit den Backwood-Darstellern gibt es noch ein knapp 8-minütiges Making Of, das allerdings nur unkommentierte Bilder vom Set bietet, sowie den Trailer zum Film.
Fazit:
„Storm Warning“ ist ein inhaltlich durchschnittlicher Terror-Horror, der allerdings wegen seiner gelungenen Umsetzung ein wenig über dem Gros an ähnlichen Produktionen einzuordnen ist. Freunde des Genres werden sicherlich kurzweilige Unterhaltung finden, wenn die Erwartungen nicht zu hoch gesteckt werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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77:06 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interview mit David Lyons, Mathew Wilkinson und John Brumpton
- Trailer
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Storm Warning
Storm Warning
Düstere Hinterwäldler-Legenden aus Australien
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien, 2007 Regie: Jamie Blanks Drehbuch: Everett De Roche Darsteller: Nadia Farès, Robert Taylor, John Brumpton, David Lyons, Mathew Wilkinson
Label :
Bronson Entertainment
Verkaufsstart : 08.02.2008
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