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DVD-Besprechung - Bullets, Blood and a fistful of Ca$h

Story:
Cash (Tom Doty) hat zehn Jahre im Knast verbracht, weil seine „Geschäftspartner“ ihn bei einem Bankraub verraten und seine Frau erschossen haben. Der muskulöse Hüne hat nichts anderes im Sinn, als sich die Leute zu holen und ihre Seelen ins Jenseits zu befördern. Dieses ist nicht ganz einfach, denn mit dem Geld aus dem Bankraub haben sie sich in die erste Reihe eines Syndikats katapultiert und sind nunmehr selbst Bosse mit einer Menge Macht und Leuten. Doch Cash interessiert dies nicht und er startet seinen Feldzug, der davon begünstigt wird, dass sich seine Feinde selbst nicht überall Freunde gemacht haben. Es entbrennt ein Krieg der Syndikate und mittendrin wütet Cash.

Meinung zum Film:
Der soeben auf DVD erschienene „Planet Terror“ von Robert Rodriguez zeigt gleich zu Beginn einen Trailer zu dem fiktiven Film „Machete“. Dieser Film soll von einem beinharten Typen handeln, der sich stets zu helfen weiß, dem die Frauen zu Füßen liegen und der auch mal grob werden kann, wenn es sein muss. Genau diese Art von Mann verkörpert Cash aus „Bullets, Blood and a fistful of Ca$h“, hart zu sich selbst und noch härter gegen seine Gegner. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn und muss somit auch mal dran glauben. Diese Independent-Produktion ist innovativ, abwechslungsreich und alles andere als Kinderunterhaltung. Der Film ist harte Unterhaltung für ein erwachsenes Publikum und es macht einen Heidenspaß, wenn Cash actionreich in Szene gesetzt wird. Logik darf aber nicht als Maßstab für die Handlung angesetzt werden, da insbesondere die Actionszenen eine einzige riesige Übertreibung sind.

Die Macher dieser Produktion haben ganze Arbeit geleistet und sich nicht stur auf ihren Hauptdarsteller verlassen. So gibt es nicht dicht aneinander gereihte Abfolgen von Cash, wie er einen Gegner nach dem anderen verhackstückt, sondern eine ausgezeichnete Nebenhandlung die spannend zu verfolgen ist. Hier gibt es etliche kuriose Typen, Gangster und Bosse zu erleben, was den Unterhaltungswert hoch schraubt. Es wird geflucht, geschimpft, gespuckt und das böse Wort mit „F“ gehört zum scheinbaren Standardrepertoire aller Charaktere. Es werden alle Spielarten von Klischees bedient, wobei allerdings keine echte Schwarz-Weiß-Abgrenzung erfolgt. Cash ist zwar die Hauptfigur des Actionfilms, aber ein netter Kerl ist er wirklich nicht. Direkt aus dem Knast klaut er erstmal ein Motorrad, Bargeld und eine kleine Flinte, die ihm gute Dienste bereitet. Bei aller Härte gibt es auch jede Menge Humor, denn ernst nimmt sich der Film an keiner Stelle. Gut, der Humor ist zumeist ein Schwarzer, aber der sitzt.

Sicherlich wirkt nicht jeder Akteur ganz so sattelfest, doch den guten Gesamteindruck macht dies nicht zunichte. Zuschauer die eine fein geschliffene Hollywoodproduktion sehen möchten, dürfen hier nicht zugreifen, sondern dem Filmfreund Platz machen, dem ein ehrlicher Streifen mit Ecken und Kanten lieber ist. Hervorragend sind die abwechslungsreichen Kameraeinstellungen, denen man anmerkt, dass die Filmschaffenden sich viele Gedanken um Blickwinkel, Close Ups und Einstellungen gemacht haben. „Bullets, Blood and a fistful of Ca$h“ ist einer von den Filmen geworden, zu denen Popcorn, Nachos mit Käsesoße und Softdrinks unbedingte Begleiterscheinungen sind.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität schwankt ein wenig und man kommt nicht um den Eindruck herum, dass das verwendete Bildmaterial unterschiedlich war. Mal gibt es nichts auszusetzen, dann wieder werden die Konturen weich und die Farben erscheinen schlierig und überfrachtet. Für eine Independentproduktion ist dies allerdings eher nicht verwunderlich und das Spektakel auf dem Bildschirm lenkt ordentlich von diesem Manko ab. Der deutsche dts-Track bietet zwar einige akustische Details, doch im Vergleich zu anderen Produktionen wirkt er dann eher schwach.

Die Extras sind komplett in englischer Sprache gehalten und beginnen mit dem englischen Trailer. Zusätzlich gibt es die fast schon obligaten entfallenen Szenen, sowie einen kurzen Eindruck von den Dreharbeiten. Das Making Of nimmt fast zwanzig Minuten ein und die Premierenfeier schlägt mit rund sieben Minuten zu Buche. Zum guten Schluss plaudert Hauptdarsteller Tom Doty noch ein wenig aus dem Nähkästchen. Insgesamt ein ordentliches Bonusmaterial bis auf die fehlenden Untertitel.

Fazit:
„Bullets, Blood and a fistful of Ca$h“ gehört in die Kategorie Ballerfilm und fühlt sich dort auch wohl. Der Actionfilm ist pure Unterhaltung ohne Anspruch auf niveauvollen Zeitvertreib. Technisch liegt die DVD im ausreichenden Bereich, wobei zugute gehalten werden muss, dass nicht so viel Geld zur Verfügung stand.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
104:50 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
  • Behind The Scenes
  • Making Of
  • Bildergalerie
  • Interview mit Tom Doty
  • Deleted Scenes
  • Premierenfeier
Bullets, Blood and a fistful of Ca$h - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Bullets, Blood and a fistful of Cash
Bullets, Blood and a fistful of Cash

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Actiongeladene Independentproduktion mit Spaßfaktor


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Sam Akina
Drehbuch:
Sam Akina
Darsteller:
Tom Doty, Jerry Lloyd, Roy Stanton, Rodrigo DeMedeiros, Toan Le

Label Deutschland :
Bronson Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
08.02.2008