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DVD-Besprechung - Timber Falls
Story:
Mike (Josh Randall) und Sheryl (Brianna Brown) wollen eigentlich nur ein erholsames Wochenende in den Wäldern von West-Virginia verbringen. Im Schatten alter Bäume soll ein Zelt für Nachtruhe sorgen, allerdings machen ein paar Einheimische Stress und hören nicht auf zu provozieren. Was das Liebespaar dann aber in Wirklichkeit erwartet, ist ein absoluter Albtraum, denn sie werden von einem fanatischen Ehepaar entführt und zu einem bestimmten, perversen Zweck gefoltert.
Meinung zum Film:
Wer die Horrorfilme aus den USA in letzter Zeit ein wenig genauer betrachtet hat, wird festgestellt haben, dass die amerikanischen Wälder ein beliebtes Szenario abgeben, um das Publikum zu gruseln. „Wrong Turn“ nahm den Spielball aus „The Texas Chainsaw Massacre“ auf und konfrontierte den Zuschauer mit Kannibalen im Hillbillie-Outfit. Ein bisschen Degeneration dazu, einige spektakuläre Todesarten und fertig war der Terror im Baumbestand. In „Timber Falls“ wollten die Produzenten offensichtlich nicht einen weiteren Abklatsch umsetzen, aber dennoch Hühnerfell erzeugen. Die Mutanten wurden kurzerhand durch religiöse Eiferer ersetzt und die Aneinanderreihung von Todesarten wird weitgehend durch Folterspielchen abgelöst.
Zunächst wird das Publikum noch geschickt in eine gewollte Richtung bugsiert und es darf zunächst befürchtet werden, dass das bekannte Schema mit den schikanösen Waldbewohnern wieder aufgenommen wird. Nach gut zwanzig Minuten beginnt sich die Story zu wenden und man landet plötzlich in einem Szenario, welches in Richtung „Hostel“ tendiert. Das Problem an der ganzen Sache ist dann leider die Tatsache, dass es ganz einfach langweilig wird. Eine nachwuchswillige Endvierzigerin, die keine eigenen Kinder bekommen kann, versucht per Entführung eine Leihmutterschaft zu erzwingen. Ihr Mann unterstützt sie dabei voller Tatendrang und religiösem Eifer. Da beide trotz ihrer ungeheueren Absichten keine wirklichen Schreckgestalten sind, hat man per feuerverunfallten Bruder der Dame dann das Duo zum Trio gemacht.
Es lässt sich nicht wirklich festmachen, wo es zwischen Film und Zuschauer nicht zündet, aber vielleicht ist man mittlerweile ganz anderes gewöhnt. Das Psychospielchen zwischen den Beteiligten funktioniert nicht und wer „Misery“ gesehen hat, der weiß, was Spielchen sind. Selbst das Drehbuch hat dieses erkannt und Mike erklärt, dass er keine Angst vor der Folter hat und er niemals ein Kind zeugt, welches den Fanatikern dann in die Hände fallen würde. Damit wird der Plot in eine Sackgasse gefahren, aus der sich nur eine Konsequenz ergibt: die beiden Wanderer müssen sterben. Ob und wie sie nun dieses Schicksal ereilt, wird aber an dieser Stelle nicht verraten. Das sehr konstruiert wirkende Finale soll dann offenbar für die vorherigen Längen entschädigen, indem der Bodycount ein wenig erhöht wird.
Digitale Aufarbeitung:
Den Zuschauer erwartet eine sehr schöne Optik mit ausgewogenen Farben, scharfen Konturen und einem Bild, das auch bei dunklen Szenen stets erkennbar bleibt. Es ist zudem sehr klar und wirkt fast greifbar. Der Ton passt sich der guten Bildqualität an und bietet stets die passende akustische Untermalung.
Die Extras bestehen aus einem kurzen Making Of, dem Trailer und einem amüsanten Interview mit dem freakigen Deacon in voller Maske und den damit verbundenen Sprachproblemen.
Fazit:
„Timber Falls“ ist eine Art „Wrong Turn light" und lässt sich genauso fade konsumieren wie Diät-Käse. Es quietscht halt beim Genuss. Technisch ist die DVD vollkommen in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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96:35 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Making Of
- Interview mit James "Deacon" Foster
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Timber Falls
Timber Falls
Uninspirierter Horror aus amerikanischen Wäldern
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Tony Giglio Drehbuch: Daniel Kay Darsteller: Josh Randall, Brianna Brown, Beth Broderick, Nick Searcy, James Foster
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 14.02.2008
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