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Die Welt in 10 Millionen JahrenAbgehört - Trau niemals einem CopNine

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DVD-Besprechung - Douglas Sirk Collection

Story:

All meine Sehnsucht:

Naomi Murdoch (Barbara Stanwyck) hat vor zehn Jahren ihre Familie in Riverdale, Wisconsin verlassen, um ihren Traum zu verwirklichen und Schauspielerin zu werden. Als ihre zweitälteste Tochter eine große Aufführung in der Schule hat und Naomi bittet, dieser beizuwohnen, kehrt sie in die alte Heimat zurück. Ihr Mann Henry (Richard Carlson) ist zunächst nicht sonderlich begeistert von diesem Unterfangen, doch seine Liebe zu Naomi kehrt schnell zurück. Was aber niemand weiß ist, warum die Schauspielerin vor einem Jahrzehnt wirklich Hals über Kopf die Kleinstadt und ihre Familie verließ. Und dieser Grund hat auch mitbekommen, dass sie wieder in der Stadt ist.

Es gibt immer ein Morgen:

Clifford Groves (Fred Mac Murray) ist Spielzeugfabrikant und führt seit fast zwei Jahrzehnten ein unscheinbares Leben an der Seite seiner Frau Marion (Joan Bennet). Eines Tages kommt seine Jugendliebe Norma (Barbara Stanwyck) in die Stadt zurück und Clifford erkennt, dass sein Leben ohne große Aufregungen und Abenteuer abläuft. Vielmehr hält er seine Eheleben für festgefahren und langweilig und so ist Norma eine verführerische Abwechslung vom Alltag und dem Einerlei. Die Situation spitzt sich langsam aber sicher zu und Clifford muss eine Entscheidung für sein weiteres Leben treffen.

Der letzte Akkord:

Die junge Amerikanerin Helen Banning (June Allyson) kommt über den großen Teich nach München, um dort zu arbeiten und Veranstaltungen zu organisieren. Sie lernt den bekannten Dirigenten Tonio Fischer (Rossano Brazzi) kennen und erlebt den wunderbaren Zauber der Liebe auf den ersten Blick. Aber auch Tonio kann sich der hübschen Frau nicht entziehen und sein Herz entflammt für sie. Doch Tonio ist verheiratet und die psychischen Probleme seiner Frau bilden eine schier unüberwindbare Hürde.



Meinung zum Film:
Diese Kollektion beinhaltet drei Werke des Regisseurs Douglas Sirk, die allesamt dem Genre des Dramas zugeordnet werden können. Den Beginn macht „All meine Sehnsucht“, einem Film über eine Frau, die ihre Familie für ihre Karriere verlassen hat. In Amerika um das Jahr 1910 war dies moralisch ein glattes Unding und Sirk arbeitet die Konflikte der beteiligten Figuren sauber heraus. Die Figur der Naomi hat schwere Bedenken wegen ihres Besuchs in der Heimat, aber dem Brief ihrer Tochter kann sie sich nicht entziehen. Ihr Mann ist nach 10 Jahren als allein erziehender Vater alles andere als begeistert, als seine Gattin plötzlich wieder vor ihm steht. Ihre älteste Tochter hat mittlerweile die Rolle der Familienorganisatorin übernommen und will ihrer Mutter weder verzeihen noch Respekt zollen. Alles in allem ergibt sich ein recht dichtes Geflecht an Gefühlen, Enttäuschungen und dem Bestreben, aus dem allzu bürgerlichen und biederen Alltag auszubrechen.

In „Es gibt immer ein Morgen“ ist die Konstellation ähnlich, denn der Spielwarenhersteller Clifford fühlt sich in seinem Leben in einer Sackgasse. Seine Familie respektiert ihn seiner Meinung nach nicht, der Alltag ist ereignislos und die Kinder verhindern eine rege Teilnahme am Freizeitleben. Clifford befindet sich somit in einer Lebenskrise und ausgerechnet in dieser Situation taucht seine Jugendliebe Norma auf. Alle Zeichen stehen auf Veränderung und der bislang anständige Mann spielt mit dem Gedanken, seine ihn einengende Familie zu verlassen. Der zunächst freundliche Familienvater verwandelt sich binnen kürzester Zeit in einen Egoisten der einfach mehr von seinem Leben haben möchte, als es ihm zur Zeit zugesteht. Im Prinzip steckt hier eine gehörige Portion Gesellschaftskritik, bei dem der geregelte Alltag des amerikanischen Mittelstandes in Frage gestellt wird. Auch in diesem Drama wirkt ein Teil des Nachwuchses als quasi moralische Instanz, als ein Verfechter von grundlegenden Regeln des akzeptierten gesellschaftlichen Lebens.

„Der letzte Akkord“ ist ein reines Beziehungsdrama mit deutlichen Zügen einer Tragödie. Die Geschichte basiert auf der einfachen Formel, dass sich zwei Menschen ineinander verlieben, wobei einer der beiden nicht frei, sondern bereits gebunden ist. Diese Konstellation bedeutet eigentlich immer, dass mindestens eine handelnde Person auf der emotionalen Strecke bleibt. Wer dies in diesem Fall ist, wird hier natürlich nicht verraten. Dass „Der letzte Akkord“ in München und Salzburg gedreht wurde, liegt daran, dass sich Silks Wurzeln in Deutschland befanden. Für Filmfreunde, die ihre Unterhaltung in Liebesdramen finden, ist diese Kollektion ein echtes Muss. Die Geigen setzen stets süß und untermalend ein, wie sie auch bei dramaturgischen Entwicklungen das Geschehen akustisch verstärkt auf den Zuschauer wirken lässt.  

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität von KochMedia ist bei diesen alten DVD-Umsetzungen gewohnt gut, wobei bei „All meine Sehnsucht“ ein leichtes Rauschen des Schwarz-Weiß-Bildes zu erkennen ist. Ansonsten ist die Qualität in Ordnung und auch die Konturen sind sauber und scharf. Das Farbbild von „Der letzte Akkord“ kann sich sehen lassen und wurde ansprechend aufbereitet. Der Ton liegt sowohl auf deutsch als auch auf englisch im Format Dolby Digital 2.0 vor und wirkt angenehm frisch und klar.

Als Extra bietet jede DVD den Originaltrailer, sowie eine Bildergalerie. Der Kollektion liegt zu jedem der drei Dramen ein Filmposter bei, auf dessen Rückseite Hintergrundinfos zur jeweiligen Entstehung gedruckt sind.  

Fazit:
Die „Douglas Sirk Collection“ bietet beste Unterhaltung im Bereich der dramatischen Liebesgeschichten und Irrungen und Wirrungen der menschlichen Bedürfnisse. Sie sind zwar schon über 50 Jahre alt, doch wer einen Faible für diese Filme hat, wird nicht enttäuscht sein. Technisch hat KochMedia wie gewohnt wieder viel Aufwand bei der Aufbereitung walten lassen.

Technische Daten:

FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12

All meine Sehnsucht:
76:16 Minuten

Es gibt immer ein Morgen:
80:57 Minuten

Der letzte Akkord:
85:22 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Bildergalerien
  • Originaltrailer
  • Poster mit Hintergrundinfos
Douglas Sirk Collection - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
All meine Sehnsucht/ Es gibt immer ein Morgen/ Der letzte Akkord
All I Desire/ There’s Always Tomorrow/ Interlude

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Herz, Schmerz und dies und das


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1953/ 1956/ 1957
Regie:
Douglas Sirk
Drehbuch:
Robert Blees, James Gunn, Gina Kaus, Bernard C. Schoenfeld, Daniel Fuchs, Franklin Coen
Darsteller:
Barbara Stanwyck, Richard Carlson, Lyle Bettger, Marcia Henderson, Fred MacMurray, Joan Bennet, William Reynolds, Pat Crowley, June Allyson, Marianne Koch, Rossano Brazzi, Keith Anders

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verleihstart Deutschland :
08.02.2008
Verkaufsstart Deutschland :
08.02.2008

Vertrieb Schweiz :
Koch Media Entertainment
Verleihstart Schweiz :
08.02.2008
Verkaufsstart Schweiz :
08.02.2008