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DVD-Besprechung - Der Sternwanderer
Story:
Um die Gunst seiner angebeteten Victoria (Sienna Miller) zu gewinnen, verspricht Tristan Thorn (Charlie Cox) ihr einen gefallenen Stern zu schenken. Um diesen in seine Hände zu bekommen, muss er in ein fantastischen Reiches jenseits „der Mauer“ reisen, nur um am Ziel angekommen festzustellen, dass es sich bei dem gefallenen Stern um eine junge Frau namens Yvaine (Claire Danes) handelt. Doch auch die böse Hexe Lamia (Michelle Pfeiffer) ist auf der Jagd nach dem Stern, da der Verzehr des Herzens eines leuchtenden Sterns eine Rückkehr der eigenen körperlichen Jugend bedeutet. Und auch die potentiellen Erben um den Thron des Reiches suchen, allerdings ohne es zu wissen, nach Yvaine, da diese durch einen Zufall den Schlüssel zum vakanten Thron bei sich trägt.
Meinung zum Film:
Der in England geborene Wahlamerikaner Neil Gaiman gehört nicht zuletzt auf Grund seiner äußerst erfolgreichen „Sandman“-Reihe zu den beliebtesten Autoren in der Comicszene. Nachdem er die Erzählungen um seinen Helden Morpheus beendet hatte, zog er sich erst mal von der Comicwelt zurück und begann sich anderen literarischen Aufgaben zu stellen. Eines der dabei entstandenen Werke war die Novelle „Stardust“, die mit zahlreichen Illustrationen von Charles Vess versehen war. Nachdem Miramax über einen längeren Zeitraum die Rechte an einer Verfilmung der Novelle hielt, diese aber nicht nutzte, verschenkte Gaiman diese anschließend an seinen Freund Matthew Vaughn („Layer Cake“), von dem er sich eine passende Umsetzung erhoffte. Da Vaughn Probleme mit den zwischenmenschlichen Momenten beim Verfassen des Drehbuchs hatte, schlug Gaiman Autorin Jane Goldman als Co-Drehbuchschreiberin vor, die dann schlussendlich mithalf, das endgültige Skript fertig zu stellen.
Mit dem relativ unbekannten Charlie Cox („Der Kaufmann von Venedig“) wurde die Rolle des naiven, dafür aber umso gutherzigeren Helden wenig prominent besetzt. Doch der Jungmime leistet gute Arbeit und kann vollends überzeugen. Claire Danes („Familie Stone - Verloben verboten“) als gefallenen Stern Yvaine zu besetzen war eine passende Lösung, denn auch in anderen Rollen konnte sie bereits durch ihr strahlendes Wesen Pluspunkte sammeln. In der Rolle der bösen Hexe glänzt erfrischend böse Michelle Pfeiffer („An deiner Seite“), die im Verlauf der rund 2 Stunden einige Alterungsstufen durchmacht. Robert de Niro („Der Pate II“) als harter Pirat mit ganz weichem Kern wandelt teilweise zwar hart an der Grenze zur Albernheit, bekommt den Balanceakt aber weitestgehend gut hin und überzeugt als skurriler Freibeuter. In weiteren Rollen spielen unter anderem noch Peter O'Toole („Lawrence von Arabien“), Nathaniel Parker („The Inspector Lynley Mysteries“), Jason Flemyng („Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“) und Rupert Everett („Die Hochzeit meines besten Freundes“) als mordlüsterne Blaublüter, Ricky Gervais (“The Office“) als schräger Händler und David Kelly („Das Kovak Labyrinth“) als in die Jahre gekommener Mauerwächter. Doch obwohl für die Rollen einige Stars gewonnen werden konnten, konnte an den
Kinokassen nicht der erhoffte Erfolg erzielt werden - die
Einspielergebnisse fielen eher ernüchternd aus.
Grund hierfür dürfte unter anderem die Auslegung des Films sein. Es handelt sich hier keinesfalls um ein reines Fantasyabenteuer, sondern vielmehr um ein äußerst gelungenes Stück märchenhafter Poesie. Ein Werk, das weniger mit dem Verstand als vielmehr mit dem Herzen genossen werden kann. Viele werfen „Sternwanderer“ vor, dass er zu naiv und zu wenig ausgereift in seinen Handlungen sei, was aus einer rationellen Betrachtung gesehen sicherlich vollkommen richtig sein mag. Seine Stärke zieht er aber aus seiner Unbekümmertheit, dem spitzen Witz, den teils skurrilen Ideen, der fantasievollen Action und vor allem der verträumten Romantik. Wenn Yvaine dem zur Maus verwandelten Tristan erklärt, was Liebe für sie bedeutet, werden so manche Herzen dahin schmelzen. Wenn sie wegen der Liebe zu ihm immer mehr zu strahlen beginnt – und dies nicht nur im sprichwörtlichen Sinne – entschädigt dies auch für einen eher zähen Beginn in den ersten 45 Minuten, in denen die Erzählweise recht holprig ist. Doch sobald Sternschnuppe Yvainne und Hexe Lamia zum ersten Mal aufeinander treffen, ziehen Tempo und Erzählfluss spürbar an und lassen das Publikum bis zum spannenden Finale nicht mehr los.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen und lässt keine Wünsche offen. Die Schärfe ist angenehmen geraten, die Farben sind sehr gut auf den Inhalt abgestimmt und Details gehen auch in dunkleren Momenten nicht verloren. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist ebenfalls in gutem Zustand. Wenn es die Szenen hergeben, wird für eine gute Raumfüllung mit Sound gesorgt.
Das Extrasmenü fällt recht überschaubar aus. Doch das rund 30-minütige Making Of bietet einige Informationen über die Entstehung des Films und neben den Künstlern, die am Dreh beteiligt waren, ist auch Autor Neil Gaimen zu sehen und hören. Es folgen noch 6 nicht verwendete Szenen und rund fünfeinhalb Minuten witziges vom Dreh. Abgerundet wird der Bereich durch den Trailer zum Film. Der DVD liegt zusätzlich noch eine ausführliche Leseprobe zur Novelle von Panini Comics bei.
Fazit:
„Der Sternwanderer“ ist ein wunderschöner, poetischer Märchenfilm für Erwachsene, den man nicht mit rationellen Werten ergründen, sondern einfach nur mit dem Herzen erleben sollte. Nail Gaiman ist einer der großen Poeten unserer Zeit und die Verfilmung seiner Novelle bringt einiges seiner schreiberischen Kraft auf rasante, abenteuerliche und fantastische Weise auf den Schirm.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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122:30 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Türkisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Making of
- entfernte Szenen
- Blooper Reel
- Kinotrailer
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Der Sternwanderer
Stardust
Ein buntes, romantisches Fantasy-Märchen, das zu verzaubern versteht
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007 Regie: Matthew Vaughn Drehbuch: Matthew Vaughn, Jane Goldman (basierend auf der Novelle von Neil Gaiman) Darsteller: Charlie Cox, Claire Danes, Michelle Pfeiffer, Robert de Niro, Peter O'Toole, Nathaniel Parker, Jason Flemyng, Rupert Everett, Ricky Gervais, David Kelly
Label :
Paramount Home Entertainment
Verleihstart : 21.02.2008 Verkaufsstart : 06.03.2008
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verleihstart : 21.02.2008 Verkaufsstart : 06.03.2008
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