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DVD-Besprechung - Furnace
Story:
Im Blackgate-Gefängnis geht nach der Entdeckung eines alten Schachtes merkwürdiges vor sich: ein Wärter begeht aus unerklärlichen Gründen Selbstmord und auch einige Häftlinge verlieren in ihren Zellen ihr Leben, vermeintlich ebenfalls durch Freitod. Detective Turner (Michael Pare) ermittelt in der Selbstmordsache des Wärters und entdeckt bald, dass die Ereignisse mit dem vor Jahren ermordeten Gefängnisdirektor White zu tun haben könnten.
Meinung zum Film:
Regisseur William Butler ist in der Horrorwelt kein Unbekannter, so hat er in der Vergangenheit schon kleine bis mittlere Schauspiel-Rollen in Genrefilmen wie „Freitag der 13. - Teil VII“, „Texas Chainsaw Massacre III“ oder dem Tom-Savini-Remake der „Nacht der lebenden Toten“ übernommen. Als Regisseur ist er Genrefreunden wiederum aus „Madhouse“ bekannt. Butler konnte ein paar prominente B-Darsteller für seinen Film gewinnen, so gibt es ein Wiedersehen mit Michael Pare („Bloodrayne“), Tom Sizemore („Natural Born Killers“) und dem vielbeschäftigten Danny Trejo („From Dusk till Dawn“).
Gerade die Sinnhaftigkeit des Auftretens der beiden letztgenannten in „Furnace“ ist jedoch ein wenig rätselhaft, denn keiner der Personen, die die beiden spielen, können viel zur Handlung des Films beitragen. Das gilt ebenso für den US-Rapper Ja Rule („Half past dead“), der den Knastbruder Terence spielt und zusammen mit „Fury“ (Trejo) aus dem Gefängnis entkommen will. Der zwischendurch angerissene Nebenplot mit den Fluchtplänen der beiden wirkt beim Zuschauen wie ein Fremdkörper und auch der späte Versuch, die eigentliche Storyline mit der Flucht zu verknüpfen, will nicht recht überzeugen. Das gleiche gilt für Tom Sizemores Rolle als Gefängniswärter Frank Miller. Diesen verbindet eine alte Feindschaft mit dem Helden Turner; warum und weshalb, wird aber nie richtig klar und somit fehlt dem Zuschauer auch das Verständnis für die Motivation Millers, die Ermittlungen zu behindern und generell immer gewaltbereit zu sein.
Aber es ist nicht alles schlecht an diesem Film. In der kurz-knackigen Laufzeit von nicht ganz 90 Minuten gibt es ein paar stimmungsvolle gruselige Szenen zu sehen, von denen einige durchaus an den „Ring“ erinnern. Aber lieber gut geklaut als schlecht selbst erfunden. Für die Splatter-Freunde gibt es ebenfalls etwas Blut und die eine oder andere unappetitliche Szene zu sehen, das alles aber gut dosiert, in den Kontext passend und nicht mit einem Gore-Overkill versehen. Probleme könnte dem Normalzuschauer auch die eher billig anmutende Digitalkamera-Optik machen, die den Film insgesamt recht amateurhaft aussehen lässt, was die Special Effects jedoch wieder glatt bügeln können. Alles in allem ist „Furnace“ trotz Schwächen ganz gut gelungen und kann dem Genrefreund einen schönen Abend verschaffen, allerdings wirklich eher nur diesem.
Digitale Aufarbeitung:
Der Film wurde offensichtlich mit einer DV-Cam gedreht und dementsprechend muss man als Zuschauer mit eher gröberen Bildern, Schwächen in der Detailschärfe und bei dunklen Szenen rechnen. Dies kann man jedoch nicht der DVD-Aufarbeitung zur Last legen. Der Ton liegt wahlweise auf deutsch oder auf englisch in Dolby Digital 5.1 vor. Zusätzlich wurde eine deutsche dts-Spur spendiert, die über eine gute Dialogverständlichkeit verfügt und an passenden Stellen Futter für die hinteren Lautsprecher bereithält.
Die Extras halten den deutschen und den englischen Trailer parat. Weiter geht es mit einem Interview mit Danny Trejo, einem mit Ja Rule und einem mit Tom Sizemore. Abgeschlossen werden die Special Feature mit einigen geschnittenen Szenen mit einer Gesamtlauflänge von knapp 10 Minuten. Wer Interesse hat, kann noch dem Audiokommentar von Regisseur William Butler und den Darstellern Michael Pare und Jenny McShane lauschen, allerdings ohne deutsche Untertitel.
Fazit:
„Furnace“ ist ein Horrorthriller, den man nicht nach dem Kriterium eines vollständig sinnigen Drehbuchs bewerten darf und auch die billige Optik des Films dürfte für einige Zuschauer eher störend sein. Jedoch bietet der Film einige bekannte B-Film-Gesichter und auch für einige gute Schock- und Gruselmomente ist gesorgt, insofern kann der Film zumindest eingefleischten Horrorfans empfohlen werden. Alle anderen sollten sich jedoch anderweitig umsehen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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85:15 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Deutscher Trailer
- Englischer Trailer
- Interviews mit den Hauptdarstellern
- Geschnittene Szenen
- Audiokommentar mit Regisseur William Butler und den Darstellern Michael Pare und Jenny McShane
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Furnace - Flammen der Hölle
Furnace
B-Horror mit bekannten B-Gesichtern und einigen Schwächen, aber auch Stärken
Autor der Besprechung:
Andreas Schultz
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2008 Regie: William Butler Drehbuch: William Butler Darsteller: Michael Paré, Kelly Stables, Danny Trejo, Tom Sizemore, Ja Rule
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 14.03.2008
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