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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Das Traumdate

Story:
Der 16-jährige Dylan ist unheilbar krank und hat nur noch kurze Zeit zu leben. Durch eine TV-Sendung bekommt er die Chance, sich einen letzten Wunsch zu erfüllen. Doch anstelle eines Treffens mit seinem Lieblings-Baseballstar wünscht er sich zum Entsetzen seiner Mutter ein Date mit dem Supermodel Nikki. Diese trifft sich sogar mit Dylan, doch sein Schwarm entpuppt sich als arrogante Ziege, die das Date lediglich als ein kurzes, werbewirksames Treffen für ihre Imageaufbesserung nutzt. Doch damit will sich Dylan nicht zufrieden geben. Er glaubt an sein Schicksal und fährt nach New York, um Nikki zu suchen ...


Meinung zum Film:
Was wäre, wenn man eine tödliche Krankheit hätte und wüsste, dass man bald sterben muss? Was wäre weiter, wenn man die Erfüllung eines Herzenswunschs versprochen bekäme? Was würde man sich wünschen? Für den Jungen Dylan, der an Krebs leidet, ist die Sache klar: er will mit seinem Lieblingssportler zum Angeln gehen. Doch an dem Tag, als es endlich so weit ist und er seinen Wunsch live im Fernsehen vorstellen soll, bekommt er Zweifel. Ist dies wirklich sein allergrößter Wunsch? Würde ihn das Angeln nicht zu sehr an frühere Zeiten und seinen verstorbenen Vater, mit dem er immer am Meer war, erinnern? Ermuntert durch seine Freunde, fällt die Entscheidung nicht schwer ... ein anderer Wunsch muss her. Den hat Dylan auch schon genau im Kopf: Er möchte ein Wochenende alleine mit Topmodel Nikki Sinclair, seiner absoluten Traumfrau verbringen. Doch das erweist sich als schwieriger als erwartet. Nachdem aus dem "Wochenende" dann nur ein kurzes Treffen wird, nimmt Dylan - angespornt durch eine Videobotschaft, die ihm sein Vater hinterlassen hat - die Sache selbst in die Hand. Gerade dieses Unkonventionelle ist, was den Reiz des Films ausmacht. Warum sollte sich ein Todkranker unbedingt immer das wünschen, was von ihm erwartet wird? Ist es nicht sein Leben? Sollte er nicht das bekommen können, was er sich auch tatsächlich am allermeisten wünscht?

Alex Steyermark, der im Filmbereich hauptsächlich als Musikproduzent tätig ist und hier nach "Prey for Rock & Roll" seine zweite Regiearbeit abliefert, gelingt ein überraschend unterhaltsamer Film. "Das Traumdate" gefällt vor allem dadurch, dass der Geschichte der wehleidige Unterton fehlt, den man sonst so oft in Filmen zu diesem Thema antrifft. Dylan weiß, dass er sterben wird, und hat sich damit abgefunden. Für ihn zählt nur noch, das Beste aus seiner restlichen Zeit zu machen - und diese will er bestimmt nicht mit Jammern verbringen. Durch die Tatsache, dass Dylan - trotz seiner schweren Krankheit - so gut wie nie die Fröhlichkeit verliert, fällt es auch dem Zuschauer viel leichter, der Handlung ohne trübe Gedanken zu folgen. Das Konzept ist in sich stimmig, die eigentlich tragische Story wird durch eine gehörige Portion Humor (der nie unpassend erscheint) sowie einen kleinen Schuss Philosophie angenehm aufgelockert.

Auch die Darsteller wissen zu gefallen. Ein Blick auf die Liste der Mitwirkenden verrät zwar sofort, dass es sich um keine riesige Big-Budget-Produktion handelt, der Qualität tut das aber keinen Abbruch. Michael Angarano, der bisher eher in kleineren Seriennebenrollen (u.a. bei "24" und "Will & Grace") zu sehen war, liefert bei der Verkörperung des Dylan eine durchwegs überzeugende Leistung ab. Gleiches gilt für seine Filmmutter Cynthia Nixon, die den weiblichen Zuschauern vermutlich als Miranda aus "Sex and the City" bekannt sein dürfte. Einzig Sunny Mabrey ("xXx 2") hat ein bisschen Probleme mit ihrer Rolle. Während sie als zickiges Model durchaus zu gefallen weiß, nimmt man ihr die später zum Vorschein tretende private Seite der Figur nicht immer hundertprozentig ab. Das ist jedoch nur ein kleines Manko an einem ansonsten sehr gelungenen Film. 

Digitale Aufarbeitung:
Wenngleich "Das Traumdate" eine kleine Independent-Produktion ist, macht der Film technisch einen hervorragenden Eindruck. Das Bild der DVD zeichnet sich durch gute Schärfe, natürliche Farben und ein angenehm unauffälliges Rauschverhalten aus. Defekte oder sonstige Störungen sind nicht feststellbar. Der deutsche Ton liegt, wie bei Sunfilm üblich, sowohl in Dolby Digital 5.1 als auch in dts vor. Allerdings sind hier wieder einmal keine nennenswerten Unterschiede auszumachen, da der Film fast ausschließlich auf Dialoge setzt. Dementsprechend ist auch zu verschmerzen, dass der Originalton nur als Surround-Spur vorliegt.

Als Bonusmaterial gibt es den Trailer sowie einen sehr interessanten Audiokommentar des Regisseurs, in dem dieser u.a. auf die Entstehungsgeschichte des Films eingeht. Ein zusätzliches Making Of o.Ä. wäre aber wünschenswert gewesen. 

Fazit:
"Das Traumdate" ist ein feiner kleiner Film, der mit einem ernsten Thema auf erfreulich leichte Art umgeht und nicht ins übertrieben Klischeehafte abrutscht. Auch der Humor wirkt angemessen und nicht zu überzogen oder gezwungen. Die DVD von Sunfilm glänzt durch eine tolle Bildqualität, das Bonusmaterial ist jedoch ein bisschen knapp ausgefallen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,85:1
1,85:1
91:56 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Audiokommentar des Regisseurs
Das Traumdate - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Das Traumdate
One Last Thing

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Berührende Tragikomödie, die nicht zu sehr auf die Tränendrüse drückt


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005
Regie:
Alex Steyermark
Drehbuch:
Barry Stringfellow
Darsteller:
Michael Angarano, Cynthia Nixon, Sunny Mabrey, Matt Bush, Gideon Glick, Johnny Messner

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
14.03.2008