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DVD-Besprechung - Löffel verbiegen
Story:
Magier Gregor Ulrich zeigt in einer kleinen Show mit privatem Rahmen Tricks wie das Verbiegen von Besteck, Münzen und Schlüsseln, dem Erspüren von Metallspitzen unter Bechern, die Kunst des Erratens von Karten oder eines beliebigen Wortes in einem Buch, sowie das Anhalten des Zeigers einer Uhr. Danach nimmt sich der Künstler die Zeit, um jeden einzelnen Trick ausführlich zum Nachzaubern zu erklären.
Meinung zum Film:
Gregor Ulrich gehört zu der Sorte Mensch, die dank ihrer filigranen
Finger in der Lage sind, große Illusionen von Magie entstehen zu
lassen. In seiner DVD „Texas Hold'em Poker - Falschspieler Tricks“
zeigte er in beeindruckender Weise, wie leicht es für geübte Betrüger
ist, beim immer beliebter werdenden Pokerspiel zu betrügen. In „Löffel
verbiegen“ nimmt Ulrich sich vor allem einem Thema an, das in den
70er-Jahren des letzten Jahrhunderts von Uri Gellar populär gemacht
wurde und nun auch seinen Revival in TV-Shows erfährt – das Löffel
verbiegen durch mentale Kräfte. War es lange Zeit so, dass die Tricks
in der Zunft der Zauberkünstler streng gehütet wurden, lassen sich auch
diese Geheimnisse in unserer multimedialen Zeit nicht mehr geheim
halten. Es gibt mittlerweile kaum einen Trick mehr, der nicht
ausführlich auf irgendeiner Website oder in einem Forum ausführlich
erklärt wird.
Bei der Entschlüsselung seiner kleinen Geheimnisse geht Gregor
Ulrich sehr sachlich und unspektakulär vor. Anders als bei dem
mysteriösen Magier, der in großer Maskerade und mit Bühnenshow für das
Fernsehen die Tricks von Copperfield & Co. enthüllte, gibt es hier
keine Nebelschwaden, keine erschreckende Maskerade und keine
spannungsvolle Musik. Es gibt nur den Zauberer, einen kleinen Tisch und
den ihm gegenüber sitzenden Moderator, der durch Stichworte die
Erklärungen immer wieder in die richtige Richtung lenkt und zudem ein
wenig für Abwechslung in der ansonsten monotonen Umgebung sorgt.
Erläutert werden die Tricks unter anderem durch eine Schilderung, wie
das ganze drumherum aufgebaut ist, wie mit verschiedenen Mitteln das
Publikum abgelenkt wird und wie leicht es in der Regel ist, die
Aufmerksamkeit des Publikums dahin zu bekommen, wo man sie wünscht.
Der eigentliche Trick, der sehr ausführlich und detailliert beschrieben
wird, ist in dem ganzen drum herum dann meist so simpel, dass man als
Zuschauer fast schon ein wenig enttäuscht ist. In der zu Beginn
gezeigten, rund 20-minütigen Show in einem tristen Kellerraum vor ganz
kleinem Publikum versucht man hinter die Tricks zu kommen, die der
Illusionist verwendet. Wenn die Tricks anschließend aufgelöst werden,
fühlt man sich auf Grund der Einfachheit mancher Taschenspielereien ein
wenig gekränkt, so als würde man beim Hütchen-Spiel erkennen, dass die
Kugel niemals wirklich unter einem der Hütchen lag und man von vorne
bis hinten an der Nase herumgeführt wurde. Gregor Ulrich gebührt bei
seiner Show Respekt, da er den kleinen Betrug an seinen Gegenüber durch
eine groß aufgebaute Show verdeckt und er geschickt die Augen vom
wesentlichen ablenkt. Wer gerne wissen möchte, wie uns
Uri Gellers Erben an der Nase herumführen, ist hier genau richtig. Wer
sich den Glauben an echte Magie erhalten möchte, sollte nach der Show
nicht weitersehen.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist für eine derartige Produktion angemessen gut gelungen und bietet keine Problempunkte. Gleiches gilt für den Ton, der immer gut verständlich ist.
Als Extra gibt es lediglich 3 Trailer zu Produktionen mit Gregor Ulrich.
Fazit:
„Löffel verbiegen“ ist eine Produktion, die sich an all jene richtet, die schon immer wissen wollten, wie Uri Geller & Co. bei ihren Shows ans Ziel gelangen. Die Präsentation der Tricks geschieht auf sehr sachliche Art und Weise und ermöglicht es Hobbyzauberern, anschließend selbst zur Tat zu schreiten.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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Show: 20 Minuten, Erklärungen 85 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Türkisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Trailer zu Gregor-Ulrich-Produktionen
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Löffel verbiegen
Löffel verbiegen
Gregor Ulrich erklärt, was bereits Uri Geller wusste
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Österreich, 2007 Regie: Arne Nostitz-Rieneck Drehbuch: Gregor Ulrich Darsteller: Gregor Ulrich
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 29.02.2008
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